Diese Website verwendet Cookies für ein optimales Surferlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang der Seite eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden

Nie wieder verpassen: exklusive Angebote und Neues aus der Tierwelt!

Urwaldjuwelen im Wohnzimmer Der Dreistreifen Baumsteiger im heimischen Regenwaldterrarium

Klein, farbenfroh und wie kleine Urwaldjuwelen: Pfeilgiftfrösche gelten wegen ihrer Farbenpracht als die „Edelsteine“ unter den Terrarientieren. Besonders anpassungsfähig und damit auch gut geeignet für das heimische Regenwaldterrarium ist der Dreistreifen Baumsteiger-Frosch (Epipedobates anthonyi). Der bis zu 27 Millimeter lange Winzling ist einer von rund 165 Pfeilgiftfrosch-Arten und fällt vor allem durch seine braune bis sattrote Grundfarbe und seinen typischen drei Längsstreifen auf.

Ursprünglich kommt der Dreistreifen-Baumsteiger aus den Regenwäldern im südwestlichen Ecuador und Peru. Wegen der Abholzung vieler Wälder hat sich der Anpassungskünstler entlang von Fluss- und Bachläufen oder auch in Zuckerrohrfeldern und Kakaoplantagen eine neue Heimat gesucht.

Trillern statt Quaken

Hierzulande hat der tagaktive Frosch mittlerweile viele Herzen von Terrarienfreunden erobert. Die Tiere lassen sich im eigenen Regenwaldterrarium gut halten und beobachten. Nerviges Quaken ist bei dem Dreistreifen Baumsteiger nicht zu befürchten. Stattdessen macht sich das Tier mit einem langen Trillern bemerkbar – welches entfernt dem eines Kanarienvogels ähnelt.

Auch wenn Pfeilgiftfrösche wie der Dreistreifen Baumsteiger in ihrer Heimat wegen ihres Giftes nicht ungefährlich sind, trifft dies auf Nachzuchten nicht zu. Denn um ihr Gift produzieren zu können, benötigen sie spezielle tropische Insekten. Ohne diese verlieren sie ihr Giftpotenzial.

Haltung im Terrarium

Damit sich die Tiere auch bei uns wohl fühlen, reicht für eine kleine Gruppe schon ein Terrarium, das bequem auf den meisten Schreibtischen Platz findet. Die Tagestemperatur sollte im eigenen „Regenwald-Biotop“ etwa 25 Grad Celsius betragen und nicht über 28 Grad Celsius steigen. Nachts darf die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius fallen. Wichtig sind auch viele Versteckmöglichkeiten für die bodenbewohnenden kleinen Frösche sowie eine Klettermöglichkeit, wie beispielsweise eine Wurzel.

Das Wasser im Wasserteil des Terrariums sollte zudem täglich gewechselt werden. Wie in ihrer Heimat sollte in der Anlage daher tagsüber immer auch eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent herrschen. Nachts sollten bis zu 100 Prozent erreicht werden. Bei optimaler Haltung können Terrarienfreunde an dem Dreistreifen Baumsteiger jahrelang Freude haben.

Mit etwas Glück pflanzen sich die Tiere auch fort. Das Männchen lockt dann die laichbereite Froschdame für die Paarung zu einem geeigneten Platz – meist einige glatte Blätter. Kindererziehung ist bei dem Dreistreifen Baumsteiger dann übrigens Männersache. Der werdende Froschvater bewacht nicht nur das Laichgelege, die frisch geschlüpften Quappen werden später auch auf dem Rücken getragen. Erst wenn eine geeignete Wasserstelle gefunden ist, werden die Larven aus der väterlichen Obhut entlassen.

Der Speiseplan

Bevor der Dreistreifen Baumsteiger sein Terrarium erobern kann, sollten die klimatischen Verhältnisse in dem neuen Zuhause stimmen. Eine Heizmatte ist für eine optimale Temperatur unabdingbar. Will man nicht zwei- bis dreimal täglich die Luft manuell mit einem Sprüher befeuchten, bietet sich auch ein spezieller Luftbefeuchter an. Dieser kann zeitgesteuert regelmäßig einen feuchten Nebel ins Terrarium blasen. Haben Sie in Ihrem Terrarium keine künstlichen, sondern lebende Pflanzen eingesetzt, kann das Gießen auch eine Beregnungsanlage besorgen. Diese erhält auch die richtige Luftfeuchtigkeit.

Als richtiger Feinschmecker frisst der Dreistreifen Baumsteiger nur Lebendinsekten. Denn nur wenn sich ihre Beute bewegt, wird ein Fressreiz ausgelöst. Das tägliche Futtermenü kann aus Blattläusen, Furchtfliegen oder auch Wachsmottenraupen bestehen.

Copyright 2016 ZOO & Co. Kontakt | Newsletter | ZOO & Co. | Franchise | Presse | Impressum