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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Der Hamster und das Hamsterrad Das sprichwörtliche Hamsterrad, in dem wir Menschen uns manchmal zu befinden scheinen, ist eigentlich genau das Gegenteil: Bei den kleinen Nagern baut es Stress ab und sorgt dafür, dem großen Bewegungsdrang gerecht zu werden, dem die Tiere in freier Natur unbegrenzt nachgehen.

Deshalb sollten artgerechte Laufräder in keinem Hamsterheim fehlen. Abhängig vom Hamsterrad oder eher ein großer Fan? Ob Hamster im Rad wetzen, weil sie sich langweilen, oder ob es ihnen wirklich Spaß macht und dazugehört, war unter Hamsterfreunden, Tierschützern und Wissenschaftlern lange umstritten. Doch mittlerweile zeigen Studien, dass Laufräder für Hamster wie den Roborowski-Zwerghamster wirklich wichtig sind und ihre Vorliebe für die schnell rotierenden Geräte ganz normal ist, nicht etwa krankhaft.

Zu dem Schluss kam beispielsweise die heutige Tierärztin Evelyne Vonlanthen in ihrer Doktorarbeit, die sie an der Universität Bern verfasste. "Das oft zitierte Suchtpotenzial des Laufrades konnte nicht nachgewiesen werden", schreibt sie darin. Die Nutzung decke sich nicht mit den gängigen Kriterien einer Abhängigkeit - vielmehr nutzten die Goldhamster das Laufrad "bedarfsgerecht", also nach Lust und Laune. Der Umgang der Hamster mit ihrem geliebten Spielzeug war "vernünftig", nicht etwa zwanghaft, bilanzierte die Wissenschaftlerin. Weitere Studien besagen, dass Laufräder die Kondition der Hamster steigern, ja sogar, dass ihre Hirnfunktion sich verbessert und sich die Fruchtbarkeit der Tiere erhöht. Evelyne Vonlanthen konnte außerdem nachweisen, dass die Tiere der Gruppe "mit Laufrad" weniger am Gitter nagten - was sie sonst tun, wenn sie keine ausreichende Bewegung haben.

Doch woher kommt nun eigentlich der riesige Bewegungsdrang der kleinen Nager? In den halbtrockenen Gebieten von Europa und Asien, in denen Hamster beheimatet sind, verbringen sie fast die ganze Zeit mit Futtersuche. Als Mitglieder der Familie der Wühler sind sie dabei sehr aktiv - sie laufen zwischen Futterstellen und ihrem Bau hin und her, legen Vorräte an, suchen neue Futterquellen. Dabei legen die nachtaktiven Tiere viele Kilometer zurück, obwohl sie flächenmäßig nur ein kleines Gebiet durchqueren, dieses aber dafür immer wieder!

Das Laufrad im Hamsterheim bietet deshalb die Gelegenheit, wirklich mal nach Herzenslust über eine Strecke zu sprinten - was den Nagern sonst nicht gelingen würde, selbst wenn das Heim mehrere Meter lang ist. Wichtig ist jedoch, dass das Laufrad bestimmte Voraussetzungen erfüllt. So sollte es zunächst einmal aus ungiftigem Material sein; dazu ausreichend groß für die kleinen Gesellen, damit sie keine Wirbelsäulenschäden davontragen. Hamsterräder müssen stabil und sicher befestigt werden - sie sollten zudem dahingehend überprüft werden, dass sich die Tiere nicht an der Aufhängung oder anderen Komponenten wie Speichen mit den Tatzen verfangen.Ein gutes Kugellager garantiert, dass das Rad nicht eiert; die Lauffläche sollte für den Widerstand leicht gerillt sein. Laufräder aus Speichen werden von vielen Fachleuten abgelehnt. So heißt es beispielsweise bei der Vereinigung für Tierschutz TVT e.V., dass Laufräder mit geschlossener Lauffläche empfehlenswert sind, die man einseitig an der Wand oder einem Ständer befestigen kann. Die eine Seite des Rades sollte ebenfalls geschlossen sein.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, können die Hamster nach Lust und Laune sprinten - anstatt Fett anzusetzen und träge und lustlos zu werden. Am schönsten ist es dabei, wenn sie zusätzlich viel Platz in ihrem Heim haben und mit Frauchen oder Herrchen bisweilen in der Wohnung "Gassi gehen" können.

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