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Katzenrassen:

Steckbrief: Die Britisch Kurzhaar

Basiswissen

Katzenrassen: Britisch Kurzhaar

Wie viele andere Katzenrassen auch hat die Britisch Kurzhaar (BKH) ihren Ursprung in Großbritannien. Doch der britische Stammbaum dieser Katzen wird von römischen und asiatischen Wurzeln getragen, die sich auch heute noch im Aussehen der Tiere widerspiegeln.

Mit der Errichtung der ersten römischen Kolonie durch den römischen Herrscher Claudius im Jahre 43 nach Christus beginnt auch die Geschichte der Britisch Kurzhaarrasse. Denn nicht nur befestigte Straßen oder das Christentum kamen mit den Eroberern auf die Insel, sondern auch Katzen. Anders als die römischen Besetzer verließen die Tiere diese aber nicht wieder nach 400 Jahren und begannen, bedingt durch die Isolation in ihrer neuen Heimat, eigenständige und typische Merkmale der heutigen Britisch Kurzhaarkatze herauszubilden. So schnell sich das Tier dann nach der Erstvorführung im Crystal Palace im Jahr 1871 großer Beliebtheit erfreute, so drastisch war auch der Rückgang der Tierpopulation durch das folgende kriegerische Treiben in Europa. In den 1930ern wurde es daher notwendig, die Rasse durch Einkreuzen anderer Rassen zu stärken. Als passende Genpartner präsentierten sich die Perserkatzen, deren Einfluss heute vor allem im Körperbau der Tiere zu sehen ist.

Die mittelgroße bis große Statur der BKH ist muskulös und gedrungen. Brust, Schultern und Rücken zeigen sich dabei stark und kräftig. Das Fell ist gemäß FIFe-Rassenstandards kurz und dicht mit einer feinen und griffigen Textur und einer guten und üppigen Unterwolle. Farblich kommt es heute in über 50 Variationen vor. Zu den Vollfarben werden Weiß, Schwarz, Blau, Chocolate, Lilac, Cinnamon, Fawn, Rot und Creme gezählt. Bei den Bicolor- und Point-Katzen werden diese Farben mit Weiß kombiniert. Als weiteres markantes Merkmal sind zudem die meist kupferfarbenen oder dunkelorangenen Augen zu nennen, die groß, rund und weit auseinander gesetzt sind. Blau, Grün und „odd eyed“ (ungleich) sind weitere anerkannte Augenfarben.

Mensch und Katze – das Zusammenleben

Katzenrassen: Britisch Kurzhaar

Das Zusammenleben mit der Britisch Kurzhaarkatze ist geprägt von Gemütlichkeit, Toleranz und Zuwendungsbedürfnis. So drückt sich der sanfte und friedliche Charakter in ruhiger und gemütlicher Gelassenheit aus. Spielen und Toben mögen diese Tiere aber genauso gern wie Faulenzen. Dieser Spieltrieb sollte von Ihnen als Hauptbezugsperson daher nicht vernachlässigt werden, kann aber bei längerer Abwesenheit oder vollen Terminkalendern auch von anderen Tieren befriedigt werden. Die BKHs stören sich an anderen tierischen Mitbewohnern nämlich nicht und können gut zusammen mit diesen gehalten werden.

Charakter und Erziehung

Das genügsame Wesen der Tiere erlaubt eine reine Wohnungshaltung. Jedoch will der angeborene Jagdtrieb durch tägliche Beschäftigung ausgelastet werden. Die starke Bindung, die die Tiere dann schnell zu Ihnen aufbauen, drückt sich auch nachts mit Gängen ins Schlafgemach aus. Ist dies nicht erwünscht, so sollte sich der Schlafplatz der Katze nicht allzu weit entfernt vom eigenen befinden. Regelmäßige und ausgedehnte Streicheleinheiten sind zudem ebenfalls wichtig, um die BKH glücklich zu stellen.

Katzenrassen: Britisch Kurzhaar

Im Bereich der Erziehung ist die wichtigste Lektion der Gang auf das Katzenklo. Zwar sollte der neue Mitbewohner diesen bereits beim Einzug beherrschen, wird er doch schon durch die Katzenmutter antrainiert, trotzdem bietet es sich an, die Transportbox direkt vor dem Katzenklo abzustellen. So lernt das Tier diesen wichtigsten Ort der Wohnung direkt kennen. Extreme Verhaltensanomalien wie Aggressionen, Markieren oder das Zerstören der Wohnungseinrichtung sind meist ein Zeichen für fehlende Auslastung. Regelmäßige Beschäftigungen mit dem Federspiel, Fummelbrettern oder dem Klickertraining bewirken in solchen Fällen wahre Wunder. Grundsätzlich ist bei der Erziehung an oberster Stelle Konsequenz geboten. Ausnahmen von bestehenden Regeln wird die Katze sich nämlich ebenso gut merken wie ein eindringliches „Nein!“.

Gesundheit und Ernährung

Aufgrund ihrer kompakten Statur neigen die Tiere zu Übergewicht. Ausreichende Beschäftigung und Auslastungsmöglichkeiten sind daher nochmals als elementarer Bestandteil der Katzenhaltung zu nennen. Ansonsten ist die BKH eine sehr robuste Katzenrasse, die keine rassetypischen Erkrankungen vorweist. Diese treten lediglich bei Abweichungen vom Rassestandard auf. Zu flache Gesichter können beispielsweise zu Atemwegs- und Augenproblemen führen. Auch von gezielten Weißzüchtungen sollten Sie Abstand halten.

Katzen sind Fleischfresser, daher sollte der Fleischanteil in der Nahrung bei 70 Prozent liegen. Um dem bereits erwähnten Hang zu Übergewicht entgegenzusteuern, sollte darüber hinaus der Anteil von pflanzlichen Bestandteilen sehr gering ausfallen. Kohlenhydrate bauen Katzen sehr schlecht ab und lagern sich als überflüssiges Körperfett ein.

Pflege

Katzenrassen: Britisch Kurzhaar

Das kurze Fell der BKH erfordert nicht viel Pflege. So genügt es, dieses ein- oder zweimal die Woche mit einer geeigneten Fellbürste zu bearbeiten. Nachteilig ist jedoch, dass der Brite im Vergleich zu anderen Rassen recht stark haart, was sich besonders im Frühjahr zeigt. Der Fellwechsel sollte dann durch tägliches Bürsten unterstützt werden. Das Baden des Tieres ist jedoch nicht notwendig. Es reicht aus, grobe Verunreinigungen mit einem feuchten Tuch zu entfernen. Beim Spielen und Schmusen sollte vor allem die Hygiene im Bereich der Augen und Ohren begutachtet werden.

Wissenswertes

Neben der Perserkatze wurde einst auch die Kartäuserkatze zum Einkreuzen verwendet. Dies führte dazu, dass die beiden Rassen 1970 vom Zuchtverband FIFe zusammengefasst wurden. Alle blauen Katzen wurden danach als Kartäuser, alle Katzen anderer Farben als Britisch Kurzhaar geführt. 1977 wurde diese Einteilung nach Protesten von Züchtern wieder aufgehoben. Eine Verwechslung beider Rassen ist auch heutzutage noch unter Katzenliebhabern nicht gerne gesehen.

Weitere Katzen-Steckbriefe...

Britisch Kurzhaar

Kurzes, elegantes Fell und ein aussagekräftiger Blick der dunkelorangefarbenen Augen – auch wenn sie es durchaus sein könnte, ist die Britisch Kurzhaarkatze alles andere als arrogant. Mit ihrem gemütlichen und freundlichen Wesen ist sie der ideale Kuschelpartner für verregnete Tage auf der Couch. Diese sollte sie ja auch zur Genüge aus ihrer ursprünglichen Heimat kennen.

Maine Coon

„Everything’s bigger in Texas!“. Dieser Spruch mag zutreffen, aber nicht allein auf den größten Bundesstaat im Süden der USA. So bringt auch der kleine Bundesstaat Maine an der nördlichen Ostküste der USA eine Katzenrasse hervor, die nur von wenigen an Größe übertroffen wird: Die Maine Coon. Doch Größe ist nicht das einzige, was diese Katze interessant macht. Viele Sagen und Mythen umranken die Entstehungsgeschichte dieser einzigartigen Rasse.

Norwegische Waldkatze

Norwegische Waldkatzen zählen zu den größten Hauskatzenarten der Welt. Die Größe und der Name können aber täuschen. Die Tiere sind alles andere als erbarmungslose Jäger; vielmehr spiegelt sich in ihrer imposanten Erscheinung auch das große Herz der Tiere wieder, das sie zu beliebten Familienkatzen macht. Zu danken ist dafür Mutter Natur, denn sie hat vermutlich den größten Einfluss auf die Entstehung dieser Rasse ausgeübt.

Perserkatze

Seidiges Fell, mystische Augen, eine Stupsnase zum Verlieben und ein freundliches und genügsames Wesen, das jeden in den Bann zieht – dies lässt bereits erahnen, warum diese Rasse heute zu den populärsten der Welt gehört. Doch bei all dem Wissen, das wir heute zu den Tieren und ihrer Haltung haben, kennen die Lösung des einen oder anderen ungelüfteten Geheimnisses wohl nur die Tiere selbst.

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