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Die Gottesanbeterin Kannibale mit Aura des Geheimnisvollen

Die Gottesanbeterin gehört zu den Fangschrecken, von denen es etwa 2500 Arten aufgeteilt in 400 Gattungen gibt. Der deutsche Name leitet sich von ihrer Körperhaltung ab – wenn sie lauert und auf Beute wartet, sieht sie aus wie eine betende Person. Der Ursprung des Insekts liegt in Afrika, doch die Verbreitung reicht von Asien über Westsibirien, das Kap der guten Hoffnung bis nach Nordamerika. Bei der Siedlung bevorzugen die Gottesanbeter warme Gebiete, bedingt durch das notwendige Beuteangebot. Die Aura des Geheimnisvollen, die ihnen anhaftet, hängt mit Sicherheit auch mit einer Eigenart zusammen: Es kommt gelegentlich vor, dass das Weibchen nach oder während der Paarung das Männchen auffrisst.


Ihr Aussehen fasziniert Insektenfreunde auf der ganzen Welt: Sie sind Meister der Tarnung. Mit ihrer Körperform ahmen sie Teile von Pflanzen nach wie etwa vertrocknete Blätter, Blüten, Holzstücke oder Zweige. Die meisten Arten werden 40 bis 80 mm groß, wobei das Männchen viel kleiner ist als das Weibchen. Ihr außergewöhnliches Aussehen verdanken sie dem verlängerten ersten Brustsegment und den zu Fangbeinen angepassten Vorderbeinen. Die Hinterbeine sind Schreitbeine. Der Kopf ist verhältnismäßig groß, dreieckig und extrem beweglich. Die Augen sind ihr wichtigstes Sinnesorgan, sie ermöglichen ihr stereoskopisches Sehen (umgangssprachlich bekannt als 3D Sehen).  

In unseren Breiten hat sich die Europäische Gottesanbeterin angesiedelt – vorzugsweise in südlichen Gebieten. In Deutschland hat man sie im Saarland, Bayern und am südlichen Oberrhein nachgewiesen. Eine Enklave hat sich die Mantis religiosa (so ihr lateinischer Name) in der Hauptstadt eingerichtet. In Berlin Schöneberg am Schönberger Südgelände, einem ehemaligen Rangierbahnhof, finden sich einige Exemplare. Eine Erklärung, wie sie dorthin gekommen ist, ist denkbar einfach: mit der Einsenbahn. Sie fand gute Bedingungen vor und blieb.


Die Haltung der Gottesanbeterin in Insektarium oder Terrarium ist möglich. Da sie starke kannibalistische Züge zeigt, empfiehlt sich eine Einzelhaltung oder zumindest die Trennung zwischen Männchen und Weibchen. Das Terrarium bedarf einer guten Belüftung. Wichtig sind Äste oder Pflanzen als Klettermöglichkeit für die Tiere. Sie sind reine Fleischfresser und werden mit Heimchen, Mehlwürmern oder Fliegen gefüttert. Die Indische Gottesanbeterin ist recht pflegeleicht und deshalb auch für Anfänger geeignet. Bei der Vielzahl an Arten der Gottesanbeterin ergibt sich auch eine Vielzahl an Bedürfnissen. Sollten Sie Interesse an der Haltung einer Gottesanbeterin haben, erkundigen Sie sich in Ihrem Zoo & Co. Fachmarkt nach den jeweiligen Anforderungen. 

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