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Innere Werte zählen – auch bei der Wunschkatze Gestreift, gepunktet oder doch lieber einfarbig? Langhaarig oder pflegeleichteres kurzes Fell? Männlich oder weiblich? Und falls reinrassig, was? Vor der Anschaffung einer jungen Samtpfote will vieles gut überlegt sein – aber nicht nur Äußerlichkeiten: Schon in der Kinderstube im Kreise ihrer Geschwister geben Kätzchen viel über ihren Charakter preis, der sich allmählich festigt. Und der sollte idealer Weise zu der der „zweibeinigen Dienerschaft auf Lebenszeit“ passen …

Quirlig und verspielt, fauchend und miauend tollen die kleinen Fellbälle über- und untereinander her. Das Zuschauen ist pures Vergnügen! Nutzen Sie Ihre Beobachtungen, um Rückschlüsse auf den Charakter der Kleinen zu ziehen.

Der Draufgänger sprüht vor Temperament und reißt in seinem unermüdlichen Spieltrieb alles an sich. Seine Energien sind auch nach nett gemeinten Raufereien mit den Kollegen noch lange nicht erschöpft.

Der Entdecker nimmt alles genau unter die Lupe. Hindernisse wie Decken, Vorhänge oder geschlossene Kartons halten den Wiss- und Lernbegierigen nicht von seinem Forscherdrang ab.

Der Scheue braucht eine gewisse Anlaufzeit, bevor er Vertrauen fasst und sich streicheln lässt. Zunächst wird er sich bei Ihrem Anblick zurückziehen und der Dinge harren, die sich ankündigen. Fühlt er sich aber sicher und hat Vertrauen gefasst, wird er sich von Ihnen streicheln und kraulen lassen – und sich bei Ihnen zu Hause bald sehr eng an Sie binden.

Der Einzelgänger ist ruhig, hält sich erst mal aus allem raus. Meist entwickelt er sich zu einem menschenbezogenen Schmusetiger. Er braucht aber auch mal eine Auszeit und signalisiert klar, wann er in Ruhe gelassen werden möchte.

Der Verschmuste lässt für Liebkosungen und Streicheleinheiten alles stehen und liegen, auch seine zweite Lieblingsbeschäftigung, das Spielen.

Der Eitle zeigt sich immer von seiner besten Seite, wirft sich für Fotos und Publikum in Pose und steht liebend gerne im Mittelpunkt. Versagen Sie ihm die aus seiner Sicht selbstverständliche Aufmerksamkeit, schmollt er, und das oft tagelang.

Vielleicht entdecken Sie im Wurf auch zwei Kätzchen, die alles gemeinsam unternehmen und sich auch beim Schlafen eng aneinander kuscheln. Solch ein unzertrennliches Paar sollten Sie nicht auseinanderreißen, sondern sich möglichst von beiden adoptieren lassen.

ZOO & Co. Tipp

Achten Sie auch darauf, dass Ihre Wahl auf ein Kätzchen fällt, das bis zu seiner Abgabe (ca. 12. Lebenswoche) mit seiner Mutter und in liebevollem menschlichem Umfeld aufgewachsen ist. Schlechte Erfahrungen können ein Leben lang prägen.

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