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Macht zu viel Licht Hamster & Co. krank? Abnehmen mit weniger Licht? Ist das mehr als eine neue Modediät?

Speckt damit nur Ihr Geldbeutel ab oder unterstützen Sie damit aktiv die Gesundheit von Meerschweinchen und Farbmäusen? Wir sind den Fragen nachgegangen …

Depressive Hamster durch Dämmerlicht?

Ja!
Die Wissenschaftler Tracy Bedrosian und Randy Nelson von der Ohio State University haben Hamster – bekanntermaßen nachtaktive Tiere – für ihr Experiment in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde für acht Wochen in einem gewöhnlichen Hell-Dunkel-Rhythmus gehalten: 16 Stunden helles Licht, anschließend acht Stunden Dunkelheit.

Bei der zweiten Gruppe herrschte hingegen jede Nacht schwaches Dämmerlicht. „Wir haben die Hamster nicht mit einem grellen Licht beleuchtet, sondern eine schwache Beleuchtung verwendet, wie sie viele Menschen jede Nacht erfahren“, sagt Nelson. Die Lichtstärke sei etwa mit dem Flimmern eines eingeschalteten Fernsehers in einem dunklen Raum zu vergleichen.

Anschließend prüften die Wissenschaftler unter anderem, wie viel Zuckerwasser die Hamster tranken. Das gilt als Indiz für ihre geistige Gesundheit: Tiere mit depressiven Störungen sind wenig interessiert an der flüssigen Süßigkeit, während gesunde Hamster kaum genug davon bekommen können.

Ergebnis: Hamster, die während der Nacht einem schwachen Lichtschein ausgesetzt waren, weisen deutlich häufiger Symptome einer Depression auf.

(Quelle: Zoofachtrend 01/2011)

Macht Licht Mäuse dick?


Ja! Eine schwache, aber konstante Beleuchtung in der Nacht lässt Mäuse (nacht- und tagaktiv) schneller dick werden, selbst wenn sie sich normal ernähren und bewegen. Diesen Zusammenhang haben US-Forscher um Laura Fonken von der Ohio State University (Columbus/USA) jetzt in einer achtwöchigen Studie mit Mäusen nachgewiesen. Dafür setzten sie eine Gruppe der Nager dem normalen Tag-Nacht-Rhythmus aus (16 Stunden Licht, 8 Stunden Dunkelheit). Der anderen Gruppe „gönnten“ sie nachts ein schwaches Dämmerlicht, wie es in Haushalten von Industrieländern meist üblich ist.

Erklärung: Der Energiehaushalt des Körpers wird unter anderem von der inneren Uhr gesteuert, deren Kommandozentrale in einer Hirnregion namens Suprachiasmatischer Nukleus, kurz SCN, beheimatet ist. Dieses Kontrollzentrum stimmt seine Aktivitäten direkt auf das Lichtniveau der Umgebung ab, da es an die lichtsensitiven Zellen des Auges gekoppelt ist. Von ihm abhängig arbeitet der Stoffwechsel, der für den Energiegewinn und -verbrauch zuständig ist, ebenfalls im Tag-und-Nacht-Rhythmus. Die Folgen einer Störung dieses Programms können erheblich sein.

Die Dämmerlicht-Mäuse nahmen rund die Hälfte an Körpergewicht mehr zu als ihre Artgenossen. Zudem konnten sie ihren Blutzuckerspiegel nicht mehr so gut regulieren, was als Vorstufe von Diabetes gilt. Sie hatten die eigentlichen Ruhezeiten zum Futtern genutzt – für den programmierten Stoffwechsel eben die falsche Zeit.

Quellen: wissenschaft.de, Laura Fonken (Ohio State University, Columbus) et al.: PNAS, doi: 10.1073/pnas.1008734107, dapd/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel

Weitere Studiendetails hier.

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