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Reptilien & Co.:

Steckbrief: Die Bartagame

Basiswissen – Was sind Bartagamen?

Reptilien & Co.: Bartagame

Die Bartagame ist ein Schuppenkriechtier aus der Gattung Pogona. Die Heimat der Bartagame ist Australien mit seinen großen Trockengebieten. Die feuchteren Regionen in Australien mögen die „Mini-Drachen“ hingegen nicht so gerne. Bartagamen lieben die Wärme und sind wahre Sonnenanbeter!

Ausgewachsene Bartagamen erreichen eine Länge von bis zu 50 Zentimetern. Besonders lang ist der Schwanz. Er nimmt etwa die Hälfte der gesamten Körperlänge ein. Charakteristisch ist auch der stachelige „Bart“. Weitere Stacheln haben die Echsen oberhalb des Trommelfells und an den Seiten ihres Bauches. Bartagamen haben eine hell- bis dunkelbraune Färbung. Es gibt aber auch besondere Züchtungen mit roten oder bläulichen Zeichnungen.

Die Echsen leben allein in einem festen Territorium. Besonders männliche Bartagamen kennen dabei keinen Spaß. Treffen sie aufeinander und keiner tritt den Rückzug an, fliegen schnell die Fetzen. Unter Umständen ringen die beiden Bartagamen sogar bis aufs Blut miteinander. Erst wenn sich eine Bartagame entscheidet den Rückzug anzutreten, wird der Kampf beendet. Für Halter von Bartagamen bedeutet das: männliche Bartagamen auf keinen Fall vergesellschaften. Für die schwächere Bartagame kann eine Vergesellschaftung böse enden. Sie kann im Terrarium dem dominierenden Artgenossen nicht ausweichen. Oft passiert es dann, dass sich das Tier in eine Ecke des Terrariums verkriecht, vor Stress kein Futter mehr annimmt und schließlich krank wird oder gar stirbt.

Viel entspannter läuft es zwischen weiblichen Bartgamen ab. Es gibt aber auch hier keine Garantie für ein ruhiges Zusammenleben. Auch zwischen weiblichen Bartagamen kann es zu Auseinandersetzungen kommen. Das gilt auch für die Vergesellschaftung von einer männlichen Bartagame und einem oder mehreren Weibchen. Bartagamen sind in dieser Hinsicht einfach nicht berechenbar. Es kann sogar vorkommen, dass eine Vergesellschaftung über Wochen, Monate oder Jahre hinweg funktioniert. Unvermittelt kommt es dann aber zu Auseinandersetzungen. Darum der folgende Tipp, wenn Sie mehrere Bartagamen vergesellschaften möchten: Haben Sie immer einen Platz in einem anderen Terrarium frei. So können Sie zur Not eine aggressive Bartagame in Quarantäne umsetzen.

Das richtige Terrarium für Ihre Bartagame

Die Terrariumgröße spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Bartagamen ein schönes Zuhause zu bieten. Welche Maße sollte ein Terrarium aber genau haben?

Eine gute Orientierung, um die richtige Größe zu ermitteln, bietet das Gutachten über die „Mindestanforderung an die Haltung von Reptilien“, das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erstellt wurde. Demnach werden die drei Kantenlängen des Terrariums aus dem fünf-, vier- und dreifachen der Kopf-Rumpf-Länge (KRL) berechnet.

Ein Beispiel: Eine Bartagame hat eine KRL von 25 Zentimetern. Dann ergeben sich daraus als Mindestmaße für 1-2 Bartagamen 5*25 cm x 4*25 cm x 3*25 cm, also 125 x 100 x 75 Zentimeter (LxTxH). Für jedes weitere Tier der gleichen Größe wird 15% der Grundfläche addiert.

Ebenfalls wichtig sind richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit innerhalb des Terrariums. So sollte die Temperatur bei durchschnittlich 35 Grad Celsius liegen. Wichtig: Bartagamen brauchen unterschiedliche Temperaturzonen in ihrem Terrarium. Direkt unter dem Wärmespot liegt dabei die Temperatur bei 50 Grad. Die kälteste Ecke im Bartagamen-Terrarium ist 25 Grad warm.

Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte tagsüber bei 30 bis 40 Prozent liegen. Nachts ist sie am besten nicht höher als 60 Prozent. Ein guter Durchschnittswert liegt bei 55 Prozent Luftfeuchtigkeit. Messen lässt sich die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer. Es gibt Modelle, die den Höchst- und Mindestwert in einer bestimmten Zeitspanne anzeigen und die sich gut für die regelmäßige Kontrolle eignen.

Nicht zu vergessen ist auch die Belüftung des Terrariums. Belüftungsöffnungen befinden sich an den Seiten, der Front oder dem Deckel. Gute Terrarien erzeugen einen sogenannten Kamineffekt, der für eine gute Luftzirkulation im Terrarium sorgt.

Charakter und Eigenheiten

Bartagamen zu beobachten mach Spaß. Ist eine Bartagame zum Beispiel auf Erkundungstour, leckt sie mit ihrer Zunge die Gegenstände ab, die ihr Interesse geweckt haben. Dieser Vorgang wird auch als Züngeln bezeichnet. An der Zunge bleiben Duftstoffe haften. Diese werden an das Jacobsonsche Organ weitergeleitet und dort verarbeitet. Bartagamen züngeln aber auch zur sozialen Interaktion. Dabei wird meistens die Nacken- oder Rückenregion beleckt und so der Artgenosse identifiziert und begrüßt.

Wie schon beschrieben zeigen Bartagamen ein ausgeprägtes Revierverhalten. Darum verfügen die Echsen über ein interessantes Repertoire an Ablehnungs- und Abwehrgesten sowie Dominanz- und Demutsgesten. Wir Menschen interpretieren diese Gesten oft falsch. Augenschließen ist zum Beispiel kein Zeichen für Entspannung und Zuneigung wie bei anderen Tieren (Hunden oder Katzen), sondern eine Ablehnungsgeste. Wer seine Bartagame also streichelt und bemerkt, dass sie ihre Augen schließt, hört am besten mit dem Streicheln auf. Unmissverständlicher ist da schon das Aufstellen des Bartes und das Aufreißen des Maules. Dieses Verhalten ist eine Drohung. Nickt eine Bartagame mit dem Kopf, will sie ihre Dominanz gegenüber einem Artgenossen ausdrücken. Eine Bartagame, die mit einem Arm eine Kreisbewegung ausführt, möchte ihr Gegenüber beschwichtigen.

Pflege und Ernährung

Bartagamen sind bei ihrer Nahrung nicht sehr wählerisch. Gefressen werden gerne Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer, Zophobas, Wachsmotten und Spinnentiere. Gerade ausgewachsene Bartagamen sollten zusätzlich aber auch einen Anteil vegetarische Nahrung bekommen.

Wichtig ist auch, dass regelmäßig Hygienemaßnahmen durchgeführt werden: Ungefressene Futtertiere sollten abends aus dem Terrarium entfernt werden, da diese ansonsten an der friedlich schlafenden Bartagame knabbern. Auch Urin und Kot müssen am besten jeden Tag aus dem Terrarium entfernt werden.  

Mindestens einmal im Jahr muss der Bodengrund ausgetauscht werden. Bei viel Schmutz sogar öfter. In kürzeren Intervallen sollten die Einrichtungsgegenstände (je nach Grad der Verschmutzung) mit einer Bürste und heißem Wasser gereinigt werden.

Wissenswertes

Wenn Sie bereit sind, alles dafür zu tun, dass sich Bartagamen bei ihnen wohlfühlen, werden die „kleinen Drachen“ es ihnen mit Treue danken. Gesunde Bartagamen können bis zu 15 Jahre alt werden. Übrigens: Manche Bartagame badet gerne, bevorzugt in lauwarmem Wasser. Es gibt richtige Wasserratten unter den Bartagamen. Besonders gerne baden Bartagamen während der Häutung, die alle 4 bis 6 Wochen ansteht. Durch das Wasser wird die Haut geschmeidiger, was der Bartagame das Abstoßen ihrer alten Haut erleichtert.

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