Den Teich auf den Winter vorbereiten - ganz einfach!
Strahlende Sommertage, ein (hoffentlich) schöner Spätsommer und herrliche Herbsttage lassen vor allem Gartenfreunde und Teichbesitzer frohlocken – künden aber auch schon vom nahenden Winter. Jetzt wird es Zeit, die Oase samt ihren Bewohnern auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Das ist keine Hexerei, im Gegenteil: „Mit dem passenden Futter und der richtigen Technik macht das Hobby Teich immer Spaß“, erzählt ZOO & Co. Teichexperte Gerrit Lattemann begeistert und gibt praktische Tipps …
Futter: Jetzt für Energiereserven sorgen
Gerade zum Winter hin ist es wichtig, das Richtige zu füttern. „Fische benötigen für die Verdauung viel Energie“, erklärt Gerrit Lattemann. „Damit die Tiere wichtige Energiereserven für den Winter aufbauen und speichern können, gibt es Vorbereitungsfutter, das speziell dafür entwickelt wurde, z. B. das leicht verdauliche KI KA IBA Wheatgerm.“
Typisches Sommerfutter wie etwa Spirulina ist dagegen ungeeignet, weil es kaum noch verdaut werden kann, wenn die Wassertemperatur unter ca. 12 °C fällt. Dann verbleibt es unverdaut im Fisch, und zwar so lange, bis er es im Frühjahr bei höheren Temperaturen unter großem Energieaufwand wieder verwerten kann. Das aber belastet sein Immunsystem unnötig und macht ihn anfällig für Krankheitserreger.
Technik: Jetzt an Wassertemperatur denken
Die Filtertechnik sollte zum Winter hin abgebaut und winterfest gemacht werden. „Bei niedrigen Wassertemperaturen kann sie ihren Zweck nämlich nicht mehr erfüllen. Dazu sind lebende Filterbakterien nötig, und die sterben ab, wenn die Temperatur unter ca. 7 °C fällt.“
Die Pumpe sollten Sie über den Winter ausschalten. Pumpen wie z. B. die Oase AquaMax können Sie im Wasser lassen, andere Pumpen „lagern“ Sie je nach Anleitung ein. Ausgeschaltet werden sollte die Pumpe aus folgendem Grund: Im Teich baut sich sogenanntes „Schichtwasser“ auf, das unten wärmer ist als oben. Die Fische halten sich in der wärmeren Region, also unten, auf. Eine laufende Pumpe würde das Schichtwasser umwälzen und den Fischen diesen Ruheort nehmen. Um diesen warmen Bereich auch im Winter dauerhaft aufrechtzuerhalten, nutzen Sie am besten schon die Wochen, in denen das Wasser noch einigermaßen warm ist. Dazu gibt es zwei gute Möglichkeiten. Gerrit Lattemann: „Sie können die Wärme speichern, indem Sie z. B. eine Lattenkonstruktion über den Teich bauen und diese mit einer Plastikfolie (Knitter etc.) überziehen. Oder Sie bauen einen Wärmetauscher ein, was auch ergänzend zur oben beschriebenen Überdachung möglich ist.“ Diese Geräte halten die jeweils eingestellte Temperatur, ideal sind ca. 6 bis 7 °C.
Die Leistungsaufnahme der Wärmetauscher richtet sich nach der Teichgröße und liegt zwischen 1 KW und 30 KW, teilweise sogar mehr. „Das hört sich im ersten Moment nach einem gigantischen Strom- und damit Geldverbrauch an. Aber wenn diese Geräte jetzt bei noch warmen Temperaturen eingebaut werden, müssen sie diese ja nur halten, nicht erhöhen.“ Das funktioniert über einen Sensorfühler, der den Wärmetauscher ein- bzw. ausschaltet, Strom fließt daher nicht ununterbrochen. „Wichtig ist, dass ab einer höheren KW-Zahl ein Starkstromanschluss nötig ist.“
ZOO & Co. Tipps
- Gut und empfehlenswert ist es immer, zum richtigen „Vorwinterfutter“ auch noch sinnvolle Futterergänzungsmittel wie Fischöl zu geben. Das hilft dem Fisch, seine Nahrung noch besser und leichter zu verdauen.
- Am besten vor dem Winter den Teich noch mal von Schlamm, Algen und abgestorbenen Pflanzenteilen befreien: Diese zehren wertvollen Sauerstoff, der den Fischen dann nicht mehr zur Verfügung steht.


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