Diese Website verwendet Cookies für ein optimales Surferlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang der Seite eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden

Nie wieder verpassen: exklusive Angebote und Neues aus der Tierwelt!

Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Kleiner Knirps - die afrikanische Zwergmaus Beim ersten Anblick mag man es kaum glauben, aber bei den Afrikanischen Zwergmäusen, die gerade mal 5 Zentimeter lang sind, handelt es sich um echte Lebewesen! Es ist schon bemerkenswert, dass sich ein so kleines Säugetier in der Natur durchsetzen konnte. Den Zwergmäusen ist dies jedoch hervorragend gelungen, wie nicht zuletzt ihr großes Verbreitungsgebiet in freier Wildbahn zeigt ...

Zwergmäuse in freier Wildbahn

Die Heimat der Afrikanischen Zwergmaus, die oftmals auch als Knirpsmaus bezeichnet wird, ist ganz Afrika südlich der Sahara. Sie bevorzugt offene Busch- und Steppenlandschaften, kommt jedoch als Ernteschädling auch in der Nähe menschlicher Ansiedlungen vor. Grundbedingung für das Vorkommen der Zwergmaus ist Wasser, in dessen Nähe sie sich stets aufhält. In ihrem Habitat lebt die Zwergmaus in Familiengruppen, die meist aus einem adulten Paar und deren Jungtieren bestehen. Sie halten sich unterhalb der Grasdecke bzw. innerhalb der Grasschicht auf. Einige Forscher berichten ebenfalls von ausgedehnten Gangsystemen, die knapp unter der Grasnarbe angelegt werden.

Würfe kommen über das ganze Jahr verteilt vor und sind nicht von der Regenzeit abhängig. Die Tragzeit beträgt etwa 20 Tage, nach denen 2–8 Junge zur Welt kommen, die vollkommen nackt sind., Nach 6–8 Tagen beginnt das Fell zu wachsen, mit ca. 12 Tagen öffnen die Jungen die Augen. Mit 16–18 Tagen ist das gräuliche Jugendfell vollständig, welches später in das braune Adultfell umwechselt. In freier Wildbahn erreichen Knirpsmäuse ein maximales Alter von 2 Jahren.

Eine Maus ist keine Maus


Zwergmäuse sind sehr soziale Tiere, die den Kontakt zu Artgenossen unbedingt benötigen, um ihr natürliches Verhalten ausleben zu können. Deshalb sollten sie mindestens paarweise gehalten werden. Wer keinen Nachwuchs haben möchte, sollte auf gleichgeschlechtliche Tiere zurückgreifen, wobei sowohl Männchen- als auch Weibchengruppen möglich sind. Gerade Anfänger sollten aber mit kleineren Gruppen von maximal vier Tieren beginnen, da es in größeren Gruppen auch schon einmal zu Auseinandersetzungen kommen kann, die das Eingreifen des Halters erfordern.

Nicht nur für die innerartliche Interaktion, auch für den Energiehaushalt sind Artgenossen wichtig. Zwergmäuse haben aufgrund ihrer geringen Größe eine äußerst ungünstige Energiebilanz. Deshalb kuscheln sie sich in ihren Nestern eng zusammen und schaffen ein geeignetes Mikroklima. Aus diesem Grund sollten die Nester der Tiere auch nur im Notfall geöffnet werden, weil dadurch das von den Tieren geschaffene Klima zerstört wird.

Auch die Umgebungstemperatur ist für die Winzlinge besonders wichtig. Je höher diese ist, desto weniger Energie müssen die Mäuse verschwenden, um ihre Körpertemperatur konstant zu halten. Deshalb ist eine Haltungstemperatur von 21–27 °C unbedingt einzuhalten. Bei niedrigeren Temperaturen verlieren die Mäuse zu viel Energie, sodass es dauerhaft zu Unterkühlung kommen kann. Außerdem dürfte bei zu kalter Haltung die Lebensdauer der Tiere rapide absinken.

Knirpsmäuse in Menschenobhut


Aber nicht nur in der freien Wildbahn, auch in Menschenobhut haben die Winzlinge inzwischen eine weite Verbreitung gefunden. Und die Zahl der Liebhaber, die von den possierlichen Nagern im Westentaschenformat begeistert sind, steigt ständig, denn bei richtiger Pflege sind sie interessante Heimtiere, die ihren Halter mit einem reichen Verhaltensrepertoire erfreuen. Vor der Anschaffung sollte jedoch bedacht werden, dass Zwergmäuse eine Vielzahl von Ansprüchen stellen, um sich wohl zu fühlen.

Aufgrund ihrer geringen Größe benötigt die Zwergmaus keine riesigen Unterkünfte. 60 x 40 x 40 cm (L x B x H) sind für die Haltung von einem Paar ausreichend. Käfige scheiden für die Unterbringung von Zwergmäusen aus, da sie durch den großen Abstand zwischen den Gitterstäben jederzeit entkommen könnten. Besser geeignet sind Terrarien oder alte, ausgediente Aquarien, die oben mit einem Gitterdeckel (0,5 x 0,5 cm Maschenweite) abgedeckt werden. Als Einstreu eignet sich handelsübliche Kleintierstreu, besser ist jedoch eine Mischung aus Terrariensand und -erde, die dem natürlichen Bodengrund näher kommt. Zusätzlich sollte eine Schicht Heu oder Stroh gereicht werden. Da Zwergmäuse kaum graben, ist eine Schichtdicke von 5 cm vollkommen ausreichend. Zusätzlich kann den Mäusen auch noch Zellstoff, Toilettenpapier o. Ä. gereicht werden, mit dem sie ihre Nester auspolstern können. Auch die Gabe von Hundehaaren hat sich bewährt.

Zur Einrichtung des Geheges eignen sich Wurzeln oder stärkere Äste, mit denen sich die Unterkunft der Mäuse strukturieren lässt und die den Tieren Möglichkeiten zum Klettern bieten. Diesen Zweck erfüllen auch größere Steine oder Rindenstücke.

Die Ernährung

Je kleiner ein eigenwarmes Lebewesen ist, desto höher ist sein Energiebedarf. Deshalb sollte den Zwergmäusen immer ausreichend Futter zur Verfügung stehen. Dabei sollte man jedoch nicht den Fehler machen, zu fettreiche Sämereien zu verfüttern, da es sonst leicht zur Verfettung der Zwergmäuse kommt. Die Folge sind Organschäden, die über kurz oder lang zum Tod der Tiere führen. Das Grundfutter der Zwergmäuse sollte deshalb aus Hirse, Glanz, Hafer und ähnlichen Getreiden bestehen. Bewährt hat sich eine Mischung aus Wellensittichfutter und Kanarienfutter mit Wildsämereien.

Allein durch das Grundfutter kann der Eiweißbedarf der Zwergmäuse aber nicht gedeckt werden. Wird kein zusätzliches Eiweiß gereicht, kann es zu Schwanzanfressen oder sogar Kannibalismus kommen. Deshalb sollte Lebendfutter den Speiseplan der Zwergmäuse regelmäßig erweitern. Bestens geeignet sind kleine Heimchen oder frisch gehäutete Mehlwürmer.

Den Vitaminbedarf der Knirpsmäuse kann man mit der Gabe von Obst und Gemüse decken. Leider ist die Akzeptanz von Grünfutter bei den Zwergmäusen eher gering. Zwar gibt es immer wieder Tiere, die Obst und Gemüse gerne fressen, der Großteil der Zwergmäuse lässt Grünfutter jedoch links liegen. Dennoch sollte man den Tieren regelmäßig Grünfutter anbieten, da sich die Ernährungsgewohnheiten der Tiere u. U. radikal ändern können. Außerdem gibt es saisonale Schwankungen in den Ernährungsgewohnheiten der Tiere.

Da das Futter nicht nur der Ernährung, sondern auch der Beschäftigung dient, sollte es regelmäßig leichte Änderungen im Speiseplan geben. Kolbenhirse, halbreife Sämereien oder Haferflocken sind hierfür die geeigneten Ergänzungsfuttermittel. Die Gabe von milchfreier Babynahrung oder Insektenfutter (Ziervogelernährung) kann zusätzlich die Eiweißversorgung der Tiere sicherstellen.

Auf keinen Fall darf den Zwergmäusen Wasser fehlen, da es bei Wassermangel zu Kannibalismus kommen kann. Durch das Töten und Auffressen von Artgenossen versuchen die Tiere, ihr Flüssigkeitsdefizit auszugleichen. Aufgrund der geringen Größe der Knirpsmäuse sollte das Wasser in kleinen, möglichst flachen Schalen gereicht werden, da die Mäuse kaum die Kraft haben, sich aus den handelsüblichen Nippeltränken zu bedienen.

Fazit


Knirpsmäuse sind liebenswerte Haustiere, die bei artgerechter Pflege interessante Einblicke in ihren Mikrokosmos gewähren und für so manch unterhaltsame Stunde sorgen können.

Copyright 2016 ZOO & Co. Kontakt | Newsletter | ZOO & Co. | Franchise | Presse | Impressum