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Erste Hilfe beim Hundenotfall

Stöckchen-Verletzungen – so helfen Sie Ihrem Hund

Ratgeber: Erste Hilfe beim Hundenotfall

Das Stöckchen-Spiel gehört für viele Hunde und ihre Halter zum heiß geliebten Ritual bei jedem Spaziergang. Leider ist ausgerechnet dieses Spiel gefährlich für den Hund. Denn das Holz kann splittern, wenn der Hund darauf herumkaut. Die Splitter können sich dann im Gebiss verkeilen oder – schlimmer – in die Mundschleimhaut einspießen. Wundinfektionen bis hin zu Blutvergiftungen sind bei solchen Verletzungen möglich. Sehr häufig rammen sich die Tiere den Stock auch in den Rachenraum, wenn sie ihn aus der Luft oder vom Boden aufnehmen. Bei großer Wucht können dabei sogar Organe im Hals und Vorderbrustbereich wie die Speiseröhre oder die Luftröhre verletzt werden. Bei einem Stöckchen-Unfall sollte in jedem Fall sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Denn nur unter Narkose ist eine gründliche Untersuchung des Hundemauls auf Holzsplitter oder tiefe Verletzungen überhaupt möglich. Wartet man mit dieser Untersuchung und der vollständigen Entfernung aller Splitter zu lange, sind eitrige Wundinfektionen, die sogar zu einer tödlichen Blutvergiftung führen können, vorprogrammiert.

  1. Wenn der Hund sich im Fang oder im Rachenraum verletzt hat, leidet er häufig unter Schmerzen und hat Angst. Rechnen Sie daher mit heftiger Gegenwehr und damit, dass der Hund zu fliehen versucht. Leinen Sie das Tier an und denken Sie auch daran, sich selbst zu schützen.
  2. Kann der Hund frei atmen? Wenn nicht, versuchen Sie, seine Atemwege schnellstmöglich frei zu räumen. Eventuell muss ein Helfer den Fang mit zwei Maulschlingen, z. B. aus Tüchern, eine um den Ober – und die andere um den Unterkiefer offen halten.
  3. Beseitigen Sie alle Fremdkörper, die sich leicht entfernen lassen.
  4. Wenn Ihr Hund kann, lassen Sie ihn sehr kaltes Wasser trinken. Versuchen Sie, ihm den Fang mit kaltem Wasser auszuspülen. Achten Sie aber dabei darauf, dass er sich nicht verschluckt. Das kalte Wasser lindert die Schmerzen und vermindert die Schwellung.
  5. Feststeckende Fremdkörper sollten Sie an Ort und Stelle belassen.
  6. Suchen Sie mit Ihrem Hund schnellstmöglich eine Tierarztpraxis auf.

Tipp:
Wenn man nicht auf das Stöckchen-Spiel verzichten möchte, sollte man nur Stöckchen aus weichem, morschem Holz werfen – denn dann bleiben die Verletzungen meist oberflächlich. Besser ist aber, sich zum Beispiel mit Bällen und anderem Wurfspielzeug aus dem Fachhandel einzudecken. Ihr ZOO & Co. Experte wird Ihnen Spielzeug zeigen, für das Ihr Hund jedes Stöckchen liegen lässt.

Hitzeschlag bei Hunden schnell erkennen und rechtzeitig behandeln

Ratgeber: Erste Hilfe beim Hundenotfall

Um einen lebensgefährlichen Hitzschlag handelt es sich, wenn der Hund folgende Symptome zeigt: eine rote, vergrößerte Zunge, zäher, klebriger Speichel, deutliche Atemgeräusche, Erbrechen, Krampf- oder Ohnmachtsanfälle, Teilnahmslosigkeit und/oder Desorientiertheit.

  1. Kühlen reicht bei einem Hund mit diesen Symptomen nicht. Er muss sofort zu einem Tierarzt gebracht werden.
  2. Dennoch ist die Kühlung auch auf dem Transport zum Tierarzt die wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme. Das Tier muss dabei vorsichtig mit feuchten Tüchern abgekühlt werden. Eine plötzliche Abkühlung, z. B. durch das Abspritzen mit kaltem Wasser, könnte einen Kreislaufschock auslösen.
  3. Es ist wichtig, ruhig zu bleiben. Denn jede Art von Aufregung kann die Körpertemperatur des Hundes in die Höhe treiben.
  4. Man kann versuchen, den Hund zum Trinken zu bewegen, sollte dabei aber keinen Druck ausüben, weil sich der Hund zu sehr aufregen könnte.

Hinweis:
Auf gar keinen Fall darf man Hunde alleine im Auto lassen. Denn auch bei mildem Frühlingswetter oder bei bewölktem Himmel im Sommer kann es im Autoinnenraum zu Temperaturen von 60 bis 80 °C kommen. Selbst wenn man das Auto im Schatten abstellt, sollte man den Hund nicht darin lassen. Denn die Sonne wandert, und das Schattenplätzchen verwandelt sich dann rasch in eine wahre Hölle.

Hunde sind wesentlich hitzeempfindlicher als Menschen, weil sie nicht schwitzen können, um sich abzukühlen. Bereits Außentemperaturen von nur 24 Grad können problematisch werden, wenn es gleichzeitig schwül ist oder der Hund sich anstrengen muss. Wichtig ist, dass der Hund die Gelegenheit hat, einen kühlen Ort aufzusuchen, sobald ihm zu heiß wird. Die Symptome einer Überhitzung sind: starkes Hecheln, Speicheln und eine schnelle Atmung.

Erstickungsanfall beim Hund – Ruhe bewahren und Schritt für Schritt helfen

Ratgeber: Erste Hilfe beim Hundenotfall

Beim Spielen oder beim Fressen verschlucken sich Hunde öfter einmal. Meist ist das nicht schlimm, aber wenn sich der Fremdkörper in den Atemwegen verklemmt und sich nicht herauswürgen lässt, kann er eine hochgradige Atemnot bis hin zum Erstickungsanfall verursachen. Hunde mit Fremdkörper in den Atemwegen würgen und husten. Bei einem Erstickungsanfall schnappt das Tier verzweifelt nach Luft oder hat Schwierigkeiten auszuatmen. Bläuliche Schleimhäute weisen auf einen hochgradigen Sauerstoffmangel hin. In sehr schweren Fällen bricht der Hund ohnmächtig zusammen.

  1. Bleiben Sie trotz der dramatischen Situation so ruhig, wie es Ihnen nur möglich ist, denn Aufregung und Stress verstärken die Atemnot des Hundes nur.
  2. Versuchen Sie herauszufinden, was die Atemnot verursacht. Achten Sie dabei darauf, dass der Hund Sie nicht beißen kann, beispielsweise, indem ein Helfer den Fang aufhält. Wenn Sie keinen Fremdkörper sehen, fahren Sie sofort zum Tierarzt.
  3. Wenn ein Fremdkörper die Atemwege verlegt, versuchen Sie ihn zu entfernen. Wenn sich der Fremdkörper im Rachen verklemmt hat, können Sie ihn eventuell aus dem Fang ziehen – achten Sie auch dabei darauf, dass der Hund Sie nicht beißen kann.
  4. Wenn das nicht klappt, heben Sie den Hund hoch (wenn möglich) und drehen Sie ihn kopfabwärts. Schaukeln und schütteln Sie das Tier sanft, damit sich der Fremdkörper löst. Bei großen Hunden versuchen Sie, den Heimlich-Griff anzuwenden: Das Tier muss hierzu in Seitenlage gebracht werden, legen Sie eine Faust unterhalb des Brustbeins auf den Bauch und üben Sie ruckhaft Druck in Richtung Brustkorb aus.
  5. Suchen Sie auf jeden Fall einen Tierarzt auf, denn Sie könnten das Tier beim Entfernen des Fremdkörpers verletzt haben.

Nicht immer ist ein Fremdkörper die Ursache für einen Erstickungsanfall. Nach einem Unfall ist auch an Verletzungen zu denken. Im Sommer kann ein Wespenstich zu einer Schwellung der Atemwege führen. Kurznasige Hunde leiden unter einer angeborenen Enge der Atemwege, so dass sie bereits bei harmlosen Erkältungen eine hochgradige Atemnot zeigen. Eine angeborene Schwäche des Bindegewebes kann zu einer Verengung der Luftröhre führen, die ganz plötzlich zu Erstickungsanfällen führen kann.

Schließlich können auch allergische Schocks, Herz- oder Lungenkrankheiten zu einer akuten Atemnot führen. Es sieht wie ein Erstickungsanfall aus, ist aber meist völlig harmlos: das Rückwärtsniesen. Dabei ziehen die Hunde angestrengt Luft durch die Nase, ihr Brustkorb ist geweitet und die Augen häufig angstvoll aufgerissen. Der Anfall dauert höchstens ein paar Minuten. Manchmal kann man ihn beenden, indem man dem Hund kurz die Nasenlöcher zuhält. Da das Rückwärtsniesen auch ein Symptom für verschiedene Krankheiten sein kann, sollte man mit dem Tierarzt bei Gelegenheit darüber sprechen.

Unsere Themenbereiche im Überblick

Pflege und Vorsorge beim Hund

Es geht nicht allein um das Verwöhnen des vierbeinigen Begleiters – obgleich ihm das wohl gut gefallen würde. Im nachfolgenden Bereich unseres tierärztlichen Ratgebers erfahren Sie mehr über die richtige Pflege und Vorsorge beim Hund. Die Expertin Barbara Welsch beantwortet darin Fragen zu der korrekten Pflege von Hundeohren, wann Hundekleidung sinnvoll ist oder was es mit dem sogenannten Kastrations-Chip auf sich hat. Lesen Sie jetzt mehr und geben Sie Ihrem tierischen besten Freund die Aufmerksamkeit, die er sich wünscht und benötigt.

Erste Hilfe beim Hundenotfall

Ganz gleich, ob es sich um einen Notfall bei einem Menschen oder einem Hund handelt, die Ruhe zu bewahren ist eines der obersten Gebote in einer solchen Situation. Was Sie bei einem echten Hundenotfall wie einer Stöckchenverletzung, einem akuten Hitzeschlag oder einem Erstickungsanfall sonst noch tun können, erfahren Sie in diesem Bereich unseres tierärztlichen Ratgebers. Die Expertin Barbara Welsch geht hier auf typische Notfallsituationen ein und gibt wertvolle Handlungshinweise.

Bewegung und Hundesport

Die meisten Hunde wünschen sich bekanntlich Halter, die viel mit ihnen unterwegs sind, ihnen Auslauf gönnen und sie körperlich fordern sowie fördern. Ausreichend Bewegung ist für die Gesundheit Ihres vierbeinigen Freundes schlicht unerlässlich. In dieser Rubrik unseres tierärztlichen Ratgebers gibt die Expertin Barbara Welsch Antworten auf Fragen rund um die Themen Bewegung und Hundesport. Erfahren Sie hier beispielsweise mehr über die körperliche Belastbarkeit und worauf es beim Ausdauersport mit Hunden ankommt.

Hundekrankheiten und Parasiten

Tatsächlich besitzen unsere vierbeinigen Freunde in aller Regel ein sehr gutes Abwehrsystem und werden häufig deutlich weniger von Krankheiten geplagt als ihre menschlichen Halter. Dennoch können natürlich auch Hunde krank werden. Dann ist es vorteilhaft wenn Sie wissen, wie Sie Ihrem treuen Begleiter helfen können. Tierärztin Barbara Welsch gibt im Folgenden wertvolle Ratschläge zu typischen Hundekrankheiten sowie dem Befall von Parasiten. Erfahren Sie mehr über Hautprobleme, die Wasserrute oder Pilzinfektionen.

Körper und Ernährung des Hundes

Ein wichtiger Aspekt bei der Gesundheit Ihres Hundes ist die Ernährung. Was kann er problemlos fressen und wovon sollten Sie ihn lieber fernhalten? Diese und andere wichtige Fragen beantwortet Ihnen die Tierärztin Barbara Welsch in diesem Ratgeber. Außerdem geht es um den Körper Ihres vierbeinigen besten Freundes. Erfahren Sie jetzt beispielsweise mehr über den Zahnwechsel oder die Scheinträchtigkeit bei Hündinnen.

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