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Rotkehlanolis – Leguan mit roter „Krawatte“ Beim Rotkehlanolis (Anolis carolinensis) ist der Name Programm: Denn den hat der Leguan seinem rot bis weinrot gefärbten Kehlsack zu verdanken. Die Urzeitechse ist bei Einsteigern ins Hobby Terraristik äußerst beliebt. Pflegeleicht, tagaktiv, relativ anspruchslos und recht reinlich besticht sie mit interessanten Verhaltensweisen…

Ursprünglich aus dem Südosten der USA stammend, wo er Laubwälder und Sträucher bewohnt, ist der Rotkehlanolis inzwischen auf Hawaii anzutreffen. Dort breitet er sich aufgrund fehlender natürlicher Feinde wie Greifvögeln stark aus. Auch im Nordosten Mexikos fühlt er sich wohl. Auf seinem Menüplan stehen u. a. Insekten und Spinnen. Vegetarische Kost verschmäht er dagegen weitgehend.

Auf der Jagd – Auf der Flucht

Die Haftfüße des Rotkehlanolis sind zu Zangen geformt, mit denen er Äste und Beute fest greifen kann. Krallen machen seinen Griff noch kräftiger. Seine Augen kann er getrennt voneinander bewegen. Damit entgeht dem begnadeten Kletterer kaum etwas. Die Beute schnappt er vorzugsweise mit seiner Rollzunge, die in Blitzgeschwindigkeit herausschnellt und nicht mehr lockerlässt.

Seinen roten Kehlsack bläht er auf, um seine Feinde einzuschüchtern. Funktioniert dies nicht, sucht er sein Wohl lieber in der Flucht. Anders sieht dies bei Territorialkämpfen mit Artgenossen aus: Nutzt die Drohgebärde nichts, ist ein Kampf meist unausweichlich. Daher sollten nie zwei Männchen zusammen gehalten werden. Sinnvoll fürs Terrarium ist dagegen die Vergesellschaftung von einem Männchen mit zwei bis drei Weibchen.

Ansprüche an die Terrarienhaltung

Weil die Leguane sich auch in freier Wildbahn an einem festen, räumlich recht eingeschränkten Ort aufhalten, muss ihr Terrarium nicht riesig sein. Für drei Tiere sollte das Zuhause mindestens 70 x 60 x 80 cm groß sein. Artgerecht ist eine Einrichtung mit verschiedenen Ästen, die auch Rückzugsmöglichkeiten bieten, dazu dienen auch Pflanzen. Tagsüber sollte die Temperatur ca. 28°C betragen, nachts Zimmertemperatur. Ein Spot ermöglicht lokal begrenzt circa 35°C, damit die wärmehungrigen Tiere einer ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen können, dem Sonnen. Dabei ist ihre Fähigkeit, sich oft sekundenschnell von leuchtendem Grün in herrliches Rotbraun und umgekehrt umzufärben, gut zu beobachten. Um mehr Wärme aufnehmen zu können, „kleiden“ sich die Tiere, die insgesamt etwa 20 cm lang werden, dunkler. Ihre Körper sind schlank und muskulös mit spitz zulaufendem Kopf.

Empfehlenswert ist eine Winterruhe bei etwa 15 bis 18°C. Ist diese zu Ende, beginnen die Tiere, sich um den Fortbestand ihrer Art zu kümmern. Bei der Werbung um ein Weibchen stellt das Männchen seinen beeindruckenden Kehlsack und seinen weißen Rückenkamm auf und macht wiederholt Liegestützen. Bei der anschließenden Paarung beißt er dem Weibchen ansatzweise in den Nacken, um es in die richtige Position zu bringen. Nach 2 bis 3 Wochen vergräbt seine Partnerin ein bis zwei weichschalige Eier, aus denen 30 bis 60 Tage später der Nachwuchs schlüpft. Zeugungsfähig sind die Leguane ab einem Alter von etwa sieben Monaten.

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