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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Schneckenbuntbarsche - Balz- und Brutverhalten Schneckenbuntbarsche leben sowohl in Uferbereichen als auch in tieferen Zonen des Sees. Die dort endemischen Arten kommen über sandigem oder schlammigem Grund bis in etwa 50 Metern Tiefe vor

Für viele Spezies ist es obligat, dass in ihrem Lebensraum leere Schneckengehäuse vorhanden sind. Diese stammen überwiegend von einer Neothauma- Art, die ebenfalls nur hier präsent ist. Ihre Leergehäuse werden als Bruthöhle oder als Rückzugsraum bei drohenden Gefahren genutzt. Da diese „Originalwohnungen“ hierzulande selten verfügbar sind, kann der Pfleger seinen kleinen Lieblingen auch Weinbergschneckenhäuser anbieten, die meist ohne Weiteres akzeptiert werden.

 

 

Fortpflanzungsstrategie


Exemplarisch für die Gruppe der Schneckenbarsche folgt eine Beschreibung des Fortpflanzungsverhaltens des Vielgestreiften Schneckenbuntbarschs (Neolamprologus multifasciatus), der nur im Südteil des Sees in Tiefen von ca. 10 Metern vorkommt. Die quirlige Art gehört zu den kleinsten Vertretern der Gattung und sogar der gesamten Cichlidenfamilie überhaupt. Die Männchen erreichen keine fünf Zentimeter Körperlänge und Weibchen bleiben sogar fast zwei Zentimeter kleiner.
Ein 60 cm Aquarium reicht für die Pflege einer Gruppe bereits aus.  Anspruchslose Aquarienpflanzen wie Anubias können gerne mit eingebracht werden. Wichtig für das Wohlergehen der Mini-Barsche ist aber nur das Vorhandensein von genügend Schneckenhäusern und einer ausreichend hohen Sand oder sehr feinen Kiesschicht. Die Tiere schieben die Gehäuse so lange hin und her und graben sie teilweise ein, bis sie endlich mit deren Anordnung zufrieden sind. Je mehr Schneckenhäuser vorhanden, umso geringer ihre Bauarbeiterambitionen. In der Natur können bei genügender  Schneckenhausdichte bis zu 150 Individuen auf einem Quadratmeter Sandfläche siedeln. Bald werden kleine Reviere besetzt, wobei bei dieser Art Männchen und Weibchen getrennte Behausungen bevorzugen.  Das Männchen laicht gleichzeitig mit mehreren Weibchen ab und verteidigt auch deren Reviere gegen Eindringlinge. Bei der Balz lockt das nun etwas dunkler gefärbte  Weibchen seinen Partner ans Schneckenhaus und verschwindet zur Eiablage ganz darin. Die etwa 20 Eier werden vom Männchen von außerhalb der Höhle besamt. Nur das Barschweibchen bewacht das Gelege und fächelt Frischwasser hinein, bis nach gut einer Woche die Jungtiere am Höhleneingang erscheinen.
Diese fressen sofort Artemia-Nauplien. Nach und nach entfernen sie sich immer weiter vom Schneckenhaus, kehren aber flink in dieses zurück, wenn  vermeintliche Gefahr droht. Im Artaquarium sind die Jungfische nahezu ungefährdet, da es gewöhnlich nicht zu Übergriffen kommt. 

Allgemeine Pflegeansprüche

Schneckenbuntbarsche stellen an die Wasserwerte im Aquarium keine  gehobenen Ansprüche. Ein härteres Leitungswasser mit leicht alkalischem pH-Wert und einer Temperatur zwischen 24 °C und 27 °C erweist sich als gerade recht. In den meisten Haushalten fließt solch ein Wasser ohnehin aus dem Hahn. In der Natur ernähren sich die meisten Arten von vorbeitreibenden
Nahrungspartikeln und Planktonorganismen. Bei der Fütterung im Aquarium gibt es kaum Probleme, denn fast alle nehmen jede Art von Trockenfutter an. Natürlich fördert die Gabe von Frost- oder Lebendfutter die Laichbereitschaft und Vitalität der Fische. Im Freiland benötigen 15 der weiteren  Schneckenbarsch-Spezies partout Schneckenhäuser zur Vermehrung, die übrigen 12 Arten nehmen ähnlichwie N. multifasciatus auch mit Spalten und Hohlräumenzwischen dem Gestein vorlieb.

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