Diese Website verwendet Cookies für ein optimales Surferlebnis. Dabei werden beispielsweise die Session-Informationen oder die Spracheinstellung auf Ihrem Rechner gespeichert. Ohne Cookies ist der Funktionsumfang der Seite eingeschränkt. Sind Sie damit nicht einverstanden, klicken Sie bitte hier.
Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden

Nie wieder verpassen: exklusive Angebote und Neues aus der Tierwelt!

Algen im Süßwasseraquarium Algen sind ein überaus wichtiger Teil der Biologie in unseren Aquarien und sorgen dafür, dass Nahrungs- und Stoffkreisläufe gut funktionieren ...

Trotzdem ist ein übermäßiges Algenwachstum unschön und der häufigste Grund, warum mit dem Hobby Aquaristik aufgehört wird.

Was sind Algen?


Algen waren die ersten Organismen auf unserem Planeten, die aus Sonnenlicht Energie gewinnen konnten. Diesen Blaualgen haben wir zu verdanken, dass wir überhaupt eine Sauerstoffatmosphäre besitzen. Im Laufe der Evolution haben sich Algen in hundertausende Arten aufgegliedert und sind heute immer noch für die Produktion von 40 % des Sauerstoffs verantwortlich. Interessanterweise ist das Chlorophyll in den höheren Pflanzen auf die Einwanderung bzw. Umwandlung von Blaualgen zurückzuführen, sodass wir das Leben, wie wir es heute kennen, fast ausschließlich den Algen zu verdanken haben.

Der Wert der Algen in biologischen Systemen


Algen binden Nährstoffe, sind eine wichtige Nahrungsgrundlage und produzieren durch die Photosynthese Sauerstoff. In jedem Ökosystem sind sie vertreten und haben wichtige biologische Aufgaben. In unseren Aquarien stehen Algen in direkter Konkurrenz zu den gepflegten Wasserpflanzen, ein Wettbewerb, den man auch in der Natur beobachten kann. In nährstoffreichen Sickerquellen ohne viel Sauerstoff und mit viel Kohlendioxid wachsen Wasserpflanzen sehr gut. In Bereichen, in denen durch zu hohe Sauerstoffgehalte Spurenelemente ausgefällt wurden und der Kohlendioxidgehalt niedrig ist, wachsen Algen besser als Wasserpflanzen.

Was hilft wirklich? 5 Antworten

Die Antwort fällt ganz leicht, wenn man sich die Verhältnisse in der Natur anschaut. Ein niedriges Schadstoffniveau, gutes Pflanzenwachstum und ein kontrollierter Fischbesatz machen den Pflanzen das Leben leicht und den Algen schwer.

1. Pflanzendüngung


Konkurrenz durch gut wachsende Wasserpflanzen ist das beste, einfachste und von der Optik her auch schönste Mittel gegen Algen. An erster Stelle ist hier eine ausreichende Düngung durch Kohlenstoff zu nennen. Eine CO2-Anlage sorgt dafür, dass Pflanzen wachsen und Nährstoffe verbrauchen, die sonst den Algen zur Verfügung stehen würden. Auch eine richtige Pflanzendüngung mit Spurenelementen und Nährstoffen, die der Lichtmenge angepasst sein sollte, hilft Wasserpflanzen und reduziert so Algen. Licht, Düngung und die gepflegten Arten müssen zusammenpassen. Wenn viel Licht, langsam wachsende Pflanzen und viele Nährstoffe zusammenkommen, sind Algen immer im Vorteil.

2. Wasserpflege

Regelmäßige Wasserwechsel von 20 % des Volumens alle 14 Tage sind ein wichtiger Baustein in der Algenprophylaxe. Schadstoffe werden verdünnt und gleichzeitig werden frische Spurenelemente mit dem Wasser zugeführt.

3. Nährstoffbindung


Die Reduktion von Nährstoffen wie Phosphat und Nitrat ist ebenfalls ein gutes Mittel gegen Algen. Teures Fischfutter hat seinen Sinn, denn hochwertiges Futter wird besser verdaut und weniger Ausscheidungen belasten das Wasser. Man kann sein Aquarium algenfreundlich oder algenfeindlich füttern! Auch Filtermedien, die Stickstoff und Phosphat absorbieren, sind geeignet, Algenwachstum zu reduzieren. Aber besser ist es, das Pflanzenwachstum anzukurbeln. Die beste Algenvorbeugung: ein reduzierter Fischbesatz und damit weniger Futter. Anti-Algen-Präparate sind nur als letztes Mittel zu empfehlen, denn sie schaden nicht nur den Algen, sondern fast immer auch den Wasserpflanzen.

4. Richtig beleuchten


Länger als 10 Stunden sollte die Beleuchtung nicht brennen, da bei längeren Bestrahlungseinheiten die Photosynthesesysteme der Wasserpflanzen abschalten oder sogar Schaden nehmen. Eine Mittagspause von 3 Stunden macht Sinn, da es den Pflanzen hilft, ihren Photosyntheseapparat wieder zu regenerieren. Leuchtmittel, die älter als 1 Jahr sind, sollten ausgetauscht werden. Bitte wechseln Sie bei zweiflammigen Beleuchtungen die Röhren mit einigen Wochen Abstand, damit die Wasserpflanzen sich besser anpassen können.

5. Fraßfeinde

Schnecken, viele Garnelen, aber auch einige Fische haben Algen zum Fressen gerne. Empfehlenswert sind die Siamesische Rüsselbarbe oder die Amano- Garnele. Garnelen fressen junge Algen auf Blättern und Dekoration. Zur Scheibenreinigung sind Raspeltechniken gefragt, wie sie z. B. der Pitbull-Otocinclus, der Panda-Algenfresser oder Zebra-Rennschnecken aufweisen.

Welche Algen gibt es in unseren Aquarien?

Blaualgen


Von den vielen tausend Arten im Süßwasser fühlen sich nicht alle Gruppen in unseren Aquarien wohl. Die häufig vorkommenden Blaualgen gehören zu den ursprünglichsten Algen und sind eher Bakterien als Algen. Sie können Einrichtungsgegenstände schnell mit einer grünlichbläulichen Schicht überziehen. Bei einem Befall mit Blaualgen hilft eine konsequente Dunkelperiode von 5–6 Tagen mit anschließenden 50%igen Wasserwechseln an drei aufeinander folgenden Tagen gut.

Grünalgen

Grünalgen sind vom Stoffwechsel und Aufbau am ehesten mit den höheren Pflanzen zu vergleichen. Die kleinen, grünen Punkte auf Scheiben und Blättern langsam wachsender Pflanzen sind Grünalgen. Auch die langen, fädigen Strukturen oder Polster gehören zu dieser Gruppe.

Rotalgen

Zu den Rotalgen gehören zwei besonders gefürchtete Vertreter, die aber auch mit den aufgeführten Gegenmaßnahmen reduziert werden können. Bart- und Pinselalgen bevorzugen wenig Kohlendioxid und wachsen gerne an Stellen mit stärkerer Strömung, da hier anscheinend die Nährstoffversorgung durch die Strömung besser ist. Bei einer guten Kohlendioxidversorgung lagern die Rotalgen auch weniger Kalk ein (durch biogene Entkalkung), was sie schmackhafter für Algenfresser macht.

Kieselalgen


Kieselalgen überziehen Steine, Pflanzen und Dekomaterial mit einem bräunlichen Belag. Der Name Braunalgen ist nicht korrekt und sollte daher nicht mehr verwendet werden. Eine starke Nährstoffkonkurrenz durch schnell wachsende Wasserpflanzen und Raspelmäuler als Unterstützung reduziert Kieselalgen wirkungsvoll. (Ch. Homrighausen, freunde 4/10)

Copyright 2016 ZOO & Co. Kontakt | Newsletter | ZOO & Co. | Franchise | Presse | Impressum