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Mongolische Rennmaus - klein, aber oho Mongolische Rennmaus

Wie wohl kaum ein anderer Kleinsäuger, mit Ausnahme vielleicht des Goldhamsters (Mesocricetus auratus), hat die Mongolische Rennmaus (Meriones unguiculatus) eine unvergleichliche Karriere als Heimtier gemacht. Die Gründe hierfür sind vielfältig. So trägt sicherlich ihr behaarter Schwanz wesentlich dazu bei, dass viele mäusetypische Vorurteile auf sie nicht angewandt werden. Auch ihr interessantes und vielfältiges Verhalten und ihre natürliche Neugier tragen zu ihrer Beliebtheit bei. Ebenso machen die zahlreichen Farbformen, in denen die Mongolische Rennmaus inzwischen gezüchtet wird, einen Teil ihrer Popularität aus.

 

Eine Sache hat sich aber trotz ihrer Beliebtheit nicht geändert, wird die Mongolische Rennmaus doch immer noch mit Wüstenrennmaus oder dem aus der englischen Sprache entnommenen Begriff Gerbil bezeichnet, obwohl beides nicht zutreffend ist. Denn anders als ihre Verwandten, ist die Mongolische Rennmaus ein Steppenbewohner, der niemals mit der Wüste in Kontakt kommt. Ihre Heimat sind die Gras- und Beifußsteppen in der Mongolei und dem Norden Chinas. Dort lebt sie in Familiengruppen, die aus einem erwachsenen Paar und dessen Nachkommen bestehen. Kommt ein fremdes Tier in das Revier dieser Familie, kann man erleben, wieso die Tiere mit wissenschaftlichem Namen "bekrallter Krieger" heißen (so lautet die Übersetzung des wissenschaftlichen Namens), denn die Revierinhaber verteidigen ihr Revier mit allem, was sie haben.

 

Dieses Verhalten gilt es auch bei der Haltung von Mongolischen Rennmäusen zu beachten. Zwar benötigen die Tiere unbedingt einen Artgenossen und dürfen niemals einzeln gehalten werden, das Zusammensetzen zweier erwachsener Tiere darf aber nur vorsichtig erfolgen, um ernsthafte Streitereien zu vermeiden. Ideal ist es, wenn sich die Tiere zunächst durch ein "Schmusegitter" kennenlernen können. Da Rennmäuse ihre Artgenossen vor allem über den Geruch erkennen, ist es dabei sinnvoll, regelmäßig die Einstreu beider Tiere untereinander zu tauschen, sodass sich der Geruch beider Tiere miteinander vermischt und so ein "Gemeinschaftsduft" entsteht. Treten am Gitter keine Aggressionen mehr auf, kann ein Zusammentreffen auf neutralem Boden gewagt werden.

 

Problemlos ist hingegen die Vergesellschaftung von Jungtieren bis zur 10. Woche, da diese noch kein Revierverhalten zeigen. Ideal untergebracht werden Rennmäuse in einem Aquarium oder Nagarium. Diese bieten den Vorteil, dass problemlos eine dicke Schicht Einstreu eingefüllt werden kann, sodass die Rennmäuse ihrem liebsten Hobby - dem Buddeln - nachgehen können. Zur Einrichtung des Geheges gehört neben der Einstreu, Heu und Stroh sowie Wurzeln mindestens ein Nagerhäuschen. Auch ein Laufrad ist für die flinken Nager sinnvoll, dieses sollte aber einen Durchmesser von mindestens 20 cm haben.

 

Aus ihrem Lebensraum ergibt sich, dass sich Mongolische Rennmäuse überwiegend mit Grassamen ernähren. Dies sollte bei der Fütterung bedacht werden, weshalb das Grundfutter aus mehlhaltigen Kleinsämereien bestehen sollte, wie sie z.B. im Wellensittichfutter oder speziellen Rennmausfuttern enthalten sind. Daneben kann Wurzelgemüse gereicht werden. Obst hat hingegen nichts in der Ernährung der Tiere zu suchen, denn sie sind an den hohen Zuckergehalt nicht gewöhnt und können in der Folge sogar Diabetes entwickeln. Selten wird auch bedacht, dass sich die Rennmäuse in ihrem Lebensraum zu einem erheblichen Maß von Insekten ernähren. Lebendfutter in Form von Mehlwürmern oder Heuschrecken darf deshalb niemals fehlen.

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