Diese Website verwendet Cookies für ein optimales Surferlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang der Seite eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden

Nie wieder verpassen: exklusive Angebote und Neues aus der Tierwelt!

Mythen rund um die Samtpfoten Die Magie der geheimnisvollen Samtpfoten kannten schon die alten Ägypter. Nicht umsonst mumifizierten sie verstorbene Tiere und begruben sie an heiligen Stätten. Die Katze verkörperte für sie Bastet, die Göttin der Fruchtbarkeit.

Wer im alten Ägypten eine Katze tötete, musste diese Todsünde mit dem Leben bezahlen. Starb eine Katze in einem Haushalt eines natürlichen Todes, so rasierten sich die Bewohnen der Augenbrauen.

Im Buddhismus ranken sich ebenfalls Legenden um die Samtpfoten.  Der Besitzer einer Katze hoffte zudem, wenn das Tier sterbe, werde es bei Buddha ein gutes Wort für ihn einlegen. Selbst im Christentum, das später im Mittelalter Katzen als Teufelstiere betrachtete, gab es zunächst große Freunde der Samtpfoten.  Etwa Papst Gregor den Großen, der einst in Rom verkündete: „Opfert euer Liebstes!“. Ein armer Mönch zog daraufhin ein Kätzchen aus seinem Ärmel, um es zu opfern. Papst Gregor lächelte und winkte ab – auch er trug ein Kätzchen im Gewand verborgen.

Die dunkle Stunde für die Samtpfoten brach im Mittelalter an. Für das schlechte Image der einst so geliebten Mäusejäger waren wohl verschiedene Faktoren verantwortlich. So schien den Menschen die Unabhängigkeit der Katzen unheimlich. Auch dass die Tiere nachtaktiv sind und sich im Dunkeln hervorragend zurechtfinden, rückte sie in die Nähe dunkler Mächte. Speziell die Augen, die manchmal im Dunkeln aufleuchten, haben wohl den Aberglauben bestätigt.  Unzählige Mythen entwickelten sich um die Samtpfoten. Ganze Prozesse wurden gegen Katzen geführt – schwarze Katzen sah man sogar als Inkarnation des Teufels. Nicht zuletzt deshalb, weil die Samtpfoten in vielen für das Christentum heidnischen Kulturen hoch angesehen war, richtete sich der Aberglaube auf die eigenwilligen Tiere. Hexen, so heiß es, verwandelten sich nachts in Katzen. Kreuzte eine schwarze Katze von links, verhieß das demnach besonderes Unheil. Denn in der Bibel wird die linke Seite im Vergleich mit der rechten als negativ angesehen.

Comeback der Samtpfote

Der Umschwung zugunsten der Katzen erreichte die Welt spätestens im 19. Jahrhundert. Hygiene wurde ein Thema, um die neu entdeckten Bakterien und damit gefährliche Krankheiten auszumerzen.  Die Samtpfoten galten von da an wegen ihres ausgeprägten Putzverhaltens als besonders reinlich und deshalb vorbildlich. Hierzulande schreibt man Katzen sieben Leben zu – in Großbritannien sind es sogar neun. Wenn sich dieser Aberglaube auch nicht bestätigen lässt, so hat er doch bestimmte, mehr oder weniger seltsame Hintergründe. Und immer wieder tauchen Geschichten auf, die ihn zu bestätigen scheinen. So ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass das Schurren der Katze heilende Wirkung hat. Der pulsierende Ton sorgt dafür, dass beispielsweise Knochenbrüche bei Katzen schneller heilen als bei Hunden. Die Frequenz liegt zwischen 27 und 44 Hertz.

Die Begründung der Fachleute für die Robustheit der Samtpfoten: Katzen verfügen von Natur aus über eine biegsame, flexible Wirbelsäule. Das Skelett federt Stürze hervorragend ab. Hinzu kommt der bekannte Reflex der Samtpfote, sich bei Stürzen in der Luft zu drehen und auf den Pfoten zu landen. Das gelingt dem Tier jedoch besser, wenn es länger fällt. Davon, dass Katzen Vulkanausbrüche oder Erdbeben vorausahnen, hört man immer wieder. Forscher und Tierärzte sind überzeugt, dass es dafür ebenfalls wissenschaftliche Gründe gibt. So lautet eine Vermutung, dass die Samtpfoten geringfügige Vibrationen der Erde wahrnehmen können. Andere Theorien besagen, dass die Tiere Erhöhung der statischen Elektrizität vor einem Erdbeben spüren oder auf Veränderungen im Magnetfeld der Erde reagieren.

Letztlich aber bleibt eines gewiss – die meisten Menschen lieben die Samtpfoten gerade wegen ihrer Unabhängigkeit, dem eigenen Willen – und ihrer geheimnisvollen Art.

Copyright 2016 ZOO & Co. Kontakt | Newsletter | ZOO & Co. | Franchise | Presse | Impressum