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Welpenschutz – kein verbrieftes Recht! Wer kennt das nicht? Beim Waldspaziergang stürzt ein großer, ausgewachsener Hund auf einen Welpen los. Der Halter des erwachsenen Hundes ganz lässig, weil vielleicht hilflos: „Da passiert nichts. Ihr Kleiner hat ja noch Welpenschutz!“ Doch stimmt das wirklich? Nein, denn der oft zitierte Welpenschutz gilt nur bedingt. Was ist also zu tun?

Die Kommunikation zwischen Hunden ist für uns oft kaum sichtbar, weil sie über kleinste Gesten und Mimiken funktioniert, z. B. kann eine winzige Lefzenbewegung einen ganzen Monolog verkörpern. Reagiert der Welpe darauf nicht entsprechend, ist es für den älteren Hund ganz normal, die „Erziehung“ zu übernehmen und den „Dreikäsehoch“ auf den Verstoß gegen die „guten Sitten“ aufmerksam zu machen. Instinktiv wird sich der Welpe unterordnen und damit die Situation, die für uns vielleicht riskant wirkte, schnell entschärfen.

Ruhe bewahren!

Zum Problem wird die Situation meist durch die Hundehalter: Der eine kann seinen Vierbeiner vielleicht nicht ausreichend kontrollieren und ist sich des natürlichen Verhaltens nicht bewusst. Der andere behandelt seinen Welpen – was der biologisch nur im Alter von 12 bis 14 Wochen ist – wie ein rohes Ei. Eventuell nimmt er den Kleinen auf den Arm und beraubt ihn damit der Chance, sich wie ein normaler Welpe zu benehmen. Dazu gehört das Üben sozialer Kontakte und des richtigen Verhaltens. Lernt er das nicht in der Welpenerziehung, werden Begegnungen mit anderen Hunden in der Zukunft schwierig. Welpenschulen sind dafür meist nur ein geringer Ersatz, außer der Hundetrainer bringt seine erwachsenen Hunde als Co-Trainer mit …

Hintergrund: Verhalten im Rudel

Im Rudel hat der Welpe schon ab einem Alter von 8 Wochen mit Erziehungsmaßnahmen durch alle Rudelmitglieder zu rechnen. Diese Methoden können auch mal grob ausfallen, wenn er nicht zum Beispiel durch Beschwichtigungsgesten zeigt, dass er einen möglichen Regelverstoß kapiert hat.
• In einem Hunderudel kümmert sich anfangs, meist bis zum Fressen fester 
   Nahrung, nur die Mutterhündin um ihre Junge.
• Bei Wildhunden wurde schon beobachtet, dass die Mutterhündin z. B. mit dem
   Nachwuchs anderer nicht gerade zimperlich umgeht.
• Für Wolfs- und Hunderudel in Gefangenschaft sind Welpen anderer Rudel nicht
   unbedingt tabu.

Welpenschutz ist also von Natur aus bei Hunden weder im eigenen Rudel noch zwischen fremden Rudeln selbstverständlich!

ZOO & Co. Tipps

Begegnen Sie mit Ihrem Familienzuwachs einem erwachsenen Hund, fragen Sie einfach dessen Halter, ob sein Vierbeiner mit Welpen „kann“. Antwortet dieser tatsächlich mit den Worten: „Ihrer hat doch noch Welpenschutz!“ oder „Weiß nicht.“, seien Sie lieber vorsichtig: Ihr junger Hund sollte keine schlechten Erfahrungen mit anderen Hunden machen – das prägt sich ein. Ansonsten: Vor „normalen“, sprich kleineren Zurechtweisungen durch einen normal handelnden, älteren Hund sollten Sie keine Bange haben. Bücher mit vielen Tipps und interessanten Informationen zum Hundeverhalten finden Sie bei Ihrem ZOO & Co. Fachhändler, der Ihnen sicher auch gute Hundetrainer empfehlen kann.

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