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Die Unzertrennlichen – Ein Leben lang verliebt Pfirsich-, Ruß-, Rosen- und Schwarzköpfchen sind die farbenfrohsten Unzertrennlichen – und der Name ist Programm: Denn die kleinen afrikanischen Papageien leben in strenger Einehe, ihre Partnerschaft währt meistens das ganze Leben und damit 12 bis 16, in Ausnahmefällen sogar 20 Jahre…

Zu Ehren seines Entdeckers Dr. Gustav A. Fischer wurde das Pfirsichköpfchen Agapornis fischeri (Fischers Unzertrennlicher) getauft. Fischer hatte die Art auf seiner Expedition zum Viktoriasee (1877-1879) entdeckt. Dabei war der Mediziner auch auf das Schwarzköpfchen (Agapornis personata) gestoßen, das wie das Pfirsichköpfchen in den 1920er-Jahren erstmals nach Europa gelangte, wo beide Arten erfolgreich nachgezüchtet wurden. Bald entstanden viele Farbmutationen. Schon viel früher traten Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis) ihre Reise in die „Alte Welt“ an, nämlich ab 1860. Auch von dieser Art werden seitdem viele Farbschläge angeboten. Bei den Rußköpfchen (Agapornis nigrigenis) sind heute kaum noch reinerbige Vertreter existent: Erstmals 1907 importiert, wurden sie (zu) oft mit anderen Unzertrennlichen gekreuzt.

Bestechende Farbenpracht Übrigens lassen sich die Liebesvögel auch in ihrer festen Beziehung nicht „gehen“, sondern betören weiterhin mit einem bunt leuchtenden Gefieder, bei dem die Farben Grün und Gelbgrün besonders auffallen. Intensive Akzente setzen – dem jeweiligen Artennamen entsprechend vor allem am Köpfchen – Rot, Orange, Pfirsich, Grau, Gelb, Blau und Schwarz. Ein weißer Augenring betont bei einigen Arten die schalkhaften Augen. Ob Männchen oder Weibchen lässt sich äußerlich kaum bis gar nicht unterscheiden. „Sie“ ist etwas schwerer, was bei rund 50 Gramm pro Agaporniden aber kaum ins Gewicht fällt.

Die Unzertrennlichen sind – wie ihr Name eben sagt – sehr sozial und dürfen nur paarweise gehalten werden (gleich- oder getrennt geschlechtlich), auch kleine Schwärme sind möglich. Ein wenig Vorsicht ist bei Rosen- und Schwarzköpfchen geboten: Erstere sind verglichen mit anderen Liebesvögeln etwas streitlustig und sollten nicht mit anderen Arten vergesellschaftet werden, da sie diesen gerne Zehen und Füße abbeißen. Schwarzköpfchen dagegen machen auch vor der eigenen Art nicht immer Halt und rücken schon mal gegen andere Paare zu Felde. Singles sollten mit Brutbeginn aus dem Schwarm abgesondert werden.


Bescheidene Augenweiden

Die ewig Verliebten stammen aus den Tropen Afrikas, in trockenen Gebieten wie der Kalahari oder weiten Teilen der Republik Südafrika sind sie nicht anzutreffen. Deutsche Nachzuchten sind mit „bescheidenen“ 18 bis 25°C zufrieden. Plötzliche Temperaturschwankungen sowie Zugluft sollten wie bei allen Tieren vermieden werden, die Luftfeuchtigkeit über 60% betragen. Bei der Haltung in Außenvolieren muss für einen frostsicheren Schutzraum gesorgt werden. Bei regelmäßigem Freiflug ist eine Volierengröße von 120x60x100cm für zwei bis vier Tiere ausreichend. Ausgestattet sein sollte das Vogelheim mit frischen Naturästen als Nagematerial (die Liebesvögel sind begeisterte Nager), einer Bademöglichkeit, Sitz- und Schlafbrettchen.

Auf den Menüplan der Agaporniden gehört neben einer Körnermischung mit kleinen, wenig ölhaltigen Saaten etwas Kolbenhirse sowie Obst, Gemüse und Grünfutter als Leckerbissen. Kalkgrit und frisches Wasser sollten ständig verfügbar sein. Während der Mauser ist außerdem tierisches Eiweiß nötig.

Schwarz-, Ruß- und Pfirsichköpfchen sind Höhlenbrüter, Rosenköpfchen ziehen einen Nistkasten vor. Allen Arten ist mit weichen Zweigen gedient. Das Gelege besteht aus drei bis sieben Eiern, die Brutzeit beträgt 20 bis 23 Tage. Die Jungen sind nach etwa vier bis sechs Wochen flügge und nach weiteren zwei Wochen selbstständig.

ZOO & Co. Tipp

Pfirsichköpfchen sind verhältnismäßig laut. Vor dem Kauf sollte daher überlegt werden, ob die Nachbarn deswegen vielleicht Krach schlagen könnten.

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