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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Katzenaugen – im Dunkeln ist gut Funkeln Von den geheimnisvollen Augen der Katzen waren bereits die alten Ägypter fasziniert. Diese Faszination hält bis heute an – nicht nur wegen der Schönheit des Katzenblicks, sonders weil Katzenaugen über ganz besondere Fähigkeiten verfügen.

Das hat jeder von uns schon einmal erlebt: In einer dunklen Winternacht leuchten plötzlich im Licht der Scheinwerfer am Straßenrand zwei große Augen auf. Katzenaugen! Nicht umsonst sind sie Namenspate für die Reflektoren etwa an Fahrrädern. Das Prinzip von beiden ist dasselbe. Im Auge der Katze liegt direkt hinter der Netzhaut eine Zellschicht, die man „Tapetum lucidum“ nennt, übersetzt „Leuchttapete“ oder „leuchtender Teppich“. Es handelt sich dabei um eine Art Spiegel, der das Licht bündelt und zurückwirft. Auf diese Weise können die Sehzellen von Katzen das wenige Licht doppelt nutzen – und funkeln uns im Dunkeln an.

 

 

Besonders lichtempfindlich

 

Aber das ist noch längst nicht alles: In der Dunkelheit weiten sich die Katzenpupillen und werden kreisrund, um alles verfügbare Licht aufzufangen. Zum Vergleich: Katzenpupillen können sich dreimal so weit ausdehnen wie menschliche Pupillen. Außerdem sorgt im Katzenauge eine äußerst hohe Dichte an visuellen Rezeptoren (auch bekannt als Sehstäbchen) dafür, dass die Netzhautzellen besonders lichtempfindlich sind. In Summe sehen Katzen in der Dunkelheit um bis zu 60 Prozent besser als wir. Allerdings benötigen auch sie dafür zumindest ein bisschen Licht. In absoluter Dunkelheit ist auch die Katze blind und verlässt sich statt der Augen auf ihren Geruchssinn, ihre Ohren und die empfindlichen Schnurrhaare, um sich fortzubewegen.

Die enormen Nachtsicht-Fähigkeiten der Katze gehen darauf zurück, dass die Samtpfoten in der Dämmerung und nachts jagen. Auch andere Tiere, die in freier Natur gerne in der Dämmerung unterwegs sind, verfügen über die leuchtenden Augen, beispielsweise Rehe, Krokodile, und Igel. Von ihnen unterscheidet sich die Katze durch die Ausrichtung des Augenpaares. Wie beim Menschen sind auch bei der Katze die Augen nach vorne ausgerichtet. Der Sichtwinkel beträgt 200 bis 220 Grad. Die nach vorne gerichteten Augen haben einen großen Vorteil, denn dadurch entsteht eine starke Überschneidung der Sehachsen, was zu einem besseren räumlichen Sehvermögen und besseren Jagdergebnissen führt. Weil die Pupillen sich jedoch nur geringfügig nach rechts oder links ausrichten können, muss die Katze den Kopf drehen, wenn sie seitlich etwas sehen möchte.

 

 

Lieblingsfarbe: Blau

 

Katzenaugen können in der Dämmerung bei der Jagd auch kleinste Bewegungen wahrnehmen und sehen aus der Entfernung ziemlich gut. Man geht davon aus, dass eine Katze bei zwei herannahenden Menschen aus 100 Metern Entfernung ihren Halter ausmachen kann. Allerdings erkennt sie kleine Details nicht so gut und kann Farben nicht so gut auseinanderhalten wie wir Menschen. Dennoch verfügen Katzen über eine Lieblingsfarbe, und zwar Blau. An der Universität Mainz hat man dazu eine Studie mit 2000 Versuchen gemacht. Dabei entschieden sich 95 Prozent der Katzen bei der Wahl zwischen Blau und Gelb für Blau, um an ihr Futter zu kommen.

 

 

Gute Laune, schlechte Laune

 

Katzen sind also „Augentiere“ – im Unterschied zu Hunden, die nicht umsonst Spürnasen genannt werden. Die Augen unserer Samtpfoten sagen aber nicht nur etwas über deren Sehvermögen, sondern auch über ihre Stimmung aus. Etwa die Neugier beim Spiel, wenn die Pupillen riesig werden und die Katze, ohne zu blinzeln und mit steil nach vorne gerichteten Ohren, den Weg ihrer Beute verfolgt. Allerdings können große Pupillen auch auf Angst hinweisen, zu schmalen Schlitzen zusammengezogene Pupillen hingegen deuten auf Angriffslust. Natürlich ziehen sich die Pupillen auch bei starkem Lichteinfall zusammen – und zwar so eng, dass eine Katze sogar in die Sonne blicken kann, ohne blinzeln zu müssen. Aber mit dem Blinzeln der Katze hat es ohnehin eine Besonderheit, denn das Katzenauge verfügt über drei Augenlider. Das untere ist unbeweglich, während das obere sich schließt und öffnet. Darunter aber liegt noch ein drittes Lid, die Nickhaut, die den Augapfel immer mit genügend Tränenflüssigkeit versorgt. Deshalb können Katzen uns mit ihren schönen Augen anschauen, ohne zu blinzeln. Und das ist ein weiterer Punkt, warum wir von ihrem Blick fasziniert sind.

 

 

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