Diese Website verwendet Cookies für ein optimales Surferlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang der Seite eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden

Nie wieder verpassen: exklusive Angebote und Neues aus der Tierwelt!

Fischarten & Co.:

Steckbrief: Schnecken

Basiswissen

Fischarten & Co.: Schnecken

Beim Thema „Schnecken im Aquarium“ gehen die Meinungen stark auseinander. Auf eine einfache Frage heruntergebrochen: Fluch oder Segen? Die Antwort darauf hängt allerdings stark vom einzelnen Aquarianer ab. Wann und warum Schnecken zum Fluch werden und welche wichtigen Vorteile die Weichtiere für Ihr Aquarium haben können, erörtern wir bei ZOO & Co. für Sie im nachfolgenden Artikel.

Der übliche Werdegang vieler Schneckenpopulationen im Aquarium sieht wie folgt aus: Anfangs werden einzelne Exemplare noch toleriert, verleihen sie dem Becken doch einen realistischen und natürlichen Touch und erweisen sich als nützliche Scheibenputzer und Algenvernichter. Genauso rasant wie die Vermehrungsrate dann aber steigt, sinkt parallel dazu die Akzeptanz und Toleranz vonseiten des Aquarianers. Konsequenterweise werden die Schnecken vom willkommenen Helfer zum störenden Plagegeist degradiert, den es auszumerzen gilt. Dabei können bereits einige einfache Maßnahmen die Population der Schnecken unter Kontrolle halten – dazu dann im Verlauf mehr.

Den Gegenpol zu diesem Szenario bildet die wachsende Beliebtheit gegenüber speziellen, exotischen Schneckenarten, die gezielt im Aquarium gehalten werden. Sie überzeugen durch farbenfrohe Gehäuse und bilden so eine pflegeleichte und außergewöhnliche Alternative für die private Aquaristik. Beispielhaft stellen wir Ihnen später die beliebten Gruppen der Apfelschnecken und Raubschnecken vor und gehen auch auf andere, eher verschmähte Arten ein. In der Regel bezieht sich der Unmut, der diesen Schneckenarten entgegengebracht wird, auf ihre Quantität und nicht deren bemerkenswerten Vorzüge.

Mensch und Schnecke – das Zusammenleben

Wie bereits erwähnt sind die meisten und gebräuchlichsten Schneckenarten zunächst gern gesehen. Dazu zählt etwa die Posthornschnecke, die als echter Allesfresser nicht nur die Algen von den Scheiben (ver-)putzt, sondern zusätzlich abgestorbenes organisches Material beseitigt, zum Beispiel in Form von abgestorbenen Pflanzen. Turmdeckelschnecken können hingegen als die "Regenwürmer der Aquaristik" bezeichnet werden. Auf ihrer Suche nach Nahrung graben sie sich in den Boden und lockern diesen dabei auf. Auch das Vorurteil, Schnecken würden die Aquarium-Bepflanzung auffressen, stimmt nicht ganz, da die meisten Schneckenarten lediglich abgestorbene Pflanzen und Pflanzenteile verzehren. Solange Ihre Pflanzen also gesund sind, stellen viele Schnecken normalerweise kein Problem dar.

Im Bereich der farbenfrohen Schneckensorten tut sich die Familie der Geweihschnecken (Clithon corona) hervor. Geweihschnecken bleiben recht klein und werden nur etwa 2 Zentimeter groß, wodurch sie auch in kleineren Aquarien gehalten werden können. Diese Schnecken haben Algen zum Fressen gern und halten dadurch ganz nebenbei das Wasser sauber. Eine Haltung zusammen mit Zwerggarnelen, Fächergarnelen und anderen Schnecken (außer Raubschnecken) ist problemlos möglich. Bei der Haltung mit Fischen, lassen Sie sich am besten von Ihrem Zoo & Co. Fachmann beraten.

Der Name der Raubschnecke lässt schon erahnen, wieso sie nicht in ein Gemeinschaftsschneckenbecken gehört. Die Art lebt überwiegend von Aas, frisst aber auch andere im Wasser lebende Schnecken und deren Gelege. Die Haltung in einem gesonderten Becken ist daher zu empfehlen. Diese Schneckenfamilie eignet sich durch ihr aggressives Verhalten und ihren Speiseplan aber auch zur Regulierung von störenden Schneckenpopulationen in Aquarien.

Pflege und Ernährung

Aber wie kommt es denn nun zu einer starken Vermehrung von Schnecken? Der Hauptgrund besteht meist in einem Überangebot an Nahrung. Achten Sie also darauf, dass Ihre Fische auch wirklich das gesamte Futter aufbrauchen. Nahrungsreste begünstigen die Vermehrung der Schnecken. Bei der Fütterung der Fische sollte auch deshalb stets ein Fastentag pro Woche eingelegt werden, da Fische in Aquarien häufig überernährt sind. Ein solcher Tag hat also in zweierlei Hinsicht einen positiven Effekt.

Für die nachhaltige Bekämpfung von Schnecken ist diese Regulierung des Fischfutters elementar, da das Überangebot meist den Ursprung des Problems bildet. Gezielte Maßnahmen, wie etwa spezielle Schneckenfallen, beschleunigen diesen Prozess zusätzlich. Sie kommen ohne schädliche Chemie aus und locken die Schnecken in eine Dose, die sie nicht mehr verlassen können. So lassen sich die Weichtiere ganz einfach entfernen. Ihre Fische bleiben von dieser Maßnahme im Übrigen unberührt.

Der häufig zu hörende Tipp, dass Fische wie Schmerle sich von den Weichtieren ernähren und daher ebenfalls zur Bekämpfung von Überpopulationen eingesetzt werden können, ist allerdings nur bedingt hilfreich. Diese Arten bevorzugen zumeist das normale Fischfutter und lassen die Schnecken links liegen.

Alternativ zu den Fallen aus dem Fachhandel kann auch ein Teller mit einer Gurkenscheibe für etwa zwei Stunden ins Becken gestellt werden, der anschließend mit den davon angelockten und sich darauf befindlichen Schnecken wieder entfernt werden kann. Mehrmaliges Wiederholen steigert den Effekt zur Bekämpfung der Schneckenplage.

Wissenswertes

Wer jetzt denkt, dass ein spezielles Schneckenbecken ja gut und schön ist, jedoch das Herausbilden einer artenspezifischen Plage begünstigt, der sollte wissen, dass nicht alle Schnecken Zwitter sind. Bei manchen Arten, wie zum Beispiel der Raubschnecke, wird tatsächlich zwischen männlichen und weiblichen Tieren unterschieden, sodass eine regulierte Zucht und Vermehrung möglich ist. Dazu muss dann natürlich zuvor das Geschlecht der Exemplare bestimmt werden.

Weitere Aquaristik-Steckbriefe...

Wels

Wels ist nicht gleich Wels. So beliebt die Familie der Welsartigen in heimischen Aquarien ist, so groß und vielschichtig ist sie auch. So groß, dass selbst ein spezielles Bezeichnungssystem eingeführt werden musste. Diese Artenvielfalt macht es einem jeden Aquarianer glücklicherweise möglich, seinen ganz persönlichen, favorisierten Wels zu finden. Die häufig gutmütigen und friedfertigen Lebewesen fügen sich zudem gekonnt in bestehende Gemeinschaftsbecken ein.

Diskusfisch

„Der König der Aquaristik“ - welch imposanteren Beinamen könnte sich der Diskusfisch wünschen? Solch ein Titel kommt natürlich nicht von ungefähr. Die farbenfrohen Südamerikaner sind äußerst begehrt bei Aquarianern und daher auch längst schon in zahlreichen deutschen Aquarien heimisch. Doch ist es nur die Beliebtheit der Fische oder sind es auch ihre Ansprüche, die ihren königlichen Status rechtfertigen?

Schnecken

Die einen lieben sie, wiederum andere verachten sie – wenn man so will, sind Schnecken die C-Promis der Aquaristik. Dabei sind sie alles andere als langsame und nichtsnutzige Weichtiere. Viele Arten haben nützliche Eigenschaften für den biologischen Aquarium-Kreislauf oder werten diesen durch ihre auffallenden Erscheinungen optisch auf. Dazu muss man aber wissen, wie mit den Schnecken umzugehen ist bzw. welche Maßnahmen im Falle einer Überpopulation zu ergreifen sind.

Garnelen

Farbenfroh, artenreich, individuell, nützlich… Die Liste an positiven Attributen, die den verschiedenen Garnelenarten und -gruppen zuzusprechen sind, ließe sich noch um einiges weiterführen. Das wissen auch viele Aquarianer. Statt im Kochtopf oder der Pfanne zu landen, erfreuen sich die Tiere immer größerer Beliebtheit in heimischen Aquarien. Neugierig geworden? Hier erfahren Sie, was kleine und große Garnelen ausmacht und was bei ihrer Haltung zu beachten ist.

Salmler

„Klasse statt Masse.“ ist ein Appell, über den die Salmler nur müde lächeln können. Ihr spannendes und meist farbenprächtiges Potenzial entfalten sie nämlich erst in großen Schwarmverbänden. Daher sollten die meisten dieser Arten, die zusammengenommen eine der größten Fischordnungen überhaupt ausmachen, besser in größeren Gruppen gehalten werden. Was Sie sonst noch beachten müssen, um die imposanten Salmler in der Masse halten zu können, erfahren Sie jetzt in unserem Steckbrief!

Copyright 2016 ZOO & Co. Kontakt | Newsletter | ZOO & Co. | Franchise | Presse | Impressum