Diese Website verwendet Cookies für ein optimales Surferlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang der Seite eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden

Nie wieder verpassen: exklusive Angebote und Neues aus der Tierwelt!

„Es war einmal …“ – Phantastische Fischnamen Wirkt ein Aquarium noch so beruhigend auf die Nerven, kann sich die wirkliche Unterwasserwelt der Ozeane, in der es ja ohnehin oft hoch hergeht, mit etwas Fantasie in ein spannendes Märchenland verwandeln. Akteure sind Kämpfer, Feen, Kaiser, Schluckspechte, Musikanten, Brunnenbauer, Juweliere und mehr. Dann nämlich, wenn man sich die deutschen Namen einiger Meeres- und Flussbewohner vor Augen führt …

Judo-Maskottchen, Kämpfer & Tarnkünstler

Kämpferisch geht es zum Beispiel mit einem möglichen Karate-Maskottchen, dem Schwarzgürtel-Buntbarsch, zu – allerdings nur dem Namen nach. Der Kampffisch dagegen geht tatsächlich nicht gerade zimperlich mit seinen Genossen um. Genauso wie der Schützenfisch mit seiner Beute: Er schießt mit einem Wasserstrahl ganz gezielt Insekten ab, um sie sich dann zu schnappen und zu vertilgen. Trügerisch ist der Name Küssender Gurami, von wegen Romantiker! Er hat die Angewohnheit, bei ritualisierten Revierkämpfen seinem Gegner in die Lippen zu beißen – was für Uneingeweihte wie leidenschaftliches Geknutsche aussieht. Passend die Bezeichnung Knurrender Gurami, der Südostasiate gibt bei der Balz und bei Kämpfen knurrende Laute von sich, die selbst für unsere Ohren hörbar sind. Eine wahre Giftspritze ist der Stechrochen, der zur Verteidigung am Schwanz mit Widerhaken ausgestattet ist. Die Stacheln sind mit einer Giftdrüse verbunden. Ein wahrer Tarnkünstler ist der Fransen-Wobbegong. Seine Färbung, sein abgeflachter Körper und die besonders am Kopf zahlreichen gelappten Hauttentakel machen ihn am Meeresgrund, wo er seiner Beute auflauert, quasi unsichtbar. Ebenfalls zu dieser Taktik greift der Geisterpfeifenfisch. Er tarnt sich, indem er mit seiner Körperfärbung und -form sowie mit seinem Verhalten im Wasser treibende Seegrasfragmente oder blättrige Algen nachahmt.

Trügerische Namen


Trügerisch dagegen sind die Bezeichnungen Schwertträger, Beilbauch, Panzerwels und Messerfisch, die nicht auf Kampfverhalten, sondern auf äußerliche Merkmale der Flossenträger Bezug nehmen. Auch der Feuerschwanz-Fransenlipper aus Thailand muss sich natürlich um Brandblasen an seinem Körper keine Sorgen machen. Auch der Name Seeigel-Ansauger führt auf eine falsche Fährte: Die Jungfische verstecken sich zwischen den Stacheln des Schwarzen Seeigels, saugen diese aber nicht wirklich an. Zu phantastischen Geschichten können auch die Namen Meerbarbenkönig, Himmelsgucker, Seeteufel, der bis über eine Tonne schwere, an einen Mühlstein erinnernde Mondfisch und der Mirakelbarsch inspirieren.

Wahre Lachnummern & Berufsbezeichnungen


Wie im wahren Leben der Zweibeiner gibt es auch in der Wasserwelt Namen, die einen schmunzeln lassen: Frauennerfling, Schleimfisch, Streber, Teufelsangel, Schnepfenfisch, Schulmeister-Schnapper, Schluckspecht, Pyjama-Kardinalbarsch und Sträflings-Doktorfisch sind einige Beispiele. Doch auch in dieser Kategorie gründen Bezeichnungen teils auf Verhaltensweisen. So sieht der Wrackbarsch nicht sonderlich abgewrackt aus, sondern hält sich tatsächlich vorwiegend in der Nähe von Verstecken wie größerem Treibgut auf, wo sich der Räuber gerne von Tintenfischen ernährt. Der Nachwuchs des Blökers schützt sich in der Nähe großer Quallen vor Fressfeinden. Der Brunnenbauer gräbt mit seinem Maul praktische Wohnröhren in den Sand. Diese dienen ihm als Verstecke, über denen er nach vorbei treibendem Zooplankton fischt. Der Fußballspieler, ein australischer Barsch, erinnert mit seinen weiß-gelben Streifen an das Trikot von Kickern, und der Kofferfisch ist natürlich kein Packesel …

Tiermixe oder doch „nur“ Fische?

Apropos Esel: Bei der Benennung vieler Fische standen Tiere Pate, die man mit einem Leben im Wasser nun wirklich nicht in Verbindung bringt. Zebrabärbling, Geißbrassen, Malawi-Schmetterling, Wolfssalmler, Katzenhai, See-Kuckuck, Meerpfau, Lammzunge, Seehase, Kanarienvogel-Junker und Kakadu-Zwergbuntbarsch, Flughahn, Hunde-Schnapper und Schweinsgrunzer sind aber dennoch Fische, keine wilden Genmutationen aus dem Labor verrückter Frankenstein-Wissenschaftler. Sollten Sie also mal bei Jörg Pilawa in der ersten Reihe sitzen, lassen Sie sich nicht verwirren! Auch hier gibt es Beispiele, warum artfremde Tiere in die Namen eingeflossen sind. Der Froschfisch z. B. erzeugt mit seiner Schwimmblase Laute, die an die von Kröten erinnern. Der Rote Knurrhahn versetzt mithilfe seines Trommelmuskels seine Schwimmblase in Schwingung und erzeugt so knurrende Geräusche.

Copyright 2016 ZOO & Co. Kontakt | Newsletter | ZOO & Co. | Franchise | Presse | Impressum