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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Hypo-Hunde Frühwarnsystem für Diabetiker

Bella von den Maiglöckchen ist eine ganz besondere Wolfsspitzhündin. Mit ihrer sensiblen Hundeschnauze erkennt sie, ob bei ihrem an Diabetes erkrankten Herrchen Unterzuckerung droht. Dem Tier diese spezielle Fähigkeit anzutrainieren, hat sehr lange gedauert, doch der Erfolg ist beeindruckend und stößt bundesweit auf großes Interesse.

Seit seinem zwölften Lebensjahr ist Dr. Felix Müller Diabetiker. Er leidet am Typ-1-Diabetes- das bedeutet, dass sein Körper das Hormon Insulin nicht selbst herstellt. Stets schwebt er deshalb in der lebensbedrohlichen Gefahr einer akuten Unterzuckerung. In 2007 zog ein kleiner Wolfsspitzwelpe bei Familie Müller ein. Was lag da näher, als zu versuchen, das Welpenmädchen "Bella von den Maiglöckchen" zum Hypo-Hund (von "Hypoglykämie", Unterzucker) auszubilden? Einen Versuch war es wert - und es sollte ein voller Erfolg werden."

In Amerika werden schon länger Hunde eingesetzt, um die Gefahr der Unterzuckerung rechtzeitig zu erkennen, aber in Deutschland sind Hypo-Hunde bisher noch weitgehend unbekannt", sagt Anna Sophie Müller. Die Ausbildung basiert darauf, dass der menschliche Körper bei Unterzucker über feinste Aerosole einen eigenen besonderen Geruch abgibt, den der Hund mit seinem ausgeprägten Geruchssinn erkennen kann. Und so machten sich Bella und ihre Menschen an die Arbeit. Die Wolfsspitzdame lernte beispielsweise bereits im Welpenalter, aus verschiedenen T-Shirts jenes herauszufinden, das Herrchen bei Unterzucker getragen hatte.

 

Ein Hypo-Hund muss wesensfest und lernfreudig sein

 

"Nicht alle Hunde eignen sich zum Hypo-Hund", sagt Anna Sophie Müller dazu, "Voraussetzung ist, dass der Hund wesensfest und lernfreudig ist. Er darf nicht aggressiv sein, sondern sollte vielmehr dem Menschen gefallen und ihn beschützen wollen." Das tut Bella. Wenn sich bei Herrchen Unterzucker ankündigt, macht sie sich durch Kratzen der Pfote an seinem Bein bemerkbar und weicht ihm nicht mehr von der Seite - es sei denn, um ein Beutelchen mit Traubenzucker zu holen. Darin befindet sich neben dem Traubenzucker auch ein Leckerli für Bella, denn schließlich soll die Aufgabe Spaß machen."Bellas Trefferquote liegt bei über 90 Prozent", sagt Anna Sophie Müller. Natürlich könne man von einem Hypo-Hund nicht erwarten, dass er den Menschen zu 100 Prozent schützt - der Diabetiker wird weiterhin selbst auf sich achten und die Verantwortung für seine Gesundheit tragen. Aber Felix Müller fühlt sich in Begleitung von Bella sehr viel sicherer und seine Lebensqualität hat sich um ein Vielfaches erhöht, weil er die treue Hündin neben sich weiß.

 

Ausbildung dauert 15 Monate

 

Mittlerweile bietet Anna Sophie Müller die Ausbildung von Hypo-Hunden in Kursen an. Die zehn Wochenendmodule der Ausbildung erstrecken sich über gut 15 Monate. Die enge Beziehung, die sich zwischen Halter und Hypo-Hund entwickeln soll, setzt voraus, dass beide teilnehmen. "Leider treibt die Begeisterung für das Thema mittlerweile merkwürdige Blüten", muss die Fachfrau feststellen. "Mittlerweile gibt es Angebote von "fertig ausgebildeten" Hypo-Hunden. Damit ist es aber nicht getan - Hypo-Hunde lassen sich nicht kommerzialisieren. Sie müssen mit viel Fachkenntnis ausgebildet werden, mit Sachkunde sowohl zum Hunde-Lernverhalten als auch zu Diabetes und Pädagogik. Und der Halter sollte auf jeden Fall bei der Ausbildung dabei sein.

"Das Training sollte auch nach der abgeschlossenen Prüfung als Hypo-Hund in regelmäßigen Abständen fortgesetzt werden. Der Hund lernt nicht nur, Unterzucker anzuzeigen; er bringt auch Traubenzucker oder ein süßes Getränk und kann sogar lernen, einen Notrufknopf zu aktivieren und eine Hilfsperson zu alarmieren. Weil diese Fälle hoffentlich selten vorkommen, gilt es, sie weiterhin zu üben - die Tiere freuen sich über die Herausforderung, und den Menschen gibt es das gute Gefühl, einen verlässlichen Partner an ihrer Seite zu haben, der auf sie aufpasst.

 

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