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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Reptilien richtig Überwintern Für Schildkröten, Schlangen und Echsen aus kälteren Regionen gehört eine mehrmonatige Winterruhe zu ihrem natürlichen Lebensablauf! Aber auch Reptilien aus wärmeren Gebieten treten gern etwas kürzer.

Vorbereitung auf die Winterruhe

Wer hält schon einen Winterschlaf, wenn er in Florida wohnt? Schließlich ist es dort auch in der kühleren Zeit immer noch relativ warm. Doch für  sonnenverwöhnte Reptilien, deren Körpertemperatur mit der  Umgebungstemperatur sinkt, sind 15–20 Grad eben etwas knapp bemessen. Da gönnt sich auch eine Florida-Rotbauchschildkröte für zwei bis drei Monate
eine kleine Pause und schränkt ihre Aktivitätsphasen deutlich ein. Nicht viel anders sehen dies Bartagamen, Leopardgeckos und Kornnattern. Bei  entsprechenden Vorkehrungen im Terrarium kann es sein, dass die Tiere mehrere Wochen oder gar Monate nicht mehr zu sehen sind. Während es bei Tieren aus milden Regionen unterschiedliche Ansichten über die Notwendigkeit einer Winterruhe gibt, sind sich bei Reptilien aus kühlen Gebieten alle einig: Im Interesse der Tiere sollte diese auf alle Fälle durchgeführt werden! Sie ist im physiologischen Lebensablauf der Tiere vorgesehen – und sorgt unter anderem für ein korrektes Wachstum, einen ausgewogenen Hormonhaushalt und ein intaktes Immunsystem. Züchter wissen dies, weshalb es für sie  selbstverständlich ist. Aber natürlich gilt dies für alle Tiere, denn wird die Winterruhe ausgelassen, sinkt ihre Lebenserwartung!
Einige Wochen bevor die Winterruhe beginnen kann, sollten Sie erst einmal einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen, denn nur gesunde Tiere dürfen „überwintern“. Kranke, untergewichtige oder trächtige Reptilien sollten besser wach bleiben. Sollte die Kotuntersuchung aufgezeigt haben, dass das Tier unter einem Parasitenbefall leidet, ist jetzt noch ausreichend Zeit für eine Behandlung.
Denn anschließend muss das Tier noch mindestens zwei Wochen aktiv sein, um Nahrung  aufzunehmen und Kot auszuscheiden, mit dem abgetötete Parasiten  ausgeschieden werden. Bei Jungtieren gehen die Meinungen ähnlich auseinander wie bei Tieren aus milden Regionen. Die einen sind gegen eine Winterruhe, die anderen dafür. Geht man vom natürlichen Lebensraum aus, spricht eigentlich alles dafür, schließlich bleibt ja auch Jungtieren gar keine andere Wahl. Bedenkt man den oftmals viel zu großen oder deformierten Panzer junger Schildkröten oder die verkrümmte Wirbelsäule von Echsen aufgrund unnatürlicher Wachstumsschübe durch fehlende Überwinterung, dann ist die Entscheidung eigentlich klar. Doch am besten fragen Sie Ihren ZOO & Co. Fachhändler oder Ihren Tierarzt, welche Empfehlung er für das jeweilige Tier abgibt.

Einleiten der Winterruhe

Egal ob Sie die Tiere auf eine Winterruhe im Kühlschrank, Freiland oder lediglich auf eine ruhigere Phase im Terrarium vorbereiten – die Maßnahmen dafür sind sehr ähnlich: Als Erstes erfolgt die Untersuchung beim Tierarzt. Ist das Tier gesund, kann zu gegebener Zeit die Winterruhe eingeleitet werden. Dazu wird stufenweise die Beleuchtungsdauer und die Temperatur herabgesetzt. Im Terrarium manuell, in der Natur natürlich. Damit einher geht normalerweise, dass die Tiere ganz automatisch weniger fressen. Keinesfalls sollte man „es gut meinen“ und die Tiere einen Winterspeck anfressen lassen, indem man ihnen besondere Leckereien vorsetzt. Das Gegenteil ist der Fall: Sie sollen nun immer
weniger fressen und die Nahrungsaufnahme schließlich ganz beenden. Gerade bei Kornnattern kommt es aber auch während der Winterruhe immer wieder vor, dass sie etwas trinken möchten, weshalb eine Wasserschale immer  angeboten und alle paar Tage durch Frischwasser ersetzt werden sollte. Das Überwintern kann je nach Tierart und Variante mehrere Monate betragen. Denn der Energieverbrauch ist nun auf ein Minimum heruntergesetzt, während bei einer Überwinterung immer die Gefahr besteht, dass die Tiere zwar keine Nahrung aufnehmen, aber dennoch relativ viel Energie verbrauchen.

Überwinterung im Terrarium

Bevor Sie die Winterruhe im Terrarium einleiten, sollten Sie sich überlegen, wo Sie das Terrarium platzieren. Es kommt darauf an, welche Überwinterungstemperatur das jeweilige Tier benötigt und welche Temperaturen herrschen. In der Natur gibt es der Herbst und Winter vor, in der Wohnung kommt es auf die Räumlichkeit an. Ein Wohnzimmer eignet sich nur im äußersten Notfall, und dann auch nur für eine „warme“ Überwinterung. In  diesem Fall werden Licht und Heizung für vier bis sechs Wochen reglementiert
bzw. abgeschaltet. Bei Temperaturen um die 17 Grad wird der Stoffwechsel herabgesetzt, aber die Tiere bleiben noch einigermaßen aktiv. Weit besser ist eine Überwinterung im Keller oder Abstellraum. Dort sind die Temperaturen niedriger und die Tiere können eine „kalte“ Überwinterung vollziehen. Für beide Varianten gilt: Reinigen Sie das Terrarium, erneuern Sie die Einstreu.  Reduzieren Sie die Brennzeit der Beleuchtung Stück für Stück und schalten Sie
je nach Tierart die Beleuchtung komplett aus. Nun ist das Terrarium und auch das Tier bereit für die Winterruhe.

Überwinterrung im Kühlschrank

Für viele mag es sich komisch anhören, aber die sicherste Methode zur  Überwinterung von Reptilien ist der Kühlschrank! Das gilt natürlich nur für diejenigen Arten, die aus entsprechend kalten Regionen mit winterlich  anmutenden Temperaturen stammen. Dazu gehören sowohl im Wasser lebende Tiere wie die Europäische Sumpfschildkröte als auch die Griechische  Landschildkröte oder der Halsbandleguan. Sie überwintern am besten in einer
Box oder einem kleinen Becken. Dieses kann zwar auch im Keller oder einem kühlen Zimmer aufbewahrt werden, deutlich gleichmäßigere Temperaturen herrschen aber in einem Kühlschrank. Je nach Anforderung der Tiere wird dieser auf vier bis 15 Grad eingestellt. Sicherheitshalber sollten Sie die Temperatur immer mit einem, besser zwei Thermometern an verschiedenen Stellen im Kühlschrank überwachen. Wasserschildkröten werden in einem Becken  überwintert, dessen Wasserinhalt den Körper des Tiers gerade bedeckt. Ein kleiner Landteil mit der Möglichkeit, sich einzugraben, sollte ebenfalls vorhanden sein. Auch Landschildkröten verkriechen sich gern. Geeignet ist zum Beispiel Buchenlaub und stets leicht feucht zu haltendes Sphagnum-Moos.

Überwintern im Freiland


Sowohl bei Wasser- wie auch Landschildkröten ist je nach Art eine Überwinterung im Freiland möglich. Doch diese birgt einige Gefahren, weshalb sie nur bedingt zu empfehlen ist. Prinzipiell ist sie zwar die natürlichste
Überwinterungsform, doch Sie haben keinerlei Kontrolle über die Tiere.  Während Schildkröten in Boxen regelmäßig begutachtet und gewogen
werden können, ist dies im Freiland nicht möglich. Eine Europäische  Sumpfschildkröte ist aber durchaus in der Lage, in einem genügend großen und tiefen (mindesten 1,30 m) Gartenteich zu überwintern. Ihr Jahreszyklus regelt sich dann von ganz allein. Schwieriger gestaltet sich die Überwinterung von
Landschildkröten. Auch sie wissen prinzipiell, wann es Zeit wird, sich für die Überwinterung im Boden einzugraben. Doch Klimaschwankungen können zum
einen dazu führen, dass die Schildkröten immer wiederaufwachen und wertvolle Energie verbrauchen, zum anderen können sie aufgrund zu niedriger  Temperaturen Erfrierungen erleiden. Eine weitere Gefahr sind natürliche Räuber wie Ratten, Füchse oder andere Fressfeinde, die die wehrlosen Tiere anfressen. Aus diesem Grund ist eine Freilandüberwinterung nur zu empfehlen, wenn sie in einem Schutzhaus stattfindet und der darunter liegende Boden von einem
bis in etwa 50 cm Tiefe reichenden Drahtgeflecht geschützt ist.

Gesundheitscheck während der Winterruhe

  • Kontrollieren Sie regelmäßig das Gewicht der Tiere, denn es sollte so gut wie kein Gewichtsverlust stattfinden!
  • Überprüfen Sie, ob die Tiere z. B. eingesunkene Augen oder feuchte Nasenlöcher aufweisen.
  • Wasserschildkröten dürfen keinen weichen oder geröteten Bauchpanzer aufweisen.
  • Beachten Sie, dass auch kälteresistente Tiere keine Temperaturen unter zwei Grad vertragen!
  • Öffnen Sie täglich einmal kurz den Kühlschrank, um für Sauerstoffzufuhr zu sorgen.
  • Achten Sie darauf, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig ist.
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