Diese Website verwendet Cookies für ein optimales Surferlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang der Seite eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden

Nie wieder verpassen: exklusive Angebote und Neues aus der Tierwelt!

richten & schlichten Der Mensch klagt vor Gericht, und leider dreht es sich dabei häufig um das geliebte Heimtier. Wir haben Ihnen wieder spannende, aufschlussreiche und bisweilen auch lustige Fälle aus der Welt der tierischen Gerichtsfälle zusammengestellt.

Leinenzwang? Von wegen!

Die Stadt Meiningen im Süden Thüringens zog vor Gericht den Kürzeren. Das Amtsgericht gab einem 83 Jahre alten Hundehalter Recht, der seinen Vierbeiner im Stadtpark ohne Leine hatte laufen lassen. Der Mann hatte einen Bußgeldbescheid über 35 Euro erhalten, weil in ganz Meiningen seit 2003 Leinenzwang herrscht. Doch das Amtsgericht entschied im Oktober 2004, dass die Stadt nicht einfach Leinenzwang verhängen dürfe, sondern dann mindestens auch für Freiflächen oder spezielle Hundewiesen sorgen müsse. Sonst wäre die Haltung der Tiere nicht artgerecht, urteilten die Richter. Mittlerweile hat die Stadt spezielle Hundewiesen ausgewiesen. Die Bußgeldbescheide, die zuvor an Hundehalter gingen, die ihre Hunde frei laufen ließen, waren unrechtmäßig.

Streit um Hunde-Sorgerecht

Was passiert bei einer Trennung mit dem geliebten Heimtier? Immer wieder müssen Richter über solche Fälle urteilen und kommen bisweilen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das Amtsgericht Walsrode entschied, den Hund eines getrennten Paares der Frau zuzusprechen. Jedoch wurde die Frau auch verpflichtet, an den ehemaligen Partner 400 Euro zum Ausgleich zu zahlen.

Die Richter begründeten die Entscheidung damit, dass das Paar den Hund zwar gemeinsam angeschafft habe, die Frau jedoch die wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Hundehaltung erbracht habe. So hatte sie das Tier beispielsweise bei der Gemeinde angemeldet und die tierärztliche Versorgung übernommen. Auch hatte der Hund nach der Trennung des Paares vorwiegend bei der Frau gelebt. Dennoch erkannte das Gericht auch an, dass der Mann ein gewisses Anrecht auf den Hund hatte – deshalb der Ausgleich von 400 Euro.(AZ:7 C 1028/03)

Zu viele Papageien

Wie viele Papageien dürfen in einem Wohngebiet leben und „schnattern“? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz (AZ:8 A 11802/03.OVG). Anwohner hatten geklagt, weil ein Mann auf seinem Wohngrundstück 35 Papageien hielt. Zu viel des Guten, befanden die Richter. Der Tierhalter muss nach dem Urteil einen Großteil seiner Papageien abschaffen, damit eine Lärmbelästigung der Nachbarschaft ausgeschlossen ist. Zwar sei die Haustierhaltung in Wohngebieten grundsätzlich zulässig, jedoch nur im Rahmen der für eine Wohnnutzung typischen Freizeitbeschäftigung. Die Nachbarschaft darf nicht unter dem Hobby und der Tierliebe des Mannes leiden.

Copyright 2016 ZOO & Co. Kontakt | Newsletter | ZOO & Co. | Franchise | Presse | Impressum