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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Schlau, schlauer, Welli Intelligenzförderung bei Wellensittichen

Mit etwas Geduld können die australischen Piepmätze eine Menge lernen
Schon mal von Intelligenzförderung bei Wellensittichen gehört? Sie meinen, das klingt etwas übertrieben? Stimmt nicht ganz - die kleinen Luftpiraten sind, wie viele andere Papageienarten auch, ziemlich gelehrig. Vor allem aber haben sie eine Riesenfreude daran, neue Dinge auszuprobieren, und freuen sich über jede Herausforderung.Am Anfang stand Herrchen auf dem Schlauch. Alle Skatkarten, die am Vorabend auf dem Tisch liegen geblieben waren, lagen rundherum verteilt auf dem Boden. Es konnten nur Pingo und Poldi gewesen sein - doch würden Wellensittiche wirklich jede einzelne der 32 Karten mit dem Schnabel zum Tischrand schleifen, um sie anschließend auf den Boden segeln zu lassen? "Natürlich - die zwei haben irgendwann festgestellt, wie schön die Karten fliegen, und von da an machen sie das immer wieder", sagt Christoph Lipphardt, bei ZOO & Co. Fachmann für den Bereich Vögel und Nager. "Es ist ein völlig normales Verhalten, dass Wellensittiche Spielkarten anknabbern und irgendwann herumdrehen oder auch vom Tisch segeln lassen. Immerhin sind sie ganz schön neugierig."

Auch Herrchen war neugierig geworden. Was trieb die Piepmätze an? Als er die Frage in seiner Zoohandlung stellte, entwickelte sich sofort ein angeregtes Gespräch mit den anderen Welli-Haltern unter den Kunden. Und nun wurde es erst richtig spannend: Was die Menschen sich für ihre geliebten Tiere alles einfallen ließen! "Clickertraining!", rief gleich einer der Kunden. Tatsächlich? Das geht mit Wellis? "Und wie!", versicherte er und begann zu berichten. "Ganz wie bei Hunden funktioniert das Clickertraining auch bei Wellis", bestätigt Christoph Lipphardt und schränkt lachend ein: "Mit dem Unterschied, dass die kleinen Flieger schneller satt sind als Hunde." Wie man das Clickern angeht? Ganz einfach: Zeigt der Vogel das gewünschte Verhalten, clickt man und gibt ihm ein Leckerli - je nach Vorliebe einen Bissen Apfel, ein Stückchen Salat oder Ähnliches. Das gilt für viele Aktionen des Wellis - Rolle vorwärts oder rückwärts auf der Schaukel, auf die Hand kommen, Leiter hoch- oder herunterklettern, über die Hand laufen ... den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Nach einer Weile muss man nicht mehr zum Leckerli greifen, um dem Vogel zu signalisieren, dass er etwas "richtig" gemacht hat. Und nun kann es losgehen! Wer in seiner Zoohandlung fragt oder im Internet in Vogelforen stöbert, findet dort die tollsten Ideen! Manche Halter bringen ihren Wellis bei, unterschiedliche Farben auseinanderzuhalten; andere trainieren sie nach Zahlen, so dass die Tiere lernen, Punkte von 1 bis 6 zu unterscheiden. Das geht! Man braucht sechs Futternäpfchen und legt auf jedes eine kleine Pappe, die mit Punkten von 1 bis 6 versehen ist. Nun beginnt man, Kommando zu geben: Eins! Drei! Fünf! Erstaunlicherweise haben Tests ergeben, dass die Vögel schließlich zum richtigen Näpfchen stapfen, auch wenn die Punkte beim nächsten Mal anders aufgemalt wurden. Soll heißen, die Wellis merken sich nicht nur einfach ein Punktemuster, sondern "zählen" richtiggehend.
"Es ist viel Geduld nötig", sagt Christoph Lipphardt, aber der Fachmann macht auch Mut. So ist es beispielsweise für den großen Erfolg nicht zwingend, einen einzelnen Welli zu trainieren - was ohnehin keine artgerechte Haltung wäre. "Auch wenn die Wellensittiche Partner haben, nehmen sie trotzdem jede Abwechslung gerne an. Es gibt immer Phasen, in denen sie nicht paarweise herumturteln." Zeit also, es mit Farben, Formen und Zahlen zu versuchen - dem Welli mit seinem ausgewiesenen Spieltrieb wird's sicherlich Spaß machen.

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