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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Zierfische werden immer beliebter Die Aquaristik wandelt sich zum Favoriten der Heimtierhaltung: Innerhalb der letzten 10 Jahre kann man bei einem Rückblick auf die Entwicklung der Heimtierhaltung eines ganz deutlich registrieren: eine überproportionale Zunahme jener Heimtierhalter, die sich mit der Haltung von Zierfischen, kurz, mit der Aquaristik befassen.

Dieses Phänomen ist an sich nicht verwunderlich, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Haltung von Zierfischen in den letzten Jahren durch den Fortschritt der aquaristischen Technologie, durch die Erforschung der Ernährungsgewohnheiten der Tiere, durch die Verbesserung der Aquarien und der dazugehörigen Technik, immer einfacher geworden ist. Hinzu kommt, daß Aquarien, gleichgültig, ob in ihnen tropische Süßwasserfische, Seewasserfische oder Kaltwasserfische gepflegt werden, ein außerordentlich harmonisches Bild bieten. Fische sind entwicklungsgeschichtlich sehr unter schiedliche Tiere. Am Anfang ihrer Ontogenese steht das Lanzetfischchen, dem das Neuenauge, der Knorpelfisch, der Schmelzschupper und der Lungenfisch folgt.

Der Quastenflosser stellt ein Bindeglied zu den Amphibien dar. Denkt man an Fische, so kann man sich diese Spezies eigentlich immer nur im Wasser lebend vorstellen. Es gibt aber auch Fische, die auf dem Lande leben wie z. B. der sogenannte Schlammspringer. So unglaub lich es klingt, existieren auch solche Fische, die er trinken können. Diese werden wie z. B. die Laby rinthfische, zu denen die Makropoden, die Guramys und die Kampffische gehören, auch gerne im Aquarium gehalten. Daß es auch Fische gibt, die fliegen können, wird den meisten nicht unbekannt sein. Hierzu gehören die Beilbauchfische und der im Meer lebende fliegende Hering.

Genauso unterschiedlich wie sie Formen und Arten der Fische sind ihre Vermehrungseigenschaften: Da .gibt es Fische, die wir als Freilaicher be zeichnen, d. h. Fische, die ihren Laich einfach im Wasser ablegen und die dabei riesige Mengen von Eiern produzieren wie etwa der Karpfen mit bis zu 40.000 Stück. Andere Fische wiederum legen nur ganz wenige Eier, die sie dann auch ganz sorgfältig selbst bewachen. Daneben gibt es Fische, die Nester bauen, wie etwa die Labyrinthfische, die ihr Nest aus Schaum herstellen, andere wieder bauen Nester aus Pflanzenteilen. Beim Stichling, einem Kaltwasserfisch, der häufig in unseren heimischen Gewässern vorkommt, übernimmt das männliche Exemplar die Bewachung und die Pflege der Jung brut. Bei den Labyrinthfischen, einem tropischen Süßwasserfisch, ist es ähnlich. Bei den Seepferd chen dagegen übernehmen die Männchen die vom Weibchen abgelaichten Eier in einer Tasche und tragen sie so lange mit sich herum, bis die Brut schlüpft. Es gibt aber auch Weibchenfamilien, sogenannt, weil hier das Weibchen alleine die Pflege der Nachkommenschaft übernimmt: Hierzu gehören beispielsweise die Zwergbuntbarsche aus Südamerika. Bei brutpflegenden Fischen ist jedoch am häufigsten die Pärchenfamilie vertreten, bei denen Männchen und Weibchen gemeinsam die Plege übernehmen. Eine besonders interessante Art der Brutpflege zeigen die Maulbrüter. Bei diesen Tieren nehmen Männchen oder Weibchen, mitunter auch beide, die Eier in ihr Maul und behalten sie dort so lange, bis die Jungen schlüpfen. Doch auch wenn die Jungbrut bereits selbständig geworden ist, ist immer wieder zu beobachten, daß sie sich, so lange sie noch klein sind, gerne wieder in das Maul von Vater und Mutter flüchten, weil sie sich dort geborgen fühlen.

Weiterhin bekannt sind auch Fische, die lebende Junge zur Welt bringen. Hierzu gehören die Guppys, die Platys oder die Blackmollys.

Aber nicht nur in ihrem Brut- und Aufzuchtverhalten sind die Fische sehr unterschiedlich. Auch ihre Nahrungsgewohnheiten sind außerordentlich verschieden: Es gibt Fische, die einfach mit geöffnetem Maul durch das Wasser schwimmen und dabei Kleinkrebse, Plankton u. a. m. als Futter in sich aufnehmen, wie z. B. der Mississippi-Stör, der die beachtliche Länge von bis zu 3 m erreichen kann. Andere Fische wie etwa der Schützenfisch schie ßen ihre Nahrung mit eiuem gezielt gespuckten Wassertropfen von emersen Pflanzen oder vom Ufer herunter, um sie dann im Wasser verspeisen zu können. Eine der sicherlich ungewöhnlichsten Methoden, seine Beute zu "erlegen", hat der elektrische Aal aus Südamerika entwickelt. Er lähmt seine Beute durch Elektroschocks, um sie dann verspeisen zu können. Panzerwelse, Schmerlen und verwandte Tiere nehmen ihre Nahrung über wiegend vom Boden auf. Die Hechtlinge dagegen, der Beilbauch und der Spritzsalmler hauptsächlich von der Wasseroberfläche. Sie weiden aber auch Pflanzen ab.

Die Mehrzahl der Fische atmet durch Kiemen. Das bedeutet, daß sie mit Hilfe eines komplizierten, in den Kiemen befindlichen Filtersystems, den im Wasser gelösten Sauerstoff zur Erhaltung ihrer Lebensfunktion aufnehmen können. Es gibt aber auch Fische, die sich auf Hautatmung umgestellt haben, wie z. B. alle Welsarten , die - wenn ihr Le bensbereich austrocknet - auch über Land gehen und einen neuen Wasserplatz suchen können. Prof. Ladiges, einer der bekanntesten deutschen Ichthyologen, fand im Rahmen seiner Forschungen schon einmal eine feuchte Wiese, die voller kleiner Rivulusarten war. Aber auch die Laby rinthfische haben ein Organ entwickelt, das ihnen erlaubt, im kleinsten Tümpel zu überleben, selbst dann, wenn das Wasser extrem sauerstoffarm ist. Bei einer derartigen Lebensvielfalt kann es dann auch kaum wundern, daß es sogar Fische gibt, die schon Lungen haben. Man kennt in Südamerika, in Afrika und in Australien eine Vielfalt solcher Arten.

Zur Fortbewegung benutzen alle Fische ihre Flossen, wenn auch auf sehr unterschiedliche Art. Man unterscheidet dabei die Rückenflosse, die Schwanzflosse, die Bauchflossen, die immer paarig angeordnet sind, und die Brustflossen, die ebenfalls in Paaren stehen. Hinter dem After steht noch eine Flosse, die als Pendant zur Rückenflosse anzusehen ist. Die Benutzung der Flossen ist bei den verschiedenen Fischen sehr unterschiedlich.

Die meisten benutzen fast alle Flossenarten zur Bewegung und gelegentlich nur den einen oder anderen Flossentyp zur Stabilisierung ihrer jeweiligen Lage. Aber es gibt auch direkte Spezialisten, wie z. B. den Zitteraal, der sich nur mit der Afterflosse, mit der er schlangenhafte Bewegungen von vorne nach hinten vollführt, vorwärts bewegt. Die Kofferfische bewegen sich dagegen hauptsächlich mit Brust- und Schwanzflosse vorwärts. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Beispiele unterschiedlicher Fortbewegungen, wie beispielsweise bei den Schlammspringern, die ihre zu kleinen Füßchen umgebildeten Brustflossen zum Springen benutzen.

Für die überwiegende Zahl, ja fast alle Aquarienfische, ist das Fütterproblem heute gelöst. Durch eine aufwendige Forschung und 30 Jahre Erfahrung von Tetra braucht heute kein Zierfischfreund mehr auf artgerechtes Flockenfutter zu verzichten.

Die Freßgewohnheiten und die Futterzusammensetzung der Fische werden in den Originalbiotopen genau studiert. Das Ergebnis dieser Forschung. sind die verschiedenen Tetra Futtersorten - saftige Futterflocken, die in ihrer Zusammensetzung den Fischen sogar ein ausgewogeneres Futter bieten als die Natur. Ganz zu schweigen von den Gefahren, die ein in Tümpeln gefangenes, verseuchtes Lebendfutter den Aquarianern bescheren kann.

Die Sinnesorgane der Fische sind hochentwickelt: Fische besitzen Gefühl, ein sehr gutes Sehvermögen, auch für Farben, sie haben einen stark entwickelten Geschmacks- und Geruchssinn, wobei diese Organe fast über den ganzen Fischkörper verteilt sind und nur an bestimmten Stellen gehäuft auftreten, wie etwa bei den Welsen in den Barteln oder bei den Labyrinthfischen in den langen Fäden, mit denen der Bodengrund oder Schlamm auf Genießbares hin abgesucht werden. Darüber hinaus verfügen die Fische über ein sehr sicheres Orientierungsvermögen. Hierbei hilft ihnen das Organ der Seitenlinie, mit dem sie Schwingungen von in der Nähe befindlichen Fischen sehr genau ausmachen können. Sie differenzieren dabei, in welcher Ent fernung sich der Fisch befindet, wie groß er ist und in welche Richtung er schwimmt. Dieses Orientierungsprinzip funktioniert ähnlich wie das der Fledermaus, die zu diesem Zweck Schallwellen benutzt. Bei den Fischen handelt es sich aber um Druckwellen, die sich im Wasser fortpflanzen und dann durch das entsprechende Organ des Fisches interpretiert werden. Eine echte Ortung nach dem Prinzip des Radars haben die Mormyriden oder Nilhechte entwickelt: sie geben elektrische Wellen ab, die reflektiert und von den Fischen wieder aufgefangen werden. Aus der Art des Empfangs dieser Wellen können die Fische dann sehr genau unterscheiden, ob sie einen Gegenstand, einen anderen Fisch oder gar einen Feind vor sich haben.

Aus diesen wenigen Anmerkungen zur Unterschiedlichkeit der Formen, Arten und Lebensgewohnheiten der Fische geht bereits hervor, daßsich derartige Eigenschaften nur entwickeln konnten, weil die Fische selbst in einer sehr unterschiedlichen Umwelt groß geworden sind. Jedes Lebewesen, das die Eigenschaft zu überleben und damit auch die Möglichkeit, sich fortzupflanzen entwikkelt hat, konnte dies nur durch die Fähigkeit zur Anpassung an seine Umwelt erreichen.

Für denjenigen, der sich für die Haltung von Zierfischen interessiert, bedeutet das, den Tieren eine ihren Lebensvoraussetzungen entsprechende Umwelt zu schaffen. D. h., er hat dafür zu sorgen, daßdie Fische in einem für sie artgerechten Biotop leben. Daran sollte man immer denken, wenn man sich mit der Absicht trägt, Zierfische in einem Aquarium zu halten. Dann nämlich muß das Aquarium so eingerichtet sein, daß sich der Fisch entsprechend seinen Fähigkeiten darin wohlfühlen und darin überleben kann.

In vielen Fachbüchern, die sich mit dem Thema der Aquaristik befassen, werden die Lebensvoraussetzungen für Zierfische aller Art in ausführlicher und leicht verständlicher Form beschrieben. Schon aus Verantwortung der lebenden Kreatur gegenüber sollte man sich vor dem Kauf und vor der Einrichtung eines Aquariums zunächst das theoretische Grundwissen für eine artgerechte Haltung dieser Tiere verschaffen. Dabei wird man lernen, daß heute die Haltung von Fischen recht einfach geworden ist und es für jeden Liebhaber möglich ist, sich mit einem Aquarium ein Stück Natur ins Heim zu holen.

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