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Fischarten & Co.:

Steckbrief: Garnelen

Basiswissen

Fischarten & Co.: Garnelen

Je größer die Vielfalt, desto aufregender ist auch das Aquarium – deshalb werden immer mehr Arten für die heimische Aquaristik eingesetzt. Doch so manches Krustentier ist so sehr mit kulinarischen Genüssen verbunden, dass er als Aquarium-Bewohner lange Zeit erst gar nicht in Betracht gezogen wurden. So auch im Fall der Garnele, die durch ihre Farben- und Artenvielfalt richtig Leben ins Aquarium bringt.

Garnele ist nicht gleich Garnele. Bei dieser Gattung der Wirbellosen gibt es zahlreiche verschiedene Arten, von denen sich viele für Ihr heimisches Aquarium eignen. Ihre Farbenpracht und das spezielle Wesen dieser Tiere sind die auf den ersten Blick attraktivsten Merkmale. Doch auch spezielle artenspezifische Eigenschaften sowie die relativ leicht zu erfüllenden Ansprüche überzeugen den Liebhaber. Garnelen sichern sich schnell einen Platz in jedem Aquarianerherz. Bei Zoo & Co. möchten wir Ihnen daher einige der beliebtesten Arten vorstellen und erklären, worauf es grundsätzlich bei der Haltung von Garnelen im Aquarium ankommt.

Für die Aquaristik sind bei den Garnelen drei wichtige Gruppen zu beachten: die Zwerggarnelen, die Fächergarnelen und die Großarmgarnelen. Aufgrund ihrer Färbung erfreut sich die aus Indien stammende Grüne Zwerggarnele bei Aquarianern wachsender Beliebtheit.

Der beliebteste Vertreter der Fächergarnelen ist die asiatische, nach der indonesischen Inselgruppe benannte, Molukken-Garnele. Sie ist auch als Radargarnele oder Molukken-Fächergarnele bekannt. Die 6 bis 10 cm großen Fächergarnelen sind hell- bis dunkelbraun gefärbt und weisen am Rücken einen markanten weißen Streifen auf. Das erste Schreitbeinpaar ist in borstenbewehrte Fächerhände umgewandelt, was charakteristisch für Fächergarnelen ist.

Die Giganten-Flussgarnele ist ein bekannter Vertreter der Großarmgarnelen. „Groß“ ist hier wortwörtlich zu verstehen, denn diese Art wird bis 25 cm groß und besitzt lange Scherenarme. Doch ist es nur das Aussehen und die Größe oder auch das Wesen der einzelnen Garnelengruppen, die sie voneinander unterscheiden? 

Charakter und Eigenheiten

Zwerggarnelen sind äußerst friedliche und gesellige Tiere, die im Aquarium ständig auf der Suche nach Fressbarem sind und dabei auch nicht vor organischem Abfall zurückschrecken. Durch das unermüdliche Abweiden von Oberflächen, Steinen, Holz und Pflanzenteilen haben sie sich einen Ruf als Algenvertilger erworben. Verschiedene Zwerggarnelen verstehen sich aufgrund des gutmütigen Wesens meist auch untereinander. In Gemeinschaftsbecken können zu große und hektische Fische sie aber erschrecken, was zu fluchtartigem Verstecken führt.

Fächergarnelen sind mit den Zwerggarnelen nah verwandt. Ihre Anatomie ist allerdings ganz auf das Leben in schnell fließenden Gewässern abgestimmt. Mit dem bereits beschriebenen ersten Schreitbeinpaar, das sie fächermäßig aufspreizen können, fischen sie feinste Nahrung aus der Strömung. Anders als die Zwerggarnelen sollten Großarmgarnelen nicht in einem Gesellschaftsaquarium gehalten werden. Unter ihnen gibt es viele räuberische Arten, die geschickte Beutegreifer sind. Auch ihre beiden vorderen Schreitbeinpaare sind umfunktioniert: Dort tragen sie Scheren, die als Jagdinstrument dienen, wodurch bspw. auch flinke Fische erbeuten werden können. Auch Schnecken sind vor ihnen nicht sicher.

Mensch und Fisch – das Zusammenleben

Die Haltung von Garnelen ist vergleichsweise einfach, mindestens mit Bezug auf die Beckengröße. So reichen je nach Art bereits kleine Beckengrößen von 20 cm Länge aus. Die Grüne Zwerggarnele fühlt sich z. B. schon in Becken ab 30 cm wohl und auch die größeren Fächergarnelen kommen in Becken ab 60 cm artgerecht unter. Dementsprechend eignen sich Garnelen gut für Aquarianer mit kleineren Wohnungen bzw. geringem Stellplatz für das Aquarium. Lediglich die Großarmgarnelen benötigen – namensgetreu – ein größeres Platzangebot. Die Giganten-Flussgarnele beansprucht bspw. Becken ab einer Größe von 1,50 m. Bei ihr und anderen Vertretern der Großarmgarnelen ist die Unterbringung in Gemeinschaftsbecken wegen des räuberischen Naturells nicht ratsam. Dieses Verhalten kann sich auch gegenüber Artgenossen äußern, sodass bei den meisten Arten eine Einzel- oder Paarhaltung empfohlen wird. Anders verhält es sich mit den anderen beiden Gruppen. Sie sind sehr gesellige Tiere und sollten daher stets in größeren Verbänden ab 5 Tieren aufwärts gehalten werden.

Werden die Verbände von Zwerg- oder Fächergarnelen in Gemeinschaftsbecken gehalten, sollten Sie darauf achten, dass die beiwohnenden Fische ebenfalls äußerst friedfertig, von der Größe her ähnlich und bestenfalls aus dem gleichen Ursprungsgebiet sind. Letzteres kann dafür Sorge tragen, dass sich alle Aquarium-Bewohner gleichsam wohl bei den gegebenen Wasserverhältnissen fühlen. Diese variieren natürlich von Art zu Art, sodass eine pauschale benötigte Wasserqualität nicht genannt werden kann. Informieren Sie sich daher unbedingt im Vorfeld bei Ihrem Händler oder Züchter, damit Sie das Zuhause Ihrer Garnelen entsprechend vorbereiten können.

Dazu gehört auch – insbesondere im Gemeinschaftsbecken – eine dichte Bepflanzung, damit den Garnelen ausreichend Rückzugsmöglichkeiten gegeben sind. Dafür eignet sich vor allem Javamoos, das durch seine starken Verästelungen eine gute Struktur bietet, in der kleine Garnelen und Jungtiere Unterschlupf finden können. Hornkraut und Wasserpest können ebenfalls herangezogen werden, da es sich bei ihnen um sehr schnellwüchsige Pflanzen handelt, die von den Tieren abgeweidet werden können. Sie dienen also als ideale Nahrungsquelle, vor allem auch da sich zwischen den feinen Pflanzenteilen Schwebeteilchen und Mulm absetzen.

Pflege und Ernährung

Man kann zwar Algen im Aquarium mit Garnelen bekämpfen, aber gänzlich ausreichend für die Ernährung der Spezies ist die Algenvertilgung nicht. Zwerggarnelen weiden zwar unermüdlich Oberflächen ab, auf denen sich Algen, Einzeller und Bakterien befinden, trotzdem sollte etwa alle zwei Tage Garnelen-Futter als Zusatzfutter gegeben werden. Besonders Großarmgarnelen sind auf eine zusätzliche Fütterung angewiesen, doch auch Fächergarnelen brauchen eine spezielle Ernährung, wie z. B. feines Staubfutter oder ähnliche, in der Strömung treibende Nahrungspartikel.

Beim Filtersystem müssen Sie darauf achten, dass keine Garnele in die Ansaugöffnung gezogen werden kann. Dazu sichern Sie die Öffnungen oder zu grobe Gitterkörbe am besten einfach mit Schaumstoff-Filterpatronen. Gut bewährt für ein Garnelenbecken haben sich Schwammfilter. Ebenfalls mit Schaumstoff sollten Sie zudem zu große Kabelöffnungen der Aquarium-Abdeckung versiegeln, da die Garnelen durch diese das Aquarium verlassen könnten. Dass sich offene Becken nicht für die Haltung von Garnelen eignen, versteht sich an dieser Stelle von selbst.

Wichtig sei noch zu erwähnen, dass alle Garnelenarten – vor allem Zwerggarnelen – negativ auf zu hohe Kupferanteile im Wasser reagieren, was bei der Wahl des Bodenbelags beachtet und gegebenenfalls beim Zoo & Co.-Fachhändler erfragt werden sollte. Darüber hinaus sind Garnelen an fließende Gewässer gewöhnt. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von mindestens 20 Prozent des Beckenvolumens ist daher essenziell für das Wohlbefinden der Garnelen.

Wissenswertes

Wenn Sie alles dafür tun, dass sich Ihre Garnelen bei Ihnen wohlfühlen, werden diese es Ihnen mit großer Treue danken. So können Molukken-Fächergarnelen im Aquarium bis zu 12 Jahre alt werden. Kleine Strömungspumpen oder eher längliche Becken sorgen für eine gleichmäßige Strömung im Becken, wodurch Sie die Nahrungsaufnahme der Fächergarnelen gut beobachten und Ihren Tieren ein artgerechtes Umfeld schaffen können.

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