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Blinder Kater mit großem Durchblick Der vier Jahre alte Kater Blacky ist seit zwei Jahren blind. Trotzdem hat er den großen Durchblick: Mit seinen Pfoten und mit Hilfe der Schnurrhaare tastet er sich durch die Welt. Auch Gehör und Geruchssinn spielen eine wichtige Rolle in seinem Leben.

Wer Kater Blacky zum ersten Mal sieht, stellt stets dieselbe Frage: „Ist der wirklich ganz blind?“ Den Augen des Tieres sieht man die Blindheit nämlich nicht an – sie sind nicht etwa milchig, sondern glasklar und bernsteinfarben, und die Pupillen verändern je nach Lichteinfall ihre Größe. Dennoch sieht der Kater nichts. Tierärzte haben festgestellt, dass ihm die Sehnerven verkümmert sind. Die Ursache dafür konnten sie nicht ermitteln.

Wer den Tiger eine Weile beobachtet, der merkt, dass etwas nicht stimmt. Blacky setzt die Pfoten sehr vorsichtig voreinander. Wenn er angesprochen wird, schaut er zwar in die Richtung des Menschen, schaut ihm jedoch nicht direkt in die Augen wie andere Katzen das tun würden. Und manchmal, beispielsweise wenn jemand seine Schuhe mitten im Zimmer liegen lässt, stolpert er darüber.

Die heutigen Besitzer haben Blacky gemeinsam mit seinem Bruder Mimi aus dem Tierheim geholt. Von Beginn an verfolgten sie genau, wie der Kater sich verhält. „Wir konnten schlecht abschätzen, ob er beispielsweise Treppen rauf und runter laufen kann oder ständig irgendwo gegenstößt“, sagten sie. Doch dann stellten sie fest, dass der Kater sich nach einer Eingewöhnungsphase sehr selbstsicher und zielstrebig bewegte. Sogar eine Leiter, die vom Wohnzimmer unter das Dach führt, bewältigte er nach ein paar Tagen von alleine. Und mittlerweile scheint er einen richtigen Plan des Grundrisses in seinem kleinen Kopf zu haben. Ohne zu zögern, läuft er um Ecken, hebt bei Absätzen und Stufen rechtzeitig die Pfoten und findet – selbstverständlich – auch sein Futter immer sofort.

Dabei scheint ihm die Beschaffenheit des Bodens zu helfen, also der Teppich im Wohnzimmer, das Linoleum in der Küche, die Steinfliesen auf der Terrasse oder der erdige Untergrund im Garten. Auch über den Geruchssinn orientiert er sich. Es ist gut, dass er seinen Bruder Mimi hat, denn der markiert alle Ecken und Kanten, indem er an ihnen entlangstreift, und Blacky muss dem Duft nur noch folgen.

Wichtig sind auch die Schnurrhaare – sie stehen weit vor, und wenn Blacky unterwegs ist, warnen sie ihn vor einem Stuhl, Tisch oder Pfosten, gegen den er sonst laufen würde. Sogar spielen kann der Kater: Zieht man auf dem Teppich eine Schnur vor ihm her, erwischt er sie zielsicher und blitzschnell mit den Pfoten, indem er das Geräusch verfolgt.

Entgegen der Meinung, dass blinde Katzen nur herumliegen, ist Blacky sehr aktiv, auch wenn er ein großes Schmusebedürfnis hat. Nur an zwei Dingen hapert es in seinem Katzenleben: Jagen kann er nicht, und bis auf einen Regenwurm hat er bisher noch nie Beute gemacht, weil er sich nicht still und leise anschleichen kann. Außerdem deckt er sein Häufchen im Sandkasten nicht zu – aus Angst hineinzutreten, wie die Besitzer vermuten. Doch das sind nur geringe Einschränkungen im Vergleich zu der Freude, die sie mit dem schwarzen Kater haben.

Sinneszellen


Augen eines Jägers: Bei Katzenaugen sind 400.000 Sinneszellen pro Quadratmillimeter im Einsatz, damit die Tiere ihre Beute optimal sehen können.

Pupillen

Bei hellem Licht ziehen sich die Pupillen zu engen Schlitzen zusammen. Doch im Dunkeln werden sie zu großen runden Kreisen, um jede auch noch so kleine Lichtquelle aufzunehmen.

Augapfel


Bei Katzen sind Iris und Augapfel unbeweglich, das bedeutet, die Katze muss den ganzen Kopf drehen, wenn sie zur Seite gucken will. Der normale Sichtradius beträgt 180 Grad.

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