Diese Website verwendet Cookies für ein optimales Surferlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang der Seite eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden

Nie wieder verpassen: exklusive Angebote und Neues aus der Tierwelt!

Labyrinthfische - die Atmungskünstler Fische benötigen für Ihren Stoffwechsel Sauerstoff, den sie mit ihren Kiemen aus dem Wasser entnehmen. Dabei treten im Gegensatz zu Luftatmern deutliche Nachteile auf: Wasser enthält wesentlich weniger Sauerstoff als Luft und der Sauerstoffgehalt ist zudem noch temperaturabhängig.

Dazu müssen Kiemenatmer wg. des höheren Wasserwiderstandes mehr Energie aufwenden als Luftatmer, um das Wasser durch die Kiemen zu pumpen. Labyrinthfische können die Viskosität des Wassers nicht verändern aber den Sauerstoffgehalt im Wasser haben Sie ausgetrickst. Sie verfügen über ein Zusatzorgan, welches Ihnen auch den Namen gegeben hat, das Labyrinthorgan. Dieses liegt im Kopfbereich in der Kiemenhöhle und ist stark verzweigt. In der Funktion ähnelt dieses Organ der menschlichen Lunge, denn es kann atmosphärischen Sauerstoff aus der Luft entnehmen.

Durch die Nutzung dieser zusätzlichen Sauerstoffquelle - Kiemen besitzen Labyrinthfische auch - sind Labyrinther auch in der Lage Biotope zu besiedeln, die anderen Fischen Schwierigkeiten bereiten wie z.B. Überschwemmungsgebiete mit Wasserlöchern, die austrocknen können.  Kampffisch überleben durch ihr Labyrinthorgan sogar in so kleinen Mikro-Pfützen wie den Trittsiegeln von Wasserbüffeln.

Was bedeutet dieses besondere Atmungsorgan für die Haltung von Labyrinthfischen wie z.B. Kampffischen oder Makropoden im Aquarium? Im Fachhandel sieht man Kampffische manchmal in relativ kleinen Behältnissen und ohne Belüftung oder Filteranlage. Das bedeutet aber nicht, dass es sich hierbei um Tierquälerei handelt, denn für Kampffische ist diese Lebensart über eine kurze und überschaubare Zeit völlig normal. Zuhause im Aquarium ist es wichtig zu wissen, dass die an der Oberfläche nach Luft schnappenden Labyrinthfische kein Sauerstoffproblem haben, sondern nur ihre zweite Atmungsfunktion nutzen. Das Atmen an der Oberfläche kann bei Labyrinthfischen sogar dazu führen, dass sie sich erkälten: Bei oben offenen Aquarien ist die Raumluft ca. 5 C kälter als die Wassertemperatur, was dazu führen kann, dass empfindliche Labyrinthorgan sch entzündet. Eine Abdeckung mit einer Glas oder Acrylglasscheibe hilft in diesen Fällen auch vorbeugend.

Copyright 2016 ZOO & Co. Kontakt | Newsletter | ZOO & Co. | Franchise | Presse | Impressum