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Faszination Quallen Umgangssprachlich bezeichnen wir eine bestimmte Gruppe von Nesseltieren (Cnidaria) als Quallen, die im Laufe ihres Lebens ein Medusenstadium (also eine Qualle) bilden. Dass diese Tiere meist auch ein auf Substrat festsitzendes Polypenstadium durchlaufen, ist hingegen vielen Menschen unbekannt.

Der Tierstamm der Nesseltiere gliedert sich in zwei große Gruppen, nämlich in die Blumentiere (Anthozoa) und die medusenbildenden Tiere (also „Quallentiere“). Zur Klasse der Blumentiere gehören die dem Meerwasseraquarianer so bekannten Korallen und Anemonen. Noch bis vor wenigen Jahren wurden die Rippenquallen (Ctenophora) gemeinsam mit den Nesseltieren in die Gruppe der Hohltiere (Coelenterata) gestellt. Aber die Biologie ist keine statische Lehre, sie ändert sich mit neuem Erkenntnisstand immer wieder. Deswegen werden die wunderschönen Rippenquallen heute einem eigenen Tierstamm zugeordnet. Die Begründung hierfür ist das Fehlen von typischen Nesselzellen sowie der fehlende Generationswechsel. Demzufolge wird als Qualle also genau genommen ein bestimmtes Lebensstadium von Nesseltieren und Rippenquallen bezeichnet. 

Quallen bevölkern schon seit über 500 Millionen Jahren die Meere unserer  Erde. Manche Arten bestehen zu über 99 % aus Wasser. Ihr gallertartiger Organismus weist eine schirmartige Gestalt auf, an der meist die nesselkapselbewehrten Tentakel sitzen. Diese dienen zum Beutefang und zur Verteidigung der Tiere. Mittig im Schirm befindet sich der je nach Art unterschiedlich ausgebildete Magenstiel, an dessen unterem Ende die Mundöffnung ist. Die Tiere schwimmen durch ruckartige Kontraktionen des Schirms. Dabei wird durch Rückstoßprinzip Wasser nach unten ausgestoßen und die Tiere bewegen sich nach oben vorwärts.
Quallen haben nur wenige natürliche Feinde. Vor allem der skurrile Mondfisch und einige Schildkrötenarten haben sich auf die glibberige Nahrung spezialisiert. Einige Quallenarten sind heutzutage in explosionsartiger Ausbreitung begriffen. Ihre unglaublichen Vermehrungsraten sind derzeit noch nicht vollständig erklärbar. Jedenfalls stellt dieses Phänomen auch ein Problem für uns Menschen dar, was den Fang von Fisch betrifft. Sie sind zu einem schwer zu kalkulierenden Nahrungskonkurrenten geworden.
In der Klasse der Schirmquallen werden die „Echten Quallen“ zusammengefasst. Die harmlose und gut 20 Zentimeter Schirmdurchmesser erreichende, in Nord- und mittlerweile auch in der Ostsee heimische Ohrenqualle (Aurelia aurita) gehört in diese Verwandtschaftsgruppe, wie auch die Kranzqualle Nausithoe spec..

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