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Paludarien: Wanderer zwischen den Welten In der Natur sind Lebensräume mit fließenden Übergängen zwischen Land und Wasser häufig anzutreffen ...

Die Gezeitenzonen, das Wattenmeer oder die Mangrovenwälder sind nur drei Beispiele von vielen. Es liegt ein besonderer Reiz darin, die Natur hier zu kopieren. Aber eines sei gleich schon gesagt: Ein Paludarium, so nennt man das "Mittelding" zwischen Aquarium und Terrarium, kann süchtig machen.

Ist es ein Aquarium mit Landteil oder ein Terrarium mit Wasserteil? Der Name Paludarium, der sich vom lateinischen Wort "palus" (Sumpf) ableitet, hilft auch nicht wirklich weiter, denn einen Sumpf bildet ein Paludarium nicht nach. Ganz sicher aber ist ein Paludarium ein vollständigerer Lebensraum als ein bloßes Aquarium oder Terrarium, denn Wasserpflanzen können sich – wie in der Natur – auch über Wasser entfalten und blühen. In der Natur wachsen die meisten unserer Aquarienpflanzen wie Echinodorusarten oder Anubias nicht als reine Unterwasserform, sondern im Ufer- oder Spritzwasserbereich und müssen im Laufe des Jahres bei wechselnden Wasserständen sowohl über als auch unter Wasser funktionieren. In einem Paludarium können beide Arten so gepflegt werden.

Paludarium – Vorteile pur

Ein Paludarium ist faszinierend: Pflanzen zeigen ihre gesamte Schönheit in den Elementen Luft und Wasser. Auch die Fische fühlen sich sehr wohl, denn die Pflanzen und Pflanzenwurzeln bieten Schutz und Sicherheit wie in einem echten Uferbereich. Die Wasserqualität in einem Paludarium ist meistens viel besser als in einem Aquarium, da die Wurzeln der Pflanzen aus dem Landteil häufig direkt in den Wasserteil wachsen und dem System eine Menge an Schadstoffen entziehen.

Kein Zauber: die Technik


Ein Paludarium von der Stange gibt es nicht. Hier kann aber gut auf Terrarienkombinationen zurückgegriffen werden. Sie sollten aber in Ihrem ZOO & Co. Fachmarkt direkt sagen, dass Sie die Kombi als Paludarium einsetzen wollen. So wird der Wasserteil direkt als Aquarium eingeplant. Die Filterung des Wassers übernimmt ein herkömmlicher Aquarien-Außenfilter. Da Schläuche bei einem Paludarium nur schwer zu verbergen sind, ist eine PVCVerrohrung des Aquariums am sinnvollsten. Ein großzügig dimensionierter Innenfilter ist aber für die Filterung des Wassers ebenfalls geeignet, da die Pflanzen im Uferbereich in vielen Paludarien deutlich zur Wasserreinigung bei tragen. Als Beleuchtung kommen T5-Röhren mit Reflektoren zum Einsatz, denn eine HQI-Beleuchtung würde im Landteil zu viel Hitze entwickeln und die Pflanzen in den oberen Bereichen verdorren lassen.

Landschaftsarchitektur mit Spaßfaktor


Der Landteil eines Paludariums kann entweder auf eine eingeklebte Glaskonstruktion gesetzt werden, als Rückwand ausgebildet oder aber mit Mangrovenwurzeln aufgebaut werden. Wer gerne einen Bachlauf durch den Hintergrund fließen lassen möchte, ist sicherlich mit dem Einbau einer kompletten hinteren Verkleidung am besten bedient. Hier kann dann der Bachlauf schon vormoduliert werden. Bodengrund in Form von Blumenerde funktioniert in einem Paludarium nicht gut, denn die ausgewaschenen Nährstoffe könnten zu Algenwachstum führen.

Der Schützenfisch ist für große Paludarien oder oben offene Aquarien ein idealer Besatz. Seiner Jagd strategie verdankt er den Namen: Er schießt einen Wasserstrahl auf Insekten, die auf Zweigen und Blättern über ihm sitzen. Im Paludarium lässt sich das mit Heimchen oder Grillen gut beobachten.

Farne & Orchideen

Für den Landteil eignen sich neben verschiedenen Farnen wie dem Nestfarn das Speerblatt (Spatiphyllum wallisii) oder der Kletter-Ficus (Ficus pumilla) hervorragend. Letzterer kann unter guten Bedingungen zu einer Plage werden – er wächst sehr gut. Orchideenliebhaber aufgepasst: Ein Paludarium bietet den meis ten tropischen Orchideen ideale Lebensbedingungen. Setzt man jetzt auch noch Technik aus dem Terraristikbereich wie z. B. eine Beregnungsanlage ein, ist das tropische Gewächshaus komplett. (C. Homrighausen, freunde 4/10)


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