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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Tipps zur richtigen Chamäleonhaltung Für Reptilienfreunde ist die Haltung eines Chamäleons anspruchsvoll und eine kleine Herausforderung. Eine richtige und artgerechte Haltung belohnt den Chamäleonliebhaber aber mit interessanten und faszinierenden Tieren. Terraristik-Anfänger sollten aber von der Chamäleonhaltung eher Abstand nehmen. Denn Haltungsfehler wirken sich bei Chamäleons recht schnell aus, so dass die Tiere sich unwohl fühlen und krank werden.

Insgesamt gibt es rund 160 Arten, die in unterschiedlichen Lebensräumen Zuhause sind. Terrarienfans sollten daher immer von ihrem Chamäleon wissen, welche Anspüche es an seine Umwelt stellt. Nur so kann das Terrarium optimal auf das farbwechselnde Reptil angepasst werden. Da alle Chamäleonarten über das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt sind, benötigt der Halter auch einen Herkunftsnachweis und muss die Haltung des Chamäleons bei der Behörde melden. Möchte man zum ersten Mal ein Chamäleon halten, bieten sich vor allem die Jemen- und Panther-Chamäleons an. Pflegefehler wirken sich bei ihnen nicht ganz so gravierend aus, wie bei anderen Arten. Hat man sich für eine Chamäleonart zur Haltung entschieden, sollte man beim Kauf grundsätzlich auf Nachzuchten zurückgreifen. Denn Wildfänge gehen aufgrund des Transportstresses und wegen bestehender Krankheiten oft schnell ein. Auch sollten nie zwei männliche Chamäleons zusammen gehalten werden. Diese würden sich sonst bis zum Tod bekämpfen. Möchte man gerne zwei Tiere halten, sollte ein Männchen und ein Weibchen bevorzugt werden. Es ist aber nie hunderprozentig sicher, dass das auch klappt. Mitunter harmoniert das Chamäleonpaar doch nicht miteinander, so dass unter Umständen eine Trennung erforderlich ist. Auf jeden Fall sollte das Terrarium schön groß und möglichst dicht bepflanzt sein. Mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten fühlen sich die Tiere wohl. Eine Vergesellschaftung mit anderen Reptilien ist nicht ratsam, da Chamäleons mit Stresssymptomen darauf reagieren.

Die richtige Terrariengröße hängt von der Größe des Tieres ab. Mit der Formel 4 x 2,5 x 4 (Länge x Tiefe x Höhe) kann die Mindestgröße für das Terrarium berechnet werden. Beträgt die Kopf-Rump-Länge des Chamäleons 25 cm, muss demnach das Terrarium eine Länge von 4 x 25 cm = 1 Meter; eine Tiefe von 2,5 x 25 cm = 62,5 cm und eine Höhe von 4 x 25 cm = 1 Meter aufweisen. Bei einer Paarhaltung sollte man die Terrariengröße um mindestens weitere 20 Prozent erhöhen. In einem Glas-Terrarium sollten die Seiten- und Rückwand mit Korkplatten beklebt werden. So spiegelt sich nicht das Abbild des Chamäleons, da sonst das Männchen im eigenen Spiegelbild einen Rivalen erkennt. Auf vielen Pflanzen wie Sukkulenten oder Ficus benjaminie sowie aus fingerdicken Ästen und getrockneten Lianen kann das Chamäleon schön herumklettern, denn schließlich sind die meisten Arten Baumbewohner. Bei Erdchamäleons und zur Eiablage sollte auch an eine bis zu 30 cm hohe Bodenschicht gedacht werden. Ein Trinknapf ist dagegen nicht nötig. Die Reptilien bevorzugen nämlich nur bewegtes Wasser. Das Terrarium sollte daher regelmäßig besprüht werden, so dass die Tiere die herunterlaufenden Wassertropfen auflecken können. Auch so genannte Tropftränken, die Tau und Regentropfen simulieren, sind zu empfehlen. Eine automatische Sprühanlage reguliert zudem die Luftfeuchtigkeit im Terrarium. Einige Arten haben zudem ein hohes Frischluftbedürfnis. Lüftungsgitter können hier die Luftzirkulation sicherstellen.

Unter natürlichen Lebensbedingungen sind Chamäleons vielen Sonnenstrahlen ausgesetzt. Daher muss auch im Terrarium für eine entsprechende Wärme gesorgt werden. Die durchschnittliche Sommertemperatur sollte bei 26 bis 28 Grad liegen. Einige Spotstrahler können Wärmeinseln von bis zu 35 Grad schaffen. Zusätzliche UV-Lampen ermöglichen es den Tieren, im Körper das lebenswichtige Vitamin D3 zu bilden. In der Nacht sollte die Temperatur je nach Herkunft auf 16 bis 20 Grad abgesenkt werden. Für die Ernährung ist abwechslungsreiches Reptilienfutter erforderlich. Vor allem fettarme Futtertiere wie Heimchen oder Heuschrecken sind zu empfehlen. Fettreiche Futtertiere wie Mehlwürmer und Rosenkäferlarven sollten nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen. Werden die Haltungstipps beherzigt, wird der Chamäleonfreund mit einem interessanten Tier belohnt. Da kann dann nicht nur beobachtet werden, wie das Tier mit seiner Schleuderzunge frisst, auch der Farbwechsel der Schuppenhaut fasziniert immer wieder von Neuem.

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