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Presse-Bereich: Aktuelles aus der ZOO & Co. Welt

Palastwächter auf Samtpfoten Schon seit der Zeit der Pharaonen wissen Katzenliebhaber: Ihre edlen, eleganten Samtpfoten sind doch eigentlich in einem Palast am besten aufgehoben!

In der Eremitage in Sankt Petersburg ist dieser Wunsch seit Jahrhunderten Wirklichkeit: Dort, unterhalb eines der größten und bekanntesten Museen der Welt, wohnen tatsächlich gut 100 Katzen. Allerdings suchen sie eher Asyl, als dass es ihnen fürstlich ergeht – und doch werden sie liebevoll umsorgt.  Die Emeritage: ein Kunstmuseum, das in über 350 Prunksälen mehr als 60.000 Exponate beherbergt, darunter Gemälde, Skulpturen und Werke von Leonardo da Vinci, Rubens, Matisse, Michelangelo und Rembrandt. Der gewaltige Zarenpalast, der in St. Petersburg am Ufer der Newa gelegen ist, wird in der Kunstwelt in einem Atemzug mit dem Pariser Louvre und dem Prado in Madrid
genannt und gehört als Teil der Sankt  Petersburger Innenstadt zum  UNESCO Weltkulturerbe.

Katharina die Große schaffte die ersten Katzen an


Verantwortlich für die Erweiterung des ursprünglichen Winterpalastes – und auch für die Ansiedlung der ersten Katzen – war im 18. Jahrhundert Katharina die Große. Als begeisterte Kunstsammlerin benötigte sie Raum für die von ihr  erstandenen Werke, und sie ließ deshalb die „Kleine Eremitage“ errichten, zu Deutsch „Einsiedelei“. Trotz allen Prunks und aller damals modernen  Vorrichtungen hatte jedoch auch die Herrscherin mit einem ganz alltäglichen  Problem zu kämpfen: mit Ratten und Mäusen, die ihre Kunstsammlung durch  scharfe Nagerzähne gefährdeten. Deshalb sandte sie Boten in weit entfernte  Städte mit dem Auftrag, die „größten und besten Katzen zu fangen und  unverzüglich an den Hof zu bringen“. Mehr noch: Die Vierbeiner, die schließlich  zum Palast gebracht wurden, ließ man auf den Befehl der Herrscherin hin  kastrieren – ein absolut moderner Standpunkt, der zeigt, wie weitsichtig die  Kaiserin damals war. Schließlich wollte sie nicht nur den Ratten Einhalt  gebieten; auch die Katzenpopulation sollte übersichtlich bleiben. Trotz aller  Voraussicht der Zarin sind die heutigen Katzen in der Eremitage jedoch keine  Nachfolger der ursprünglichen Tiere. Die grausame Belagerung von Sankt Petersburg im Zweiten Weltkrieg ließ nämlich nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere verhungern. Erst nach dem Krieg wurden zur Mäuse- und  Rattenjagd wieder Samtpfoten in den Palast gebracht. Dort leben sie bis heute.  Und auch wenn sie nach Möglichkeit sterilisiert werden, es kommen  immer mehr hinzu, denn mittlerweile hat das Museum sogar eine offizielle  Katzenbetreuerin. Wer also in St. Petersburg nicht weiß, wohin mit der Katze,  bringt sie zum Palast. Das aber wollen Galina Lukunowa und ihre Assistentin  Tatiana Pralowna vermeiden. Die beiden werden vom Museum bezahlt, um sich  um die Tiere zu kümmern, und haben mit den über 100 bestehenden Katzen  schon genug zu tun. Vor allem: Das Futter können die Frauen nur aus Spenden bereitstellen. „Wir versuchen, die Katzen gesund zu ernähren, aber wir können  sie nicht verwöhnen – Trockenfutter zum Beispiel können wir uns nicht leisten“, sagt Tatiana Pralowna im Interview mit dem Internet-Magazin „St. Petersburg online“. Stattdessen gibt es meistens Buchweizenbrei mit Fisch- oder Fleischeinlage. Für die medizinische Versorgung stehen ehrenamtliche Tierärzte bereit.

Dem Besucher bleiben sie verborgen

Im Museum selbst werden Besucher nur wenige der Samtpfoten sehen –  die Katzen halten sich hauptsächlich in den unzugänglichen Hinterhöfen und  Kellergängen auf. Dort stehen lauter Katzenkörbe, und es gibt auch eine  Katzenkartei, wo alle Tiere vermerkt werden. Die Zuständigen versuchen, die  Tiere jenseits des Museumstrubels zu halten – nicht zuletzt, weil Besucher  Allergien haben oder sich  anderweitig an den Tieren stören könnten. Dennoch lässt Tatiana Danilowa, die Vorgesetzte der beiden Katzenpflegerinnen, nichts auf die Vierbeiner kommen. Obwohl die Kunstgegenstände, die gerade nicht ausgestellt sind, nicht mehr im Keller gelagert werden, sondern im  Obergeschoss, besteht sie darauf: „Jede der Katzen verdient sich hier  tagtäglich ihr Futter – seit drei Jahren habe ich keine einzige Maus oder Ratte im Museum gesehen.“ 

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