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Labyrinthfische – Atemtechnik im Doppelpack Ob Siamesischer Kampffisch, Schokoladengurami oder Blauer Fadenfisch – alle haben eins gemeinsam: Mit ihrem „Labyrinth“ genannten Organ können sie Luftsauerstoff atmen und sind daher nicht nur auf ihre Kiemen angewiesen. Aquarianer sind noch aus anderen Gründen von den Atemkünstlern begeistert…

Bis auf einige Arten sind die Anabantoidei, so der wissenschaftliche Name der Labyrinthfische, pflegeleicht und damit hervorragend für Anfänger geeignet. Sie frönen interessanten Paarungsritualen, und viele Männchen erweisen sich als wahre Architekten, indem sie faszinierende Schaumnester bauen. Andere Arten sind Maulbrüter. Prächtig leuchtende Farben – vor allem bei den asiatischen Arten – setzen in jedem Becken wahre Höhepunkte.

Ausgeklügeltes Labyrinth

Das Luftatmungsorgan, das Labyrinth, befindet sich hinter dem Innenohr. Die Kiemenhöhle und die darin liegende Knochenplatte sind mit einer Schleimhaut voller Blutgefäße überzogen. Wird eine Luftblase über der Wasseroberfläche aufgenommen, leiten die Blutgefäße den Sauerstoff in den Organismus. Die verbrauchte Luft wird über die Kiemenspalte wieder ausgeatmet.

Robuste Aquarienbewohner

Für Anfänger ideal sind die meisten Arten, weil sie relativ anspruchslos sind und in Ausnahmefällen eben auch mal mit sauerstoffarmem Wasser auskommen können. Ohnehin tauchen sie regelmäßig auf und schnappen nach Luft, was für viel Bewegung im Becken sorgt und das Wohnzimmer-Aquarium umso mehr zum Heimkino macht.

Da die Größe der Labyrinthfische, die aus Asien und Afrika stammen, von 3 bis 35 cm reicht, berät Sie Ihr ZOO & Co. Fachhändler gerne bei der Wahl der richtigen Aquariengröße. Die Wassertemperatur sollte 24 bis 28°C betragen, die Luft über dem Becken etwas wärmer sein. Der pH-Wert ist zwischen 6,5 und 8 ideal.

Menüplan & Ansprüche

Manche Labyrinthfische wie etwa die Buschfische sind Raubfische. Riesenguramis und Küssende Guramis z .B. sind dagegen Allesfresser. Die meisten Labyrinthfische aber sind Fleischfresser und vertilgen Zooplankton, Insektenlarven oder Kleinkrebse.

Manche Arten überstehen dank ihres Luftatmungsorgans das Austrocknen ihrer Lebensräume für einen gewissen Zeitraum. Zum Beispiel wenn sie in Reisfeldern leben, die zur Aussaat fast trocken sein müssen. Während dieser Phase fahren sie ihren Stoffwechsel zurück, graben sich ein oder umgeben sich mit einer Art Schutzhülle. Sie werden erst wieder richtig aktiv, wenn das Reisfeld geflutet ist. Andere kriechen kurze Strecken über Land, um Wasser zu erreichen.

Hochzeitsfrack & Liebesbeweise

Einen „Hochzeitsfrack“ legen z. B. die aus Afrika stammenden Zwergbuschfische (Microctenopoma nanum) an. Sie verändern beim Paarungsritual nämlich ihre Farbe: Eben noch hell mit dunkel gestreiften, senkrechten Flossen, wird das Männchen blitzartig zum fast schwarzen Brautwerber. Er scheucht das Weibchen aus seinem Versteck auf und jagt es quer durch das Aquarium. Zeigt sich die Angebetete bereitwilliger, legt er vor ihr eine Vollbremsung hin und präsentiert eitel seine Vorzüge.

Von seiner Werbung überzeugt, weist das Männchen dem Weibchen anschließend den Weg in das zuvor von ihm angelegte Schaumnest. Dieses sogenannte Führungsschwimmen ist für Labyrinthfische genauso typisch wie die Eigenart des Männchens, seine Partnerin beim Ablaichen unter dem Nest fest zu umschlingen, quasi zu umarmen.

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