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Reptilien & Co.:

Steckbrief: Schildkröten

Basiswissen

Reptilien & Co.: Schildkröten

Schildkröten sind alt – also richtig alt! Die Reptilien erschienen auf der Erde erstmals vor mehr als 220 Millionen Jahren. Dabei ist die Vielfalt beeindruckend: Es gibt Landschildkröten, Wasserschildkröten, Fluss-Schildkröten, Riesenschildkröten, Weichschildkröten sowie Lederschildkröten und Meeresschildkröten, die eine eigene Familie bilden. Insgesamt werden 341 Arten mit mehr als 200 Untertarten unterschieden.

Besonders interessant ist natürlich das Wahrzeichen der Schildkröten: ihr Panzer. Er allein macht 30 Prozent des gesamten Körpergewichts aus! Der Panzer besteht aus massiven Knochenplatten, die einen Rippenkäfig bilden. Das gilt für alle Schildkrötenarten mit Ausnahme der Weichschildkröten. Der Panzer bildet einen tollen Schutz gegen Feinde. Bei Gefahr ziehen Schildkröten Kopf und Beine in den Panzer zurück. Die Dosenschildkröte kann ihren Panzer sogar ganz schließen – Kopf und Füße sind dann nicht einmal mehr zu sehen. Sind Schildkröten dadurch unverwundbar? Nein, manche Fressfeinde von Schildkröten, wie zum Beispiel Krokodile, können den Panzer knacken.

Schildkröten sind wechselwarme Tiere. Das bedeutet, dass sie anders als wir Menschen keine konstante Körpertemperatur aufweisen. Die Körpertemperatur von Schildkröten entspricht der Umgebungstemperatur. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn es bei der Haltung zu beachten gilt.

Schildkröten bewegen sich mit den für Reptilien typischen schlängelnden Bewegungen. Eine solche Art der Fortbewegung wirkt zwar unbeholfen und etwas plump, senkt aber den Energiebedarf. Schildkröten sind nicht gerade gesprächige Haustiere. Eine Ausnahme gibt es aber – wenn sich eine Schildkröte erschrickt, stößt sie durch schnelles Zurückziehen des Kopfes unter den Panzer Luft aus und erzeugt einen fauchenden Zischlaut. 

Schildkröten haben keine Zähne. Sie sind ihnen im Laufe der Evolution verloren gegangen. Stattdessen hat die Evolution die Kiefer von Schildkröten in messerscharfe Schneidewerkzeuge umgewandelt. Damit reißen sie ihre Nahrung auseinander und verschlingen sie. Gekaut wird dabei nicht. Einige Schildkröten können mit ihren Schneidewerkzeugen auch Menschen verletzen. Ein Beispiel ist die Alligator-Schildkröte, auch Schnappschildkröte genannt. Sie ist besonders aggressiv und kann ohne Mühe eine Melone zerbeißen. Eine solche Schildkröte privat zu halten ist gefährlich und in Deutschland darüber hinaus verboten.

Die in menschlicher Obhut am häufigsten gehaltenen Schildkröten sind europäische Landschildkröten, insbesondere die griechische Landschildkröte. Sie ist anspruchslos und deshalb pflegeleicht zu halten und gut für Anfänger geeignet.

Pflege und Ernährung der griechischen Landschildkröte

Reptilien & Co.: Schildkröten

Die griechische Landschildkröte auf einen Blick:

 

  • Panzerlänge: bis 25 cm
  • Lebenserwartung: 50 Jahre
  • Verbreitung: Spanien, Balearen, Süd-Frankreich, Italien, Küstenregion des ehemaligen Jugoslawien, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Türkei
  • Lebensraum: lichte Wälder, Dünenlandschaften, Niederungen
  • Lebensweise: tagaktiv

 

Damit sich die griechische Landschildkröte wohlfühlt, ist die Freilandhaltung in einem Gehege, im Gewächshaus oder im Garten unbedingt erforderlich. Da Schildkröten recht empfindlich auf Veränderungen reagieren, sollten sie dauerhaft in ein und demselben Gehege gehalten werden. Eine Haltung ausschließlich in einem Terrarium ist nicht möglich. Nur in Notfällen kann die Schildkröte für eine begrenzte Zeit im Terrarium gehalten werden. Wichtig ist dann, dass das Terrarium entsprechend eingerichtet ist: Als Boden nimmt man Kokosfasersubstrat, das mit Gartenerde vermischt wird. Auch wichtig ist die richtige Beleuchtung. Auf helles Licht, Wärme und eine UVB-Licht-Versorgung kann die griechische Landschildkröte nicht verzichten.

Griechische Landschildkröten sind Vegetarier. Fleisch fressen sie nicht. Das Futter sollte in erster Linie aus Wiesenkräuter wie Löwenzahn, Ackerkraut, Ackerwinde, Akelei, Bärlauch, Beinwell, Gänseblümchen, Kresse, Johanniskraut, Minze oder Salbei bestehen. Es kann auch Salat gefüttert werden, am besten Römersalat. Ganz wichtig: Auf Obst und Gemüse sollte verzichtet werden. Die Darmflora der griechischen Landschildkröte ist für pflanzliche und eiweißarme Nahrung konzipiert. Auch auf Trockenfutter ist zu verzichten. Dies kann bei der Schildkröte zu schweren Nieren- und Leberschäden führen.

Für das Wohlbefinden der griechischen Landschildkröte ist es wichtig, dass sie einen Winterschlaf halten kann. Der Winterschlaf ist Voraussetzung für ein gleichmäßiges Panzerwachstum und beugt Krankheiten vor. Bei der Überwinterung müssen ein paar Regeln beachtet werden. Grundsätzlich dürfen nur gesunde Tiere und nicht trächtige Schildkröten eingewintert werden. Optimaler Zeitpunkt zur Einwinterung ist dann, wenn das Tier von selbst beginnt schläfrig zu werden und sich immer mehr zurückzieht. Sollen die Tiere im Terrarium überwintern, wird dort die Temperatur über einige Wochen gesenkt. Auch die Beleuchtungszeit wird verkürzt. Damit die Schildkröte ihren Darm entleeren kann, wird sie alle zwei Wochen für 20 Minuten in 25 Grad warmem und 5 Zentimeter tiefem Wasser gebadet. Im Freiland sollten Schildkröten nicht überwintern. Hier besteht Gefahr durch Ratten und Frostschäden. Als Alternative zum Terrarium eigenen sich kalte Kellerräume. Am besten setzt man die Schildkröte in eine Kiste deren Seitenlängen der dreifachen Panzerlänge entsprechen, dann kann sich die Schildkröte bequem umdrehen. Die Überwinterung sollte mindestens 8 Wochen dauern und die Temperatur sollte bei 4-8 Grad Celsius liegen.

Übrigens: Fällt eine Schildkröte auf den Rücken, wird es für sie gefährlich. Mit ihren Füßen in der Luft ist sie Feinden völlig schutzlos ausgeliefert. In eine solche Lage geraten Schildkröten durch ungeschickte Kletteraktionen oder nach Kämpfen mit Rivalen.

Wissenswertes

Reptilien & Co.: Schildkröten

Europäische Landschildkröten werden sehr alt. Die griechische Landschildkröte wird nicht selten bis zu 50 Jahre alt. Andere europäische Landschildkröten, wie die maurische Landschildkröte, erreichen ein Alter von bis zu 80 Jahren. Die Entscheidung eine Schildkröte zu halten, ist also eine Entscheidung für‘s Leben. Mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit wird ihre Schildkröte Sie das ganze Leben über begleiten. Unter Umständen überlebt Ihre Schildkröte Sie sogar.

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