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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Von Drachenkindern & Pferderaupen „Verstoßene Kinder der Drachen“ (Tatsu no Otoshigo) nennen Japaner die putzigen Seepferdchen, die zu den Fischen zählen. In der griechischen Mythologie gelten die „Pferderaupen“ – so ihr wissenschaftlicher Name Hippocampus – als die Nachfahren der Pferde, die Poseidon, Gott des Meeres, vor seinen Streitwagen spannte. Auch in unserer modernen Zeit gelingt es den possierlichen Tieren, mit einzigartigen Merkmalen zu faszinieren…

Absolut einzigartig ist, dass die Männchen die Jungen zur Welt bringen und auch die Brutpflege übernehmen. Der Paarung geht, so die Fachzeitschrift ZOOFACHtrend, ein langer Balztanz voran, zu dem das monogam lebende Paar sich in den Morgenstunden trifft und eine Weile mit verhakten Schwänzen nebeneinander spiralförmig auf und ab schwimmt. Dabei verändern Seepferdchen ihre Farbe. Ist das Weibchen bereit, beginnt sie mit einem speziellen Balztanz, bei dem sie bis zu 200 Eier in die Bruttasche ihres Partners spritzt. Darin werden die Eier laut Wikipedia von einem Gewebe umgeben, über das auch die Atmung des Nachwuchses läuft: Es nimmt Kohlenstoffdioxid aus den Eiern auf und gibt Sauerstoff an die Eier ab. Außerdem entspricht das Innere der Bruttasche dem Salzgehalt im Meerwasser.

Geschickte Überlebensstrategien

Dermaßen auf ihr Leben vorbereitet werden die Jungfische nach etwa zehn Tagen geboren, sind auf sich gestellt und ernähren sich von planktonischen Krebstieren. Die Zahl der Jungtiere reicht von einem einzigen bei Hippocampus bargibanti bis zu 1500 bei Hippocampus reidi. In der Natur überlebt laut ZOOFACHtrend durchschnittlich nur 1 von 1000 Jungtieren. Kein Wunder, dass die Eltern bei einigen Arten schon direkt nach der Geburt erneut zur Paarung schreiten. Übrigens sind tänzelnde Bewegungen auch als Begrüßungszeremonie an der Tagesordnung.

Mit der Fähigkeit, nicht nur beim Paarungstanz die Farbe zu verändern, können Seepferdchen in Gefahrensituationen ihre Feinde hinters Licht führen. Dabei sind auch Hautauswüchse aus Knochenplatten hilfreich, die sie wie Algen oder Korallen wirken lassen. Gerüstet mit dieser Hautpanzerung (die tatsächlich an kleine Drachen erinnert) haben so manche Fressfeinde wie Thunfisch, Krabbe und Meeresschildkröte tüchtig an den Seepferdchen zu knabbern, was ihnen den Appetit auf die „Pferderaupen“ schon verleiden kann.

Bekannt sind zurzeit 33 verschiedene Arten, die zwischen 1 und 30 cm lang sind. Seepferdchen kommen vor allem in temperierten Meeren um Neuseeland und Südaustralien vor. Dort leben die Seepferdchen-Paare in Seegraswiesen, wo das Männchen ein Revier von etwa 1 m² und das Weibchen von sage und schreibe 100 m² nach Zooplankton, Krebstieren und kleinen Fischen durchkämmt. Dabei bewegen sie sich mit einer Rücken- und zwei kleinen Kopfflossen fort. Mit ihrem Wickelschwanz können sie sich an Haltepunkten verankern.

Unterwasser-Pferdchen für Ihr Wohnzimmer

Große Technik ist für die Haltung von Seepferdchen in Meerwasser-Aquarien nicht nötig – wenn Sie sich auf Seepferdchen allein beschränken. Sollten Sie die Tierchen vergesellschaften wollen, z. B. mit Seenadeln, Algen fressenden Seeigeln, Schaukel- oder Leierfischen, müssen Sie die Technik daran ausrichten.

Möglich ist auch ein Besatz mit Garnelen, wenn diese keine für die Seepferdchen gefährlichen Scheren haben und so groß sind, dass die „Drachen“ sie nicht als Futter betrachten. Als solches sollte Frostfutter (Mysis, Artemia oder Krill) angeboten werden. Das Becken sollte mindestens 100 Liter fassen und 50 cm hoch sein, weil Seepferdchen während der Paarung zur Oberfläche aufsteigen. Da die Tiere große Helligkeit meiden, reichen zwei T8-Leuchtstoffröhren aus.

In der Natur gelten Seepferdchen als gefährdet: Ihre Lebensräume werden zerstört und überfischt, wobei sie immer wieder in Netzen hängenbleiben. Außerdem gelten sie in China und Ostasien als Potenz fördernd und sind mancherorts beliebte Touristensouvenirs.

ZOO & Co. Tipp

Seepferdchen nie mit Anemonen in ein Becken setzen: Diese sind wegen ihrer Nesselkraft lebensgefährlich für die „Drachenkinder“.

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