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Japanische Mövchen

Ein Vogel voller Widersprüche

(© Horst Mayer)

(© Horst Mayer)

Es ist keine Möwe, es stammt ursprünglich auch nicht aus Japan und obwohl es so zart und zierlich wirkt, zeichnet es sich vor allem durch seine Robustheit und Widerstandsfähigkeit aus. Eines jedenfalls steht fest: Die kleine Finkenart lässt sich hervorragend halten und auch züchten.

Tatsächlich kommt das Japanische Mövchen (Lonchura sitriata var. Domestica) ursprünglich aus China; dort wurde es bereits im 16., vielleicht sogar schon im 15. Jahrhunderts gezüchtet und gilt somit als einer der ältesten domestizierten Kleinvögel der Welt. Seine Vorfahren sind keine Wildvogelarten, sondern das Spitzschwanz- Bronzemännchen und dessen verwandte Unterarten. Erst Anfang des 18. Jahrhundert gelangten die etwa 13 Zentimeter großen Finkenvögel nach Japan und wurden nun auch dort gezüchtet und schließlich Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa exportiert, wo man ihnen den Namen "Japanische Mövchen" gab, offenbar in einem Londoner Zoo, der 1860 zur Begeisterung der Besucher die ersten weißen Exemplare zeigte.

Gesellig, verschmust und friedlich


Das Japanische Mövchen lässt sich gut halten und ist eine sehr friedliche und verhältnismäßig ruhige Vogelart – so zanken sich beispielsweise gleichgeschlechtliche Tiere nicht. Wer neu in die Haltung einsteigt, sollte in jedem Fall zwei Vögel nehmen und das Japanische Mövchen niemals alleine halten! Spätestens wenn man sieht, wie die Tiere eng aneinandergekuschelt schlafen, weiß man, warum.

In Sachen Futter sind die Mövchen übrigens äußerst pflegeleicht und anspruchslos: Ein gutes, ausgewogenes Mischfutter für Exoten, wie Sie es in Ihrem ZOO & Co. Fachmarkt bekommen, deckt den Bedarf an Mineralien und anderen wichtigen Nährstoffen; zudem mögen die Piepmätze rund ums Jahr auch gerne Grünfutter, beispielsweise Löwenzahn, Kräuter, Grassamen, Vogelmiere, aber auch ungespritztes Obst.

Gut vergesellschaften kann man das Japanische Mövchen mit fast allen Vögeln, die ähnliche Ansprüche haben: mit Prachtfinken, aber auch mit Grassittichen wie zum Beispiel dem Schönsittich und nicht zuletzt mit Kanarienvögeln. Einen Nachteil lediglich hat die Vergesellschaftung für all jene Halter, die das Japanische Mövchen züchten möchten – dann ist der Erfolg unter Umständen bei vergesellschafteten Pärchen gering. Auch wer mehr als ein Paar Japanischer Mövchen hält, sollte sie zur Zucht paarweise getrennt halten. Die Vögel kuscheln sich gerne im selben Nest zusammen und stören sich dann bei der Brut gegenseitig.

Wer im Sommer die Möglichkeit hat, kann Japanische Mövchen gut in einer geschützten Außenvoliere halten. Für den Innenraum gilt wie bei anderen Vögeln auch: keine Zugluft und ein liebevoll ausgestattetes Vogelheim, das so groß wie möglich ist. (Angela Angelopoulos, freunde 4/10)

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Klasse Rasse: Havaneser

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