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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Überlebenskünstler: die Dornschwanzagame Mit dem stachligen Schwanz erinnert sie an gefährliche Urzeitechsen. Dabei ist die Dornschwanzagame eigentlich sehr friedlich. Zuhause ist die Echse in den sehr heißen und trockenen Wüsten und Halbwüsten Afrikas, des Nahen Ostens und Indiens. Die 16 unterschiedlichen Dornschwanzagamenarten sind wahre Überlebenskünstler und an den harten Bedingungen in der Wüste optimal angepasst.

Selbst Körpertemperaturen von bis zu 47 Grad können sie aushalten. Ihre Körpertemperatur reguliert die tagaktive Dornschwanzagame, indem sie ihre Hautfarbe – je nach Tageszeit – verändert. In den kühleren Morgenstunden ist die Schuppenhaut dunkel gefärbt, um mehr Sonnenwärme aufnehmen zu können. Bei einer gestiegenen Körpertemperatur breiten sich dagegen die hellen Farbzellen der Haut mehr aus. Mittags können einige Tiere dann hellgelb bis orange gefärbt sein, um möglichst viele Sonnenstrahlen wieder reflektieren zu können. Wird es in der Mittagszeit extrem heiß, versteckt sich das Tier in selbst gegrabenen Höhlen. Die an den kräftigen Beinen vorhanden großen Krallen eignen sich dabei ideal zum Graben. Die Wohnhöhlen dienen aber auch als sicherer Zufluchtsort zum Schutz vor Fressfeinden. Bei Gefahr reißen sie ihr Maul weit und fauchend auf. Ist doch einmal der Rückzug angesagt, haben die Dornschwanzagamen eine besondere Technik entwickelt, um nicht aus ihrem sicheren Zuhause gezogen werden zu können. Sie pumpen ihren Körper mit Luft auf und verkeilen sich so in ihrem Unterschlupf. Der Eingang wird mit dem stachligen Schwanz versperrt. Mit Schwanzhieben werden Angreifer schließlich in die Flucht geschlagen. Die meisten Arten der Dornschwanzagamen werden von Kopf bis Rumpfende etwa 30 bis 45 Zentimeter groß. Die Ägyptische Dornschwanzagame kann aber auch bis zu 75 Zentimeter sein.

Die lebhafte Echse ist ein richtiges Wasserspartier. Um den Wasserverlust im Körper gering zu halten, entzieht die Dornschwanzagame aus ihren Ausscheidungen soviel Wasser wie möglich. Überschüssige Salze im Körper werden über spezielle Drüsen an der Nase wieder ausgeschieden. Ihren Wasserbedarf deckt das Tier fast nur über pflanzliche Nahrung. Das Reptil kann zudem auch über die Haut Wasser aufnehmen. In Notzeiten besteht die Möglichkeit, aus dem im Schwanz gelagerten Fett, Wasser zu entziehen. Die Dornschwanzagame eignet sich gut zum Halten im Terrarium. Da sie gerne viel herum läuft, braucht sie jedoch ein relativ großes Becken. Das Terrarium sollte daher mindestens 1,5 qm groß sein. Damit die Tiere sich wohl fühlen, sollte der Boden mit viel lehmhaltigen Sand bedeckt sein. Darin können sie dann viel herum graben und Höhlen bauen. Äste und Wurzeln als Klettergelegenheit sollten im Terrarium ebenfalls nicht fehlen. Da die Tiere Wüstenbewohner sind, sollten die natürlichen Bedingungen so gut wie möglich simuliert werden. Lichtstarke Röhren und Strahler, die genügend Wärme und UV-Licht abgeben sollten daher im Terrarium nicht fehlen. An einigen Stellen können ruhig bis zu 40 Grad werden. Die Tiere können alleine oder auch paarweise gehalten werden. Dabei sollten jedoch nie nur Männchen oder nur Weibchen zusammen gebracht werden, da diese sich sonst gerade in der Paarungszeit aggressiv verhalten können. Mit etwas Glück pflanzen sich die Tiere im Terrarium fort. Das Männchen versucht mit einem so genannten Kreiseltanz dem Weibchen zu imponieren. Das Männchen läuft dann ganz enge Kreise. Ist das Weibchen paarungsbereit, darf sich ihr Verehrer in einer Halsfalte festbeißen und es über die so genannte Kloake befruchten.

Nach etwa drei Monaten schlüpfen aus den 15 bis 20 Eiern die rund acht Zentimeter großen Jungtiere. Im Gegensatz zu erwachsenen Tieren fressen die Jungen gerne Insekten wie Heuschrecken, Grillen oder Würmer. Später werden die Dornschwanzagamen jedoch zu Vegetariern und lieben vor allem eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Vitaminreiche Kost wie Salate, Löwenzahn und Spinat ist ebenso wichtig wie optimal zusammengestelltes Trockenfutter, dass Sie aus ihrem ZOO & Co. Fachmarkt erhalten können. Terrarienfreunde sollten darauf achten, dass die nordafrikanischen Arten der Dornschwanzagame eine Winterruhe benötigen. Diese kann ruhig drei Monate dauern. Dabei wird die Temperatur im Terrarium abgesenkt. Für den Tierliebhaber ist das Verhalten der Dornschwanzagamen nicht nur interessant zu beobachten, die Tiere sind auch wegen ihren unterschiedlichen Färbungen schön anzusehen. Gerade bei den Männchen sind die Farben besonders ausgeprägt und kräftig. Einige Arten wie die Geschmückte Dornschwanzagame haben Schuppen in roten, leicht bläulichen oder auch grünen Farben. Der Nordafrikanische Dornschwanz ist dagegen am Kopf eher dunkelgrau bis schwarz und weist am restlichen Körper eine braune bis rötliche Färbung auf. Die indische Dornschwanzagame fällt mit ihrer khaki- bis sandfarbenen Tönung auf.

Bei guter Pflege hat der Terrarienliebhaber lange Freude an seinen Dornschwanzagamen. Denn die Tiere werde meist zehn bis 20 Jahre alt, teilweise sogar noch älter.

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