Warum Geckos kleben bleiben
Geckos gehören zu den Echsen, die bei vielen Menschen bekannt sind. Das liegt zu einem großen Teil an der Tatsache, dass diese senkrechte und glatte Flächen hoch laufen können. Sogar am Glas der Terrarienscheibe haften die Füße der Geckos und wie durch Zauberei hängen sie kopfüber an der Decke des Terrariums. Wie aber funktionieren diese erstaunlichen, die Schwerkraft anscheinend austricksenden, Haftorgane?
Einen Teil der Auflösung bringt die Abbildung rechts, welche einen Geckofuß von unten zeigt. Deutlich erkennt man, dass die Schuppenstruktur an der Unterseite der Beine einer flächig-lamellenartigen an den Zehen weicht. Diese sogenannten Haftlamellen sind der Grund für die erstaunliche Kletterfähigkeit. Wie funktionieren diese biologischen Wunderwerke? Anders als die feuchten Haftscheiben von Baumfröschen sind Geckofüße absolut trocken. Auf der Unterseite der Zehen sind auf den Lamellen in Gruppen mikroskopisch kleine Borsten angebracht, die durch Adhäsion auf fast allen Oberflächen haften.
Die Lamellen mit den feinen Borsten passen sich an jede noch so kleine Unebenheit des Untergrunds an. Möchte der Gecko mit dem Fuß nicht mehr haften bleiben, rollen feine Muskeln die Haftlamellen wieder auf. Das Grundprinzip funktioniert ähnlich wie bei einem Klettverschluss. Wer schon einmal einen Gecko in der Hand gehalten hat und den Kontakt mit den Füßen gespürt hat, kennt die sehr gute Haftfähigkeit der Geckozehen aus eigener Erfahrung.


Experten-Tipps


